Diese Frage wird jedenfalls von Stephan Kleinert bejaht, den ich von der Fotografie her kenne und mit dem ich mich auf facebook austausche.
Der Blogger Jacob Jung hat den Versuch unternommen, seinem Blog einen Eintrag bei Wiki zu spendieren. Der Versuch wird im Moment noch seitens der Wiki-Ficki-Admins abgewehrt. Wie ich auf das häßliche Wort Ficki komme. Nun, die Admins verwenden das Wörtchen Relevanz. Wer bei Pädia einen Eintrag erhält, muss relevant sein. Irrelevante Existenzen sind dort nicht zugelassen. Womit allerdings die Frage nach der Berechtigung des “Ficki” noch nicht beantwortet wäre, wobei der englische Ausdruck “fucking wankers” treffender wäre, jedenfalls könnte man das meinen, führt man sich vor Augen, was in the german version of wiki für relevant gehalten wird:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kagney_Linn_Karter
Da ich nicht ganz zufällig als Kunst- und Literaturhistoriker mich mit der Frage beschäftigt habe, wodurch jemand zu Lebzeiten “berühmt” wird, muss ich den wikipedia-Admins, die Relevanz als Auschlusskriterium bvenutzen, muss ich ihnen bescheinigen, dass sie keine Ahnung haben und oberflächliche Deppen sind.
Wer dieses pauschal gehaltene Statement von mir vertieft haben möchte, dem empfehle ich meine Essays über Karl Phillipp Moritz, Vincent van Gogh und Robert Walser. Insonderheit van Gogh, dem zu Lebzeiten Irrelevanz zur Genüge bescheinigt worden war, wurde posthum very famous und seine Bilder, die man ihm zu Lebzeiten nicht abkaufte (mit Ausnahme von zwei Arbeiten), very, very expensive.
Ich hatte einst, das heißt, vor Jahren versucht, in dem wiki-Artikel über Säkularisierung darauf hinzuweisen, dass Denkfiguren aus der Christologie im 18. Jahrhundert übertragen worden sind auf die Kunst, so bei Schelling. Ästhetik, so kann man zusammengefasst sagen, ist säkularisierte Christologie, selbst noch bei Adorno, wenn er sagt, Kunstwerke seien Erscheinungen, aber auf der Seite des Wesens usw.
Weil ich zu diesem Thema vier Jahre lang gearbeitet hatte, durchaus mit Außenkontrolle durch das religionswissenschaftliche Institut (80er Jahre) der FU Berlin in der Boltzmannstraße, habe ich angenommen, ich hätte eine gewisse Kompetenz erworben. Da diese Thesen aber in meiner Diss. stehen und ich meine Thesen selbst bei wiki publik zu machen versuchte, wurde das von einem Admin untersagt, völlig egal, ob das nun sachlich stimmte oder nicht.
Wenn für Dissertationen gilt, dass sie etwas Neues enthalten sollten, so darf dies Neue nicht durch einen selbst bekannt gemacht werden. Und wenn andere davon nichts erfahren, dürfen andere auch nichts davon erfahren. Auch das ist ein Aspekt, ein sehr fragwürdiger an Wikipedia.
Wir sind irrelevant:
http://aggregat7.ath.cx/2009/10/19/99-aller-deutschen-sind-irrelevant
Was du meinst sind Blockwarte, nicht Blockwarts, oder?
@stefan, vielleicht ist das analog zu sehen zu wirt und wirte?
Naja, ich möchte auch nicht, dass “Spiegel” oder “Zeit” sich dort selbst einen Artikel gönnen, das Thema ist nun auch recht abgelutscht, und ich bin durchaus der Ansicht, dass irgendwo eine Grenze dessen gesetzt werden sollte, was noch relevant ist und was nicht. “Jacob Jung” hat/haben großes Talent sich zu vermarkten (für Leseschwache: das hat nicht immer mit Geld zu tun). Sich selbst als “zu den meistgelesenen privaten Politik Blogs in deutscher Sprache” gehörend anzupreisen, ist schon ziemlich frech. zumal es das Blog noch nicht einmal ein Jahr gibt. Da atmet jemand ziemlich dünne Luft, und so etwas ist mir recht unsympathisch. So viel ‘Bescheidenheit’ bedarf m.E. keiner Unterstützung.
Etwas anderes ist es, dass die Freakypedia in diesem Bezug recht merkwürdige Kriterien hat – hat sie eigtentlich welche? Dort sind Webauftritte verzeichnet, die ich für vergleichsweise irrelvenat halten. Aber so ist das halt hier draußen: Nichts ist perfekt, und am besten werden die gehört, die laut schreien.
