…. und zeigen ihre Ausbeutermentalität jetzt offen, wenn es stimmt, was Monitor da berichtet:
http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2012/0202/werkvertraege.
Kaum ist die Leiharbeit durch das neue Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) zumindest etwas besser reguliert und damit für Unternehmen weniger lukrativ, da kommen Arbeitsgeber schon mit dem nächsten Billiglohn-Modell um die Ecke: Werkverträge. Sie versprechen Profit, denn teure Stammarbeitsplätze werden überflüssig, stattdessen kommt der Billigarbeiter. Von der Klassengesellschaft unter den Arbeitnehmern ganz zu schweigen. Die “Vorzüge” von Werkverträgen werden inzwischen sogar an deutschen Universitäten wissenschaftlich und fundiert propagiert, wie ein Beispiel aus Bayern zeigt.
Ein Problem sei, dass “Deutschland – anders als die meisten europäischen Länder – keine Kriterien zur Abgrenzung von Leiharbeit und Werkverträgen festgelegt hat. … Da die Abgrenzung zwischen korrektem und missbräuchlichem Werkvertrag so kompliziert ist, steht jedoch auch die Gewerkschaft mit Lösungsvorschlägen erst am Anfang.”
Mein Gott, wenn die meisten europäischen Länder das hinkriegen, warum soll das für deutsche Gewerkschaften so schwierig sein. Mit kaum besseren Argumenten könnten auch Arbeitgeber, welch Realität verzerrendes Unwort, solche Reglungen hinauszögern!
Hinweise und Texte habe ich einem Beitrag von Margareth Gorges auf facebook entnommen.
Zum Thema:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,813388,00.html
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/lebensmittelhandel-weniger-brutto-bei-netto/6157182.html
Der Schriftsteller Horst Bosetzky im Gespräch mit Joachim Scholl
Über dreißig Jahre war er ein ordentlicher Professor der Soziologie, und lange Zeit wusste niemand, dass sich hinter Horst Bosetzky einer der erfolgreichsten deutschen Krimi-Autoren verbarg. Unter dem Kürzel „-ky“ erschienen mehr als dreißig Romane, viele wurden verfilmt.
Horst Bosetzky veröffentlichte 2011 einen Roman über den Industriellen Borsig:
Der König vom Feuerland: August Borsigs Aufstieg in Berlin
Im Gespräch heute erwähnte Bosetzky, dass Borsig ein sozialer Arbeitgeber war, der etwas für seine Arbeiter getan hat, das heißt, er verstand es, sie zu integrieren, sie menschlich zu behandeln
Wenn man sich mit Literatur und Theater beschäftigt, kann man lernen, dass die Ausgrenzung, die Herabsetzung und Demütigung auf Dauer immer zu Gewaltakten führt
In der Orestie des Aischylos werden die Rache”göttinnen”, die Orest jagen, von Pallas Athene im Stadtstaat Athen aufgenommen und dort mit konstruktiven Aufgaben betraut. Die Erynnien wandeln sich in Eumeniden.
Was die ALTEN in der ANTIKE bereits wussten, ist dies: Ausgrenzung aktiviert zerstörerische Kräfte. Integratives Handeln, durch das der andere ebenfalls zu seinem Recht kommt, verhindert die Kumulation eines Aggressions- und Zerstörungspotentials.
Leute wie Borsig wussten das, ebenfalls die Gründer der Zeiss-Werke in Jena. Ein Onkel von mir wohnte in Jena in einer wunderschönen Betriebswohnung der Carl-Zeiss-Werke.
Der heutige Unternehmer und Arbeitgeber denkt in der Regel zu kurz, hat nur den eigenen profitablen Vorteil vor Augen. Er ist von der allgemeinen, globalen Tendenz der Dehumanisierung verblendet, was in meines Erachtens für Dummheit spricht, einer Dummheit, die permanent Kräfte der Zerstörung heraufbeschwört. Und von solchen potentiellen Gewalttätern lassen wir uns regieren.
