Wohl dem Land, das keine Helden nötig hat. (Bert Brecht)

We Don’t Need Another Hero (Tina Turner) Mit dem Song-Text und Niveawerbung

Die folgende PDF-Datei habe ich auf der Seite des Verfassungsschutzes Brandenburg gefunden und fand sie bemerkenswert.


>>Datum und Bedeutung des „Volkstrauertages“ und des „Heldengedenktages“

Totengedenkfeiern fanden bis zur Zeit der Weimarer Republik traditionell am Totensonntag im November statt. Nach dem Ersten Weltkrieg aber bemühten sich der Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK, gegründet 1919), einige Parteien, Kirchen sowie andere Personen und Institutionen um die Einführung eines nationalen Trauertages zum Gedenken an die Gefallenen des Krieges. Der VDK verwirklichte dieses Anliegen im Jahr 1922 erstmals mit einer zentralen Gedenkveranstaltung unter der Bezeichnung „Volkstrauertag,“ ab 1926 wurde der Volkstrauertag am Sonntag Reminiscere (5. Sonntag vor Ostern) begangen.

Zum gesetzlichen Feiertag wurde der nationale Trauertag aber erst 1934 während der NS-Herrschaft erklärt, unter dem Titel „Heldengedenktag“; der Termin blieb zunächst der Sonntag Reminiscere. Am „Heldengedenktag“ wurde indes nicht nur der Toten des Ersten Weltkrieges gedacht, sondern auch der sogenannten „Gefallenen der Bewegung“, d.h. derjenigen Parteigänger der NSDAP, die bei dem Putschversuch am 9.11.1923 ums Leben gekommen waren.

Im Jahr 1939 ordnete Hitler an, den „Heldengedenktag“ auf den 16. März zu verlegen, den Tag der Wiedereinführung der Wehrpflicht 1935, wenn dieser Tag auf einen Sonntag fiel. Wenn nicht, sollte der „Heldengedenktag“ am Sonntag vor dem 16. März begangen werden. Damit gab man die letzte Bindung an den christlichen Kalender auf. Gleichzeitig wurde für die „Gefallenen der Bewegung“ ein eigener Gedenktag eingeführt, der 9. November.

In der Bundesrepublik Deutschland gibt es seit 1952 wieder einen Gedenktag unter der Bezeichnung Volkstrauertag. Er wird am vorletzten Sonntag vor dem ersten Advent als nationaler Trauertag zum Gedenken an die Gefallenen beider Weltkriege und die Opfer des Nationalsozialismus begangen. Die Bezeichnungen „Heldengedenktag“ und „Heldengedenken“ wurden von den Nationalsozialisten eingeführt und ausschließlich von Ihnen verwendet.<<

Zum kompletten Text:

http://www.verfassungsschutz.brandenburg.de/sixcms/media.php/4055/die

Siehe zu De Maiz-zi-ehres Idee, an eine alte Tradition wieder anzuknüpfen auch den Beitrag auf Jacob Jungs Blog

http://jacobjung.wordpress.com/2012/02/16/de-maiziere-will-„heldengedenktag-einfuhren/

Siehe auch Heldenplatz von Thomas Bernhard

Deutschland wird von gemeingefährlichen Irren regiert.

Weiter mit einem Podcast zu Hannah Arendts Hauptwerk.

Es ist ein in jeder Hinsicht ungewöhnliches Buch: «Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft» über Antisemitismus und Terrorherrschaft machte in den 1950er Jahren die politische Philosophin weltberühmt. Heute ist es längst ein Standardwerk der Totalitarismusforschung. Die Jüdin Arendt untersucht auf tausend Seiten die historische Entstehung und die gemeinsamen politischen Merkmale des Nationalsozialismus und des Stalinismus. Die unvergessene Denkerin und Humanistin versuchte im amerikanischen Exil, den Terror der Nazis und Stalinisten zu verstehen, ohne deren Taten zu relativieren. Die Publizistin Marie Luise Knott ist eine ausgewiesene Spezialistin für die Erkenntniswege Arendts und dafür, wie wir als Leser heute selbst ins Denken der anschaulichen Theoretikerin verwickelt werden.
Dieser kostenlose Download ist eine Audio-Datei aus der Serie des Podcast-Angebotes DRS 2 – Reflexe.