K. erhält ergänzende Grundsicherung, K. ist 75 Jahre alt. Er leidet unter Schlafstörungen, muss den in der Nacht entgangenen Schlaf am Vormittag nachholen. Tut er das nicht, muss er damit rechnen, irgendwo unterwegs zu kollabieren. Um dem zu entgehen, fragt er den Sachbearbeiter vom Amt, ob er nachmittags einmal vorsprechen könnte. Der Sachbearbeiter antwortet ihm, das ginge nur in begründeten Ausnahmefällen. Wenn K. ihm nun seinen Wunsch nach einem Nachmittagstermin begründen wollte, müsste er medizinisch argumentieren. Um seine Gründe aber beweisen zu können, reicht ein Attest seines Hausarztes nicht, er müsste zweierlei tun: Erstens dem Amt erlauben, Einsicht in seine gesamten Krankenunterlagen zu nehmen – und dann müsste K. noch in der Früh zum Amtsarzt, vermutlich müsste er noch umfangreiche Untersuchungen über sich ergehen lassen, wobei gänzlich unsicher ist, ob er dann als begründeter Ausnahmefall anerkannt wird.