Damit der Handel mit Organen nicht mehr kriminell ist, wie jetzt an der Uni-Klinik Göttingen, sollte man Leber, Niere, Herz und Lunge et al meistbietend über das Internet versteigern. Nur so wird öffentlich und damit deutlich, dass derjenige, der auf das knappe Gut Organ bieten kann, bis sich die Balken biegen, auch genug Kohle hat, um eine Chance auf Weiterleben zu erhalten. Und so mancher Arzt, der Zugriff auf Organe hat, wird so bald zum Multimillionär werden.

Das als öffentlicher Vorgang wäre einer der Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit verpflichteten Gesellschaft angemessen. Wahrhaftigkeit bekäme so eine neu8e Bedeutung: Wahrhaftig ist, wer zugibt, dass er ein geldgeiler Lump ist – und sich auch dafür noch feiern lässt.

Die folgende Sendung auf Deutschlandfunk ist einem veralteten Ethik-Verständnis verhaftet. Weg damit!

Organspende-Skandal: Ruf nach strengeren Kontrollen

Mitglied des Ethik-Rates fordert Vier-Augen-Prinzip

Durch die Vorwürfe gegen Ärzte im Zusammenhang mit Transplantationen leidet das Vertrauen in die Organspende. Gefordert werden nun harte Strafen und strengere Kontrollen. Ärzte an der Göttinger Uniklinik sollen Akten gefälscht haben, damit Patienten schneller Spenderorgane bekamen.

Gibt es etwas Schöneres als eine durch und durch korrupte Gesellschaft? Jeder Arzt kann stolz sein, wenn er als Privatdozent an der Uni-Klinik Göttingen arbeiten darf.