altautonomer kommentiert:

Jochen Hoff von duckhome argumentiert, anders, als der Lindwurm, dass das Verbot der Sterbehilfe kapitalistische Vorteile habe und deshalb angeblich kein Interesse an der Legalisierung der Sterbehilfe bestünde:

“Die Leute an den Maschinen sind ja bares Geld für die Ärzteschaft und die Klinikbetreiber. Genauso die chronisch Kranken, die Schmerzpatienten und vor allem die Krebspatienten. Sichere Einnahmquellen, die man bis zu letzten Sekunde ausbeuten will. Wirtschaftlich völlig verständlich. Außerdem steht dahinter noch eine ganze Pharma- und Zubehörindustrie mit vielen Arbeitsplätzen.”

Es sind aber nicht die Individuen (“Leute”), die ausgebeutet werden, sondern die Kostenträger GKV und PKV, Pflege- und Rentenversicherungen, die wiederum duch die erwerebstätigen und selbständigen “Leistungsträger” finanziert werden. Daher bedarf es der gesellschaflichen Akzeptanz, eines Konsenses dieser zahlenden Mitglieder, wenn zur Stabilisierung der Beiträge und Prämien die Budgets der Kostenträger möglichst stabil bleiben und nicht durch “rausgeworfenes Geld” explodieren.

Der Lindwurm

Ich bin ein Gegner der Euthanasie, der euphemistisch „Sterbehilfe“ genannten Ermordung kranker Menschen, und ich habe schon mehr als einmal deutlich argumentiert, warum ich das bin. Mit so einer Haltung steht man rasch alleine da in einer Gesellschaft, in der es bis weit hinein in linke, liberale und grüne Zusammenhänge als schick und progressiv gilt, für ein „selbstbestimmtes Sterben“ einzutreten, als wäre der Tod bloß eine weitere Entscheidung unter vielen, so wie die zwischen Apple und PC oder Dachgeschosswohnung in Citylage und Einfamilienhaus am Land. Befürworterinnen des legalisierten Mordens beteuern natürlich stets, sie hätten allein die reine Gnade und Liebe für Menschen, die an unerträglichen Schmerzen leiden, im Sinn, nie böse ökonomische Hintergedanken. Und man brauche bloß ganz doll strenge Regelungen treffen, damit kein Missbrauch geschähe. So wie in den Niederlanden, dem Utopia der Ahnderlvergifter. Ganz streng sei dort das legale Umbringen geregelt, hörte man. Dann ließen die Niederländer…

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