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Dazu passt auch: Spon – IBM schafft den Miet-Jobber
Auch dieser Beitrag passt: Weniger Brutto von Netto
Das ist der unweigerliche Weg, den die Zukunft beschreiten wird. Schon heute gibt es viele kleine Unternehmen, die lediglich aus einem festen Management-Team bestehen, und ansonsten nur noch über extern Beschäftigte an der operativen Basis betrieben werden. Im Management wird das viele Geld ausgegeben, an der Basis wird’s verdient. Leider verdient die Basis immer weniger, weil sich das Management den überwiegenden Anteil krallt – verdienter Weise, wie manche Manager fälschlicherweise meinen. Das Arbeitsmodell finde ich gut, die asymetrische Verteilung der Endkundengelder hingegen finde ich ungerecht.
Was genau findest Du an dem Arbeitsmodell gut? Was passierte, wenn aus den Werksverträgen nach und nach Dienstleistungsverträge würden?
Ich kenne so schon genügend Arbeitsnomaden, die eigentlich nur in Hotels und Pensionen leben. Ich weiß ja nicht, wie Du so lebst, aber andere hätten gerne einen Partner und Kinder und dafür wäre eine Mindestplanungssicherheit doch ganz nett.
Mir gefällt es, eine Mindestplanungssicherheit selbst zu behalten und nicht anderen zu überlassen. Ich finde es gut, das jemand wie ich solch ein Arbeitsmodell nutzen kann. Eher abraten würde ich Leuten, die mit Partner und Kind an einem festen Ort gebunden sind. Abraten würde ich auch, wenn der verlangte Preis niemand bereit ist zu zahlen. Ich habe mich nach vielen Jahren festehender Arbeitsverhältnisse dazu entschieden. Das Beste was ich in diesem Slapstick hier machen kann. Aber wie schon erwähnt: Nicht für alle gleichermaßen geeignet.
@Die Katze aus dem Sack
Wenn das was IBM plant um sich greift, dann sind wir wieder beim ungeregeltem Tagelöhner- Unwesen. Wie IBM allerdings die Qualität der Mitarbeit sicherstellen will ist für mich nicht klar.
Ich denke das bereits jetzt viele Arbeitgeber feststellen, dass bei schlechter Bezahlung und fehlender Planungssicherheit, die “Leistung” der Mitarbeiter deutlich sinkt. Leider noch nicht ausreichend, aber der Niedriglöhner ist ja lernfähig, das wird sich ausbauen!
Und die Idee das Risiko des Unternehmers zu 100% auf den Rücken des Arbeitnehmers abzuwälzen, ist zwar schön liberal, kann aber nur nach dem Verzehr von in der BRD verbotenden Substanzen entstehen.
Und von der Binnenwirtschaft wollen wir gar nicht reden…
Die Geschichte mit dem Tagelöhner ist absolut zutreffend, jetzt müssen diese, mit Hilfe der Gesellschaft dann nur noch durchsetzen, daß sie ihren Verdienst, je Tag auch direkt ( bar auf die Kralle ) ausgezahlt kriegen !
Wetten, daß es auf einmal ganz wenige ” TAGELÖHNER ” bei den Arbeitgebern
gibt ?
Man sollte dieses, von mir angestoßene ” Modell ” dann auch gleich auf die Zeitarbeits – Branche ausdehnen, vermutlich braucht man dann plötzlich DIESE
” Vermittler ” dann plötzlich nicht mehr, weil sofort bezahlte ” Sklavenarbeit ”
keine Vermittlung mehr benötigt……. ach Gott und die armen Arbeitsämter
dann, so viele Stühle für die dann Wartenden ach ne, die heißen ja jetzt “KUNDEN” haben die doch gar nicht… und der Stress dann erst mit den dann
nicht mehr nötigen Bank – Konten ? Ach, die heißen ja jetzt Fehl – Job-Center.
Na ja, vielleicht fallen mir ja noch so ein paar Gemeinheiten ein !!???
mal ein praktischer vorschlag, wie man der abzockerbande das leben etwas schwerer machen könnte.
Ob nicht irgendwie eine Endzeitstimmung bei den Arbeitgebern herrscht?
