Ich entdeckte gerade, dass der folgende Film über Arm und Reich, genauer über die Reichen, immer noch in der Mediathek des ZDF verfügbar ist. Ziemlich am Anfang sinniert ein Lehrer eines Internats über faire Verteilung: Seit agnostisches Fazit: „Was ist schon fair?“

Ich kenne diese Art der Argumentation eher aus dem Studium – im Umgang mit den Philosophen: Mahnt man Anschauung an, die Verbindung der Begriffe mit ihrem materiellen Substrat (Begriffe sollten einen sinnlich erfahrbaren Inhalt haben), schmettern sie ein derartiges Desiderat mit dem Hinweis ab, ja, aber die sinnliche Wahrnehmung kann täuschen.

Leute, die zu sinnlicher Wahrnehmung nicht sonderlich begabt sind, verteidigen ihre Schwäche, indem sie den Wert des Sinnlichen grundsätzlich verneinen. Und so ähnlich verhält es sich mit dem Argument des Lehrers im Internat: Er bricht das Denken ab, denn würde er weiterdenken, würde er dem Verhältnis von fair und unfair auf den Grund gehen, müsste er zu einer Selbstkritik der Privilegierten kommen oder er müsste vermutlich das System, das solche Ungleichheit (Ungerechtigkeiten) hervorbringt, ablehnen.

Hier geht es zum Film beim ZDF:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/#/beitrag/video/1864158/Wie-geteilt-ist-Deutschland

Vielleicht auch passend zum Thema „Geeintes Deutschland“.

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