“Sich selbst als „zu den meistgelesenen privaten Politik Blogs in deutscher Sprache“ gehörend anzupreisen, ist schon ziemlich frech.”
Das ist doch weder eine Frage von Frechheit noch von Bescheidenheit, flatter. Die Feststellung basiert auf nachvollziehbaren Besucherzahlen und da ich mit allen Daten meines Blogs transparent umgehe, gibt es für mich keinen Grund, ausgerechnet die Popularität zu verschweigen.
Die angesprochene Selbstvermarktung halte ich nicht für einen Makel. Ich bin von dem, was ich im Blog veröffentliche überzeugt und wünsche mir natürlich, dass es von möglichst vielen Menschen gelesen wird. Daran kann ich nichts Ehrenrühriges erkennen.
@Jacob Jung: Im Vergleich zu den wirklich Großen ist das ein äußerst bescheidener “Erfolg”. Ich käme jedenfalls nicht auf die Idee, mich so zu annoncieren, obwohl ich inzwischen von soundsoviel Millionen Besuchern erzählen könnte. Ein Zweitligablog (und da sehe ich uns) so zu präsentieren, ist aus meiner Sicht PR, und dagegen bin ich dezent allergisch. Das überlasse ich dann denen, die auch so schreiben – womit ich nicht dich meine. Ich persönlich lege großen Wert auf ein Auftreten, das meinem Anspruch genügt. Nenne das “zu bescheiden”, aber sich größer zu machen als man ist, hat noch keinem Blog gutgetan, das ernstgenommen werden will.
Danke Herr Baum.
Durch diesen Artikel besonders, aber auch durch vorhergehende, fühle ich mich bei Ihnen, wie in einer geistigen Nachbarschaft verbunden.
Wir begegnun uns nicht nur tagtäglich……
In dem Moment in dem sich Leute ihre Wiki-Artikel selber schreiben, sind Schleichwerbung, Pseudologie keine Grenzen mehr gesetzt.
Ich wäre auch nie im Traum auf die Idee gekommen mir und meinem Blog eine Wiki-Seite zu spendieren, aus Achtung vor diesem Fabelhaften Nachschlagewerk!
Relevanz ist absolut notwendig, sonst läuft das über – ganz weit in die Sinnlosigkeit!
Wenn ich beispielsweise das Wort “Blockwart” im Wiki suche, dann mag ich dort nicht 20 Definitionen von Bloggern finden, sondern will die Ursprungsbedeutung aus dem Nationalsozialismus. (sonst könnte ich gleich googlen).
Wer die im übrigen gelesen hat würde einen Blockwart-Vergleich mit freiwilligen Wikipedianern nicht aufstellen!
Es gab in der Vergangenheit jede Menge Versuche von Firmen Wikipedia mit Werbespam zu fluten, einfach weil ein Wikipedia-Eintrag eine Visitenkarte für Seriösität ist.
Vielleicht sollte man Herrn Jung nicht umbedingt mit VanGogh vergleichen sondern eher mit dem Zauberer Hansi aus Hinterdupfing:
Der hat auch keinen Wikipedia-Eintrag, was Hansi aber nicht gleich zu einem verkappten Genie macht.
Den “Zauberer aus Hinterdupfing” finde ich prima
@jemseneier, partiell d’accord
Also sich selbst so hoch zu puschen ist ziehmlich lächerlich und was Relevant ist entscheidet Wikipedia ja relativ Kollektiv. Ob nun eine Pornodarstellerin Relevant ist, darüber kann man natürlich diskutieren, (ja ich kenne die Namen von Pornodarstellerinnen), allerdings deutlich relevanter für einen Großteil der Bevölkerung als wenn irgendjemand einfach nur seine Meinung über Gott und die Welt ablässt. Mal ganz davon abgesehen, dass dieser Größenwahnsinnige vielleicht mal überlegen sollte, dass die Daten von Wikipedia auch auf Servern gespeichert werden müssen die Geld kosten oder glaubt irgendjemand die Daten im Internet würden einfach mystisch ohne reale Datenträger existieren? Wenn dann jeder Hinz und Kunz sich seinen eigenen Artikel machen kann, was sowieso schon mal sehr enzyklopädisch ist, einen Eintrag über sich selbst zu schreiben, sind die Server ruckzuck mit allerhand Schrott voll. Ich mach mir gleich auch erst mal einen Wiki Eintrag, der soll in etwa so lauten: tollster, intelligentester Mensch auf Erden und der zweitbeste Liebhaber der Welt direkt hinter seinem Spiegelbild…
Wie groß muss das eigenen Geltungsbedürfnis sein um über sich selbst oder sein eigenes Machwerk einen Wikieintrag zu verfassen. Wenn niemand sonst das macht ist das für mich ein Zeichen dafür nicht Relevant zu sein!
hier wird endlich mal kontrovers diskutiert.
