Ein Hauch von Erotik?
04 Dienstag Okt 2011
Veröffentlicht in Alltägliches
04 Dienstag Okt 2011
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04 Dienstag Okt 2011
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Letzte Woche meinte jemand namens OAlexander anläßlich einer Diskussion beim SPIEGELFECHTER, dass ein Hauch von Sex (er betonte HAUCH) den politischen Blogs gut täte.
Ich frage mich, wozu soll das gut sein? Im Zeitalter des Internets muss man doch nicht mehr alles auf einer Seite haben, wenn doch ein oder zwei Klicks genügen, um Erotik andernorts aufzufinden. So reicht es, wenn man Helmut Newton bei google eingibt, dann weiter auf Bilder klickt und nach der Betrachtung der erotischen und sohisticated Bilder von Newton weiterklickt auf die Nachdenkseiten.
Vorläufige Bilanz:
Aufgrund der Null-Resonanz zum Thema Erotik schlussfolgere ich, dass man getrost auf Erotik als ständiges Programm im Rahmen des Blogs verzichten kann.
04 Dienstag Okt 2011
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Ich hatte vor längerem geschrieben, dass es zwischen Führungspersonen (von Persönlichkeit will ich nicht reden) und Serienmördern ein gemeinsames Merkmal gibt: der völlige Mangel an Empathie für ihre Opfer.
Ein Artikel in der Berner Zeitung bestätigt meine Annahme, und ich möchte hinzufügen, dass jene Manager, die in Deutschland seitens der Politik und der Medien nur gehätschelt werden, in der Schweiz öffentlich einer Kritik und Analyse unterzogen werden.
Hier einige Zitate aus einem Interview mit dem Psychiater Thomas Knecht. Ich empfehle, es langsam und mindestens zweimal zu lesen:
>>Solche Leute (die Rede ist überwiegend von Managern; kb) haben ein übersteigertes Selbstgefühl bis zum Gefühl der Allmacht. Sie kennen keine Selbstkritik und dulden auch keine Kritik von Dritten. Sie machen grosse Versprechungen, ohne sich um die Erfüllung zu kümmern. Sie interessieren sich so lange für andere, als es ihrem eigenen Fortkommen dient. Sie zweifeln nie an ihrem Handeln und geben für Fehler immer anderen die Schuld. Sie tendieren dazu, Menschen zu manipulieren, sie reagieren mit Neid auf den Erfolg von anderen. Sie sind misstrauisch und wittern überall Komplotte. Sie umgeben sich mit Leuten, die sie bestätigen und sie bewundern. Sie sind unfähig zu echten Beziehungen. Etwas verkürzt gesagt: Narzisstische Persönlichkeiten neigen zu Grössenfantasien und Paranoia. (…)
Das Gefährlichste bei diesen Leuten sind ihre Beziehungsstörung und ihr Realitätsverlust. Narzisstisch gestörte Kaderleute empfinden keine Empathie für andere, dafür haben sie ein grandioses Gefühl der eigenen Bedeutung, hegen Fantasien eines grenzenlosen Erfolges. Sie verlangen unentwegt nach kritikloser Anerkennung und Bewunderung und denken, dass ihnen alles zusteht: Geld, Macht, Prestige. (…)
Einsicht oder Selbstkritik habe ich in meinen langen Jahren als Gutachter und Psychiater noch kein einziges Mal erlebt.<<
PS.: Den größten Fehler, den man machen kann, ist, solche Typen wie eine gottgegebene Naturgewalt hinzunehmen. Das Gegenteil von Hinnehmen wäre, ihnen auf’s Maul zu hauen, was ich aber, wie man weiß, ablehnen muss, weil ich Gewalt verachte.