Die geplante Milliardenhilfe für Spanien für die Banken sorgt weltweit für steigende Aktienkurse. Der Dax startet mit einem Plus von 2,4 Prozent in die Woche, auch die asiatischen Börsen notieren deutlich im Plus. Finanzminister Schäuble kündigt eine strenge Kontrolle der spanischen Reformen an.

Und niemand, der, und sei es aus Verzweiflung, in schallendes Gelächter ausbricht. Es ist schon irre, mit welcher Unterwürfigkeit der QualitätsJournalismus hier operiert. Die wievielte “Rettung” ist das jetzt eigentlich? Hat irgend wer mitgezählt? Glaubt noch irgend einer an den Erfolg solcher Missionen? Spannend allein bleibt die Frage, ob Merkel sich bis zur nächsten Wahl durchstottern kann oder ob ihr Fallissement vorher erklärt wird.

Siehe:

Kritik und Kunst

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Alles Banane

„Spanien ist nicht Uganda“

So viel Geographie muss sein. Hätten Sie’s gewusst? Klar, spätestens seit IMF-Lagarde die hungernden Kinder im afrikanischen Niger an ihre Brust gedrückt und von selbiger die hungernden Kinder in Griechenland verstoßen hat.
Jetzt also Spanien, das sich als nicht-afrikanisches Land outet. Gilt auch im Umkehrschluss: Womöglich sind die Afrikaner seit diesem Wochenende ganz froh, dass Uganda nicht Spanien ist.
Jedenfalls, die Tageszeitung El Mundo wartet mit dem spanischen Uganda-Knaller auf: Unmittelbar vor den Verhandlungen zur „Bankenrettung“ (psst!, darf man keinesfalls so nennen, auch wenn der Kaiser nackig dasteht) am Wochenende hat Ministerpräsident Rajoy seinem Finanzminister Guindos per Mobiltelefon eine Textnachricht geschickt des Inhalts: Stark bleiben! Na gut, hat er so nicht getextet, aber fast:

„Halte durch, wir sind die vierte Macht in der Eurozone. Spanien ist nicht Uganda.“

Auf gut deutsch: Wir sind nicht irgendwer und schon gar keine vom IMF gebüttelte und gebeutelte Dritte-Welt-Bananenrepublik, selbst wenn’s bei uns Bananen gibt, aber kein Geld.
Mehr gibt es hier: