… sie wissen schon, die mit den kurzen haaren und dem kantigen gesicht, ihren namen habe ich bereits vergessen, sagte gestern im zdf mit bezug auf edathy und die nackten knaben, man müsse künftig genauer und strenger definieren, wo ein nacktfoto aufhört und eine pornografische darstellung anfängt. so könne man auch besser bestimmen, was gezeigt werden darf und was nicht.

ich will mich ja nicht überheben, aber ich fand diese rein nach außen gerichtete sicht doch allzu simpel. denn was man nicht kontrollieren kann, ist das, was jemand sieht.

mir fiel dieser alter witz vom psychiater und vom patienten ein. der psychiater zeigt dem mann, der ihm gegenüber sitzt, fotos von bäumen und fragt ihn, was sehen sie hier und hier und hier?

der patient beschreibt jedesmal eine andere pornografische szene. der psychiater sagt zu ihm: „sie haben aber eine schmutzige phantasie.“

der patient darauf hin: „na ja, wenn sie mir solche schmutzigen bilder zeigen.“

das vorstellungsvermögen kann man nicht kontrollieren.

ps.: möglicherweise ging es bei diesem witz gar nicht um bäume, sondern um diese rorschachtest-bilder.

ps.2: die staatsanwaltschaft fand anläßlich einer weiteren hausdurchsuchung bei edathy ein exemplar von nabokovs lolita. die grünenpolitikerin meinte dazu, man müsse wohl in zukunft auch solche bücher verbieten. das gleiche gelte für die kunst. mit boticellis venus wolle man anfangen.