Das nennst Du schon Cointreau Vers?
Ich denke tatsächlich, daß dein Wissen und dessen gutartige Ausrichtung und Verwendung viel Eindruck bei den Lesern deines Blogs verursacht. Wenn Du selbst dann noch viele Apsekte der von dir aufgegriffenen Themen bereits ausleuchtest, wer soll sich sich dann noch trauen, einen Kommentar zu hinterlassen. Wozu dann auch? Man will ja schließlich auch irgendwie das Wasser reichen können.
Nur so eine Idee…
@r@iner, heute musste ich mir das wasser selbst holen.
Wenn die Yankee-Entertainment-Trusts mit Ihren Content-Acts
reüssieren dann spielt die Wiki-Relevanz auch keine Rolle mehr.
Dann nämlich erfolgt eine beispiellose delete and remove-Orgie.
Matthias
Vielleicht müssen wir mal grundsätzlich über die verschiedenen Einschätzungen in Bezug auf Wikipedia sprechen. Es handelt sich um ein kollektiv erarbeitetes Lexikon. Nicht mehr und nicht weniger.
Wikipedia besteht zum größten Teil aus Beiträgen, die Personen über sich selber und ihre Aktivitäten schreiben oder schreiben lassen. Relevant ist dabei alles, was öffentlich wahrgenommen und in der Folge im Netz gesucht wird.
Wenn ich feststelle, dass dies bei meinem Blog der Fall ist und in der Folge entscheide, allgemeine Informationen auch bei Wikipedia zur Verfügung stellen zu wollen, dann kann ich daran nichts Falsches erkennen. Angesichts dessen von “Größenwahn” oder “Frechheit” zu sprechen, kennzeichnet eine unangemessene Ehrfurcht vor einem Medium, das nicht vom Himmel gefallen ist sondern nur besteht, weil wir es täglich erarbeiten.
Wenn es als Zeichen von “Geltungsbedürfnis” gewertet wird, dass ich nicht hinter dem Ofen darauf warte, zum Tanzen aufgefordert zu werden, dann bin ich wohl geltungsbedürftig. Viel Zeit in den Aufbau von Gegenöffentlichkeit zu investieren und sich dann zu zieren, wenn es darum geht, das Erzeugnis bekannter zu machen, wäre jedenfalls widersinnig.
Ich bin bis jetzt nicht auf die Idee gekommen, meinen Blog bei wikipedia aufnehmen zu wollen. Es käme mir wie eine Tautologie, wie eine Verdoppelung vor, zumal über Themen und Begriffe über google suche, und falls erforderlich, von google zu wiki gehe.
Sicherlich ist eine Moderation von wiki sinnvoll, nur ist die Moderation dort oft genug so, dass man bevormundet wird von Leuten, die in der jeweiligen Sache oft weniger qualifiziert sind. Da meine Beiträge mehrfach entfernt worden sind, habe ich ziemlich schnell wieder aufgehört, bei wiki mitzuarbeiten. Ich korrigiere deshalb nur noch Rechtschreibfehler, wenn ich sie zufällig entdecke.
Dass es auf wikipedia so etwas wie einen edit-war gibt, ist ja wohl nicht zu leugnen. Und zwar geht es dabei nicht um Qualität und Nicht-Qualität, sondern oft genug um die richtige Weltanschauung.
Die härteste Währung, die zur Zeit in Umlauf ist, sind nicht Dollar, nicht Euro und auch nicht Unzen von Gold. Es ist die Medienpräsenz, um die hart gefeilscht wird. Triebfeder ist bei den Promis aus Politik, Show und Film das aufgeblasene Ego, bei vielen Linken die in meinen Augen durchaus verständliche, intellektuelle Eitelkeit bzw. die “Sucht” nach einer Art anerkennender Fremdbestätigung, von der ich mich selber auch nicht immer frei machen kann.
Ich nenne jetzt mal keine Namen.;-)
Wenn man das Argument “Relevanz” heranzieht, stellt sich die Frage, ob sich eine Silvana Koch-Mehrin dieses Attribut an den hohen Busen stecken soll oder doch besser ein Blogger.
