Lange ein Tabuthema, wurde »Armut« durch Hartz IV schlagartig zu einem Topthema deutscher Massenmedien

Von Christoph Butterwegge
Armut hat einen tiefgreifenden Funktionswandel erfahren: Die Furcht aller Besitzenden vor den »gefährlichen Klassen« ist umgeschlagen in deren bloße Verachtung und mediale Verleumdung.
Ohne ein positives Echo der Massenmedien wären die sogenannten Hartz-Reformen, vor allem das am 1. Januar 2005 in Kraft getretene und als »Hartz IV« bekannte Vierte Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt, vermutlich nicht durchsetzbar gewesen. Man kann es der Entwicklungsdialektik zuschreiben, dass mit Hartz IV vor zehn Jahren auch die soziale Frage in den Mediendiskurs zurückgekehrt ist. Vor allem die Armut von Kindern spielt seither in Rundfunk und Fernsehen ebenso wie in den Printmedien eine viel größere Rolle als zuvor.

Mehr hier:

http://www.neues-deutschland.de/artikel/952482.klischee-und-entrechtung.html

Siehe auch hier:

http://www.nachdenkseiten.de/?p=23972#more-23972

Dass sich heute Beiträge in mehreren Publikationen von Christoph Butterwegge finden, verdankt sich vermutlich der Tatsache, dass

>>heute (…) Butterwegges neues Buch „Hartz IV und die Folgen“ erscheint. „Auf dem Weg in eine andere Republik?“ (290 Seiten; 16,95 Euro) bei Beltz Juventa.
Das Vierte Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt trat am 1. Januar 2005 in Kraft und wird demnächst 10 Jahre alt.“

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