Gut, die Arbeiter möglichst umsonst arbeiten zu lassen, entspricht dem gängigen neoliberalen System.
Aber so kann das doch auf die Dauer nicht funktionieren.
Wie viele Menschen leben jetzt schon an der Armutsgrenze?
Da ist nichts mit maßlosem Konsum, das heist aber auch, das allseitig gepriesene Wachstum fällt aus.
Sich privat ein Haus zu bauen, wird immer mehr zum Risiko.
Und von der Rente ist dann auch kein menschenwürdiges Leben mehr möglich.
Für mich sind das die letzten Zuckungen des Kapitalismus, hoffentlich!!!!!
Solange der sdddaH (strunzdoofdämlichedeutscheArbeitshamster)…nein ich habe für diese Spezies nicht mehr viel übrig – wegen der Nachfragen -, nicht begreift das der sog. Arbeitgeber, der Unternehmer, ooooohhh der Investor, keine “Arbeitsplätze” schafft, sondern nur soviel Arbeit an andere auslagert wie erforderlich ist um den Gewinn zu maximieren, mindestens jedoch zu halten, solange geht das das Schei..spiel weiter, mit allen üblen Folgen.
Es war wohl der kapitalste Fehler der Marx unterlief dass es die Proletarier zu einem Bewustsein bringen würden den Kapitalismus zu überwinden.
Der Ossi wollte Bananen fressen und Auto fahrn…, die Träume der Veränderer waren schnell erledigt, leider, Potential war da, aber Banane schmeckt besser…
nicht nur der deutsche arbeitshamster ist strunzendoof. dieses phänomen ist leider weltweit verbreitet. ansonsten gäbs nicht die emigrantenströme in anscheinend noch intakte ausbeuterwelten.
Wir sollten abwarten, wie sich diese Geschichte entwickeln wird: FR-Online – Mit der Deutschen Bank auf den Tod wetten
Im Moment wehrt sich jedenfalls noch alles in mir, das so hinzunehmen.
Heute erinnerte ich mich an ein Sci-Fi Hörspiel, das ich mit 14-15 Jahren im Radio gehört hatte. In der dort beschiebenen Dystopie hatte jede Wohnung einen Computer, mit dessen Hilfe jeder täglich nach dem Aufstehen auf seine mentale Verfassung und die sich daraus ergebenden Fähigkeiten überprüft wurde. Das Ergebnis führte dann unmittelbar zu der Zuteilung zu einer Arbeitsstelle.
Das folgende Zitat macht langsam immer mehr Sinn für mich: I made it to 2012 and all I got from the SciFi books of my youth was the lousy dystopian government.
(Unbekannter Verfasser)
Die Säcke haben einfach “Schöne neue Welt” und “1984″ als Anleitungen benutzt.
Ich habe über 20 Jahre als Tagelöhner gearbeitet und dabei ganz gut verdient da ich steuerfrei gearbeitet habe. Ich war frei und habe mich um keine Gesetze gekümmert. Ich habe zwar überwiegend auf dem Bau und als Möbelträger gearbeitet konnte mir aber meine Arbeitgeber aussuchen. Ich würde nie für einen festen Arbeitsplatz tauschen. Um mich für Sicherheit zu versklaven war ich mir zu schade. Ich konnte Sachwerte anschaffen und lebe jetzt besser als die meisten Fabrikrentner. Und vor allen Dingen bin ich trotz meinem Alter noch gesund weil ich nicht wegen jedem Muckenschiss zum Arzt renne. Die ersparte Krankenversicherung ist jetzt gut in den Ziegelsteinen für mein selbstgebautes Haus angelegt. Das konnte ich schuldenfrei durchziehen.
Nun zeigt mich mal an wegen Schwarzarbeit. Lohnsteuer ist Sklavensteuer. Und damit hat es sich.
Was für ein ulkiges herumgeeiere um einen Arbeitsplatz. Etwas perverseres kann es wohl nicht mehr geben.