Ob man für diese Art von Selbstverleihung des “Eisernen Kreuzes des Internets” allzu viel Aufwand betreiben sollte, ist eine andere Sache. Theoretisch bestände ja immer noch die Möglichkeit, daß eine andere Person einen entsprechenden Eintrag schreiben würde – das hätte nicht das Air der Selbstnominierung für den Nobelpreis. Solange das noch nicht stattgefunden hat, kann sich JJ an seinen Zugriffszahlen erfreuen – und an den Leserbriefen, die mit “DANKE für ausgerechnet diesen Artikel” anfangen
@ Klaus Baum
Vor Jahren machte ich ähnliche Erfahrungen wie Sie, als
Sie Ihre Fachkompetenz einzubringen versuchten bei
de.wikipedia.
Das hieß bei denen “Selbstdarstellung”.
Was dies ist, bestimmen “Admins”. Meiner Erfahrung nach
hat über das “Admin”-Wesen de.wikipedia inzwischen eine
scheindemokratische Struktur. Und als – wie die das nennen – IP,
bist du eh nur sowas wie ein Depp, gehörst nicht dazu, wirst
ständig aufgefordert, dich anzumelden oder wirst mit irgendwelchen
Kürzeln vollgeschüttet, die Du zu beachten hast.
Es gibt harte Bereiche, z.B. Bundesgerichte, die sind fest in der Hand der Presse- und Medienleute dieser Einrichtungen. Es gibt auch ab und an Fälschungen durch Weglassungen, z.B. von Wahldaten. Ob es dort schwarze Listen gibt, weiß ich nicht. Aber wenn du es mit einem mächtigen Admin verdorben hast (in Ihrem Bereich z.B. Southpark oder Ca$e oder wie immer die sich nennen), machste besser einen großen Bogen.
Sommer 2010 hat Jim Wales, der Gründer, mal in einem Rundbrief drauf hingewiesen, daß wikipedia auch akademische Fachkompetenz braucht zur qualitativen Verbesserung. Es gibt im Bereich deutsche Literatur(geschichte) auch bei de.wikipedia ausgezeichnete Einträge, z.B. Wolfgang Borchert, die von Fachwissenschaftler erarbeitet wurden.
Jemand hat oben auf die zunehmende Bedeutung von Medienaufmerksamkeit und veröffentlichter Repräsentanz abgehoben. Das ist auch ein Aspekt, den wikipedia bedient.
Wenn Sie mehrere Sprachen wenigstens passiv (also lesen) können, können Sie (über die Leiste links) vergleichen (manchmal werden auch in de.wikipedia nur aus en.wikipedia Beiträge, sogenannte Lemmata, übersetzt). Oft ist das ganz nützlich, das zu tun.
@Linzer!
Danke für den ausführlichen Kommentar. Was den Vorwurf der Selbstdarstellung betrifft, so gibt es ja genügend größere Institutionen, die sich z. B. einen Pressesprecher leisten können. Da schreibt dann nicht die Institution, sondern ein vermeintlich Außenstehender, der allerdings von der Institution bezahlt wird. Das ist dann keine Selbstdarstellung.
Es geht hier nicht um Werbung für Blogs, sondern darum das die Wikipedanten ohne selbst Ahnung vom Thema zu haben bzw. mal objektiv recherchieren würden einfach Artikel oder Änderungen löschen.
Das ist im übrigen eine alleinige deutsche Krenkheit in der wikipedia !
Wenn jemand Artikel löscht weil sie “irrelevant” sind oder “habe ich nicht verstanden” als Argument bringt, zeigt sich der Narzissmus triefend …
Und auch in der deutschen wikipedia zeigt sich der deutsche Trend Quantität statt Qualität, sind genügend Internetquellen angegeben bleibt der Artikel egal wie trivial, dumm oder einfach nur sachlich falsch.
Fehlen genügende Internetquellen wird gelöscht …
QED …
Ein Beispiel für die Objektivität von wikipedia.de (Quelle: Nachdenkseiten http://www.nachdenkseiten.de/?p=1068):
Wie versucht wird, Wikipedia zurecht zu trimmen …
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NachDenkSeiten hat glücklicherweise aufmerksame und umsichtige Nutzer. Ihnen verdanken wir viele Tipps für die Hinweise des Tages und manche gute Recherche. Zwei davon vom gleichen Rechercheur betreffen Manipulationsversuche bei Wikipedia. Hier sind zwei Mails mit den Ergebnissen seiner Recherchen.
1. Hallo, ich beobachte seit einiger Zeit bei dem Wikipedia-Artikel über die INSM den dreist-hartnäckigen Versuch, eine angeblich neutrale Fassung durchzudrücken, indem jede Änderung von einem Benutzer namens Gurion sofort wieder eliminiert wird (siehe Versionen/Autoren und Diskussion).
