„Menschen ohne Geist gleichen dem Unkraut, das am besten auf fruchtbarem Boden gedeiht und wollen umso mehr unterhalten sein, als sie selbst dazu außerstande sind. Die intensive Langeweile, der sie zum Opfer fallen, zusammen mit ihrem Bedürfnis, ständig sich selbst zu entfliehen, bringt jenes leidenschaftliche Verlangen nach Bewegung, die Notwendigkeit, immer da zu sein, wo sie nicht sind, hervor…“

(Balzac, der Vikar)

„Ein Wille der nichts beschließt, ist kein wirklicher Wille; der Charakterlose kommt nie zum Beschließen. Der Grund des Zauderns kann auch in einer Zärtlichkeit des Gemüts liegen, welches weiß, dass im Bestimmen es sich mit der Endlichkeit einlässt, sich eine Schranke setzt und die Unendlichkeit aufgibt: Es will aber nicht der Totalität entsagen, die es beabsichtigt. Ein solches Gemüt ist ein totes, wenn es auch ein Schönes sein will. Wer Großes will, sagt Goethe, muss sich beschränken können. Durch das Beschließen allein tritt der Mensch in die Wirklichkeit, wie sauer es ihm auch wird, denn die Trägheit will aus dem Brüten in sich nicht herausgehen, in der sie sich eine allgemeine Möglichkeit beibehält.“

(Hegel, Grundlinien der Philosophie des Rechts, § 13, Zusatz)