Mich würde interessieren, wie ihr diesen Artikel seht:

Er stammt von Robert Pfaller und findet sich in den Salzburger Nachrichten

>>Die Politik verzichtet darauf, das Spiel der großen Player zu regeln. Die Bürger müssen sich wie Unmündige behandeln lassen.

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Da werden durch eine Finanzkrise, die durch schwerwiegende Fehleinschätzungen neoliberaler Wirtschaftstheoretiker sowie der mit ihnen kollaborierenden Politiker verursacht wurde, in Europa Millionen Menschen arbeitslos, verlieren ihre Wohnungen, wenn nicht ihre gesamten Zukunftsperspektiven.

Und was tut die europäische Politik daraufhin? Tut sie alles, um diese Entwicklungen zu stoppen? Besinnt sie sich nun ihrer eigenen Machtmittel? Produziert sie etwa durch internationale Abkommen neue Mechanismen, um solchen Schäden in Zukunft zuvorzukommen und die bestehenden zu reparieren? Denkt sie vielleicht sogar einmal fantasievoll darüber nach, welche Möglichkeiten Politik besitzt, um sich nicht dauernd vor der „Nervosität der Märkte“ zu ängstigen, sondern umgekehrt einmal wieder „den Märkten“ (beziehungsweise deren Profiteuren) ein bisschen Angst zu machen, sofern diese keine andere Sprache verstehen? – Nein. Nichts von alledem. Stattdessen hat diese Politik nichts Dringenderes zu tun, als den Bürgerinnen und Bürgern – übrigens durchweg erwachsenen Menschen – etwa mit ekligen Abbildungen von nikotingeschädigten Lungen auf den Zigarettenpackungen mitzuteilen, dass Rauchen schädlich ist.<<

Zum vollständigen Essay geht es hier:

http://www.salzburg.com/nachrichten/meinung/debatte/sn/artikel/im-grossen-fahrlaessig-im-kleinen-penetrant-132973/

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