“Der vierte Weg”, daß ich nicht lache. Abgesehen davon, daß deine egomane und antisoziale Einstellung exakt dem entspricht, was auch einen kaum Steuern zahlenden Konzern auszeichnet, könntest Du einfach dem “Schicksal” dankbar sein, daß Du z.B. nicht krank wurdest. Ich wundere mich immer wieder, wie man altern kann, ohne auch nur irgendetwas zu kapieren. Aber das Gelebte dann noch zur allgemeingültigen Handlungsanweisung hochzustilisieren, erreicht bereits gutes Witzniveau.
R@iner wo soll denn das noch hinführen.
Spätestens jetzt ist es doch Zeit das alle privaten Sparer ihr Geld von dort abziehen.
Kann man das nicht irgenwie in den Griff bekommen.
Zumindest sollte der Link in allen Blogs verbreitet werden.
@ R@iner
Ja danke für den Hinweis,ich bin erstmal kot… gegangen. Eigentlich bin ich sprachlos, obwohl die Spekulation mit Lebensmitteln ist ja auch krank. Aber ich habe immer noch genug Reis auf dem Teller.
Wie soll man solchen Abschaum nennen? Krank, pervers, außerhalb der menschlichen Gemeinschaft stehend?
Das kann man ja noch nicht einmal mehr Verbrechen nennen, selbst das ist zu schwach.
Wir “Normal- Bevölkerung” scheinen für diese Hanseln nur virtuelle Spielfiguren zu sein. Es wird Zeit Sie zu treffen!
Zu Unternehmern wie Borsig, Krupp, Thyssen, Siemens etc. muss man sagen das es ihr Unternehmen war. Die “Top- Managa” sind nur “Leiharbeiter”, deren eigenes Interesse immer im Vordergrund steht. Das heißt kurzfristige Rendite um den Sharholder zu beglücken und ordentlich Gehalt, Boni und Aktienobligationen einzustreichen. Ob das Unternehmen in 3, 5 oder 15 Jahren noch existiert ist diesen Wanderarbeitern gleichgültig. Und da Sie untereinander gut vernetzt sind, wird keiner arbeitslos. Das ist organisierte Kriminalität.
Die geplante Entwickelung eines Unternehmen ist obsolet, dafür sind die Märkte zu schnell.
Habe unlängst in einem Vortrag gehört, daß wir in Zukunft ein Beschäftigungsverhältnis von 20 zu 80 bekommen werden, dh. 20% die eine Arbeitsstelle haben und 80% die keine Stelle haben. Man muß sich fragen ob das Leben überhaupt noch lebenswert sein wird, H4 = zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel. An eine Familienplanung mit Eigenheim nicht zu denken.
Es ist nicht die Frage ob genug Geld da ist, die Frage lautet:
1. Kann die Gesellschaft all ihren Mitgliedern ein gutes Leben bieten? Weltweitet
lautet die Antwort: JA!!!
2. Will die Gesellschaft das überhaupt? Antwort…???
Geld ist längst obselet, mit Hühneraugen zudrücken geb ich dem Geld ne Hilfsfunktion bei der Güterverteilung.
Dieser ganze “demografische Mumpitz”, Müll, nur Müll. Die notwendigen Arbeiten müssen von denen geleistet werden die da sind. Dazu unsere überragenden Möglichkeiten in Technologie, eine nie dagewesene Produktivität, selbst unter schwierigsten Bedingungen müsste niemand hungern und frieren.
Die tolle Idee eines “Mehrgenerationenhauses”, ich könnt mich wegschmeissen, 170.000 Jahre lang war das Normalität, letzt muss es neu erfunden werden,…,
hauptsache es “verdient” jemand dran…
Muß es Menschen geben denen millarden gehören.
So viel kann keiner verdienen.
Und Arbeit währe für jeden da.
Blos die Gesellschaft braucht die Arbeitslosen, die wurden auch extra geschaffen um das System zu optimieren.
Wer sagt denn das man den halben Tag arbeiten muß, das ließe sich auch anders einteilen.
Eine gerechte Gesellschaft und Kapitalismus wird es aber bestimmt nicht geben.