Er kommt damit durch, weil offenbar andere in dem Edit-War nicht so ausdauernd sind. Vielleicht ist das ja eine Bemerkung auf den NDS wert, von der sich dann Nutzer Ihrer Seiten angeregt fühlen, solch ignorantem Verhalten Paroli zu bieten. Es kann/darf doch nicht sein – gerade bei Wikipedia -, dass Sitzfleisch über Meinungsvielfalt siegt. (Ergänzung AM: Vermutlich ist es nicht nur Sitzfleisch sondern auch Geld zur Bezahlung solcher Krieger im Netz.)
Beste Grüße
G. G.
2. Lieber Herr Müller,
noch eine Nachbemerkung:
Über den Edit-war auf der INSM-Seite bin ich auf den Wikipedia-Artikel ‘Neoliberalismus’ gestoßen. Dort läuft das gleiche Spielchen. Es tauchen auch die selben “Diskutanten” auf, die sich die Welt so zurechtbiegen: “In einer enzyklopädischen Darstellung gehören aus Ahnungslosigkeit resultierende Fehleinschätzungen aus der Laiensphäre … nicht in die Einleitung.” Wobei natürlich die NL-Kritiker die Ahnungslosen aus der Laiensphäre sind. Das Zitat stammt – stellvertretend für die “Erleuchteten” – von dem besagten Gurion, der sich auch bei dem INSM-Artikel als Oberschiedsrichter für eine “neutrale Darstellung” (NPOV) aufspielt – und dort mit einer Strategie der schleichenden Veränderung den Artikel Stück für Stück stromlinienförmig umschreibt.
Gruß
G.G.
weitere hinweise:
http://www.nachdenkseiten.de/?s=wikipedia&Submit.x=0&Submit.y=0
Seit wiki meine Ergänzung zum Thema “Ernährungsphysiologische und negative Auswirkungen von Schokolade” unter der Stichwort “Schokolade” nachträglich wieder gelöscht hat, ist sie keine Plattform der Zusammenarbeit bzw. Unterstützung mehr für mich.
Ich teilte mit, dass die hohe Konzentration von Oxalsäure in dunkler Schokolade (165 mg pro 100 gLM gegenüber weißer Schokolade mit 7,5 mg) die Rezidivsteinbildung bei der Nephrolithiasis fördert. Die Hyperoxalurie wird bereits durch geringe Mengen Ox-Säure beeinflußt (Anstieg auf 300 bis 400 %), da der Körper rund 90 % der Ox-Säure selbst produziert.
Während Wiki in der Tabelle der Inhaltsstoffe sogar noch Jod mit 0,005 mg pro 100 g Schokolade erwähnt, unterschlägt dieser Text die Oxalsäure total. Das Kakaopulver (Trinkschokolade) hat nach Mangold bzw. Spinat mit 571 mg den zweithöchsten Gehalt an Oxalsäure in Lebensmitteln.
@altautonomer, ich will wiki.de nicht generell verurteilen, aber dein beispiel zeigt, wie es mit der objektivität bei wiki.de oft genug bestellt ist.
@ Klaus Baum
Gern. Und Magiers http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Borchert ist wirklich exzellent … wurde benörgelt als zu wissenschaftliche WB-Biografie … wär fast eine de.wikipedia-kritische “Fallstudie” unter Ihrem Aspekt Blogwarte wert;-)
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Als Nachtrag zu dieser Diskussion sei mir der Hinweis auf einen Artikel erlaubt, in dem ich meine Beweggründe für das Wiki-Experiment, meine Erfahrungen im Rahmen der Löschdiskussion und meine Schlussfolgerungen aus dem Erlebten zusammenfasse:
“Selbstversuch Wikipedia: Löschen was nicht passt”
unter: http://jacobjung.wordpress.com/2012/01/27/selbstversuch-wikipedia-loschen-was-nicht-passt/
Lieber @ JJ
aufschlußreich, anschaulich. Aber, weil “Selbstversuch” mit erwartbarem Ausgang, nicht originell.
Das gestern via wikimedia.de (Träger/Dachorganiosation dts.r. wikipedia) versuchte Experiment im Brecht´schen Sinn bezielt eine andere, m.E. wichtigere, Ebene. Auf den Ausgang bin ich gespannt …
Wenn Sie dies wünschen kann ich Sie auf dem Laufenden halten, meine e-Adresse haben Sie. (Das gilt asuch für Sie, Herr Dr Baum)
eilbest;-)
Dr. Richard Albrecht, 280112
http://wissenschaftsakademie.net
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