US-Börsenaufsicht ermittelt gegen Deutsche Bank
Der Deutschen Bank droht Ärger in den USA: Nach SPIEGEL-Informationen ermitteln amerikanische Finanzaufseher gegen das Kreditinstitut. Hintergrund sind umstrittene Immobilien-Wertpapiergeschäfte vor der Finanzkrise. Die Untersuchung könnte das Geldhaus teuer zu stehen kommen.
Quelle: Spiegel Online
Anmerkung: In der Printausgabe des Spiegels werden folgende Klagen aufgelistet:
Klagen der US-Regierung: Klage wegen erschlichener staatlicher Garantien mit einem Forderungsumfang von 1.000 Milliarden Dollar; Klage der Loreley-Gesellschaften (Töchter der IKB) wegen Verkaufs von CDOs durch die DB in betrügerischer Absicht mit Forderungen in Höhe von 439 Millionen Dollar; Klagen der US-Hausfinanzierungsbehörde (FHFA) wegen Betrugs beim Verkauf verbriefter Hypotheken (RMBS) an die Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac im Volumen von 5 Milliarden. Klagen des US-Lehrer-Pensionsfonds (TIAA) wegen Betrugs beim Verkauf verbriefter Hypotheken (RMBS) mit Forderungen in nicht bekannter Höhe. Zudem gebe es Ermittlungen der US-Wertpapieraufsicht SEC wegen das Vorwurfs der Manipulation von CDO-Geschäften zugunsten des Hedgefonds-Managers John Paulson.
Siehe auch:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/deutsche-bank-gift-fuer-anshu-jain-1.1270289
…das war schon immer eine kriminelle Vereinigung….
Ja
Ja, man kennt sich allerortens. Sie pimpt deutsche Staatsanleihen auf dem Sekundärmarkt, sie ist verbandelt mit konservativen Industriekreisen in Deutschland. Sie ist hochspekulativ unterwegs.
Ja, aber ich würde sagen die Vorstände, besonders die Investmentbanker sind garantiert kriminell.
Aber die kleinen Angestellten in den Filialen, das sind doch keine Kriminellen.
Außerdem sind andere Großbanken auch noch an dem Betrug beteiligt, was aber keine Entschuldigung sein soll.
Voraussetzung für das Bestehen einer kriminellen Vereinigung ist deren auf Dauer angelegtes Begehen von Straftaten in einem bestimmten Umfang.
Bewiesen wurde seitens kommunaler US-Behörden (Grundbuchämter), dass die Deutsche Bank als Treuhänderin das Fälschen von Urkunden durch sogenannte “Robo-Writer” vorteilhaft für sich nutzen konnte, wobei der Verdacht der Veranlassung der Fälschungen durch die DB in betrügerischer Absicht nahe liegt.
“Robo-Writer” sind konsultierbare Firmen, deren Angestellte in Akkordarbeit Urkunden (hier über angeblich stattgefundene Abtretungen) fälschen.
Die gefälschten Dokumente dienten dem Beleg von nicht stattgefunden Zessionen an die Deutsche Bank über durch Hypotheken gesicherte Rückzahlungsforderungen aus Krediten.
Fälschungshandlungen waren vorliegend das Abzeichnen mit Unterschriften nicht existenter Filialleiter, deren Kreditinstitute entsprechende Forderungen an die DB abgetreten haben sollen. Zusätzlich wurden notarielle Beglaubigungen über die “Echtheit” der Dokumente gefälscht.
So gilt das Grundbuch von Los Angeles als erheblich kontaminiert mit in Wirklichkeit nicht der DB zustehenden Verwertungsrechten an den Grundstücken vieler Einwohner.
Auf Grund dieser Hyphotheken (Verwertungsrecht an der belasteten Immobilie) wurde gegen viele US-Amerikaner (auch gegen zahlungsfähige) die Zwangsvollstreckung betrieben und die Immobilienkrise erheblich ausgeweitet.
Sollte bewiesen werden, dass die DB entsprechende Fälschungen und betrügerische Handlungen im großen Stil auch veranlasst hat (welches nahe liegt), ist sie als eine kriminelle Organisation anzusehen und darf auch als solche bezeichnet werden.