Sie wurden mittlerweile erschossen. Als ich das erste Mal von dem Massaker bei Charlie Hebdon hörte, war mein erster Gedanke, dass man die Mörder ebenfalls töten würde, denn das wäre konsequenter Teil der Teil der Inszenierung. Mit den Mördern sind auch die Kronzeugen tot.

Ein Kommentar von Franzobel auf facebook:

>>Es ist eine sonderbare Crux, dass die Terroristen den Idealen der Rechten in die Hände spielen.
Alle Kulturschaffenden in Dt und Ö reden davon, jetzt keinen Millimeter zurückzuweichen, Flagge zu bekennen, nicht feig zu sein, etc. Aber für die tatsächlich Betroffenen ist das halt doch nicht so einfach. Sie haben Angst und das ist nur verständlich. Sein FB-Profilbild auf „Je suis Charlie“ zu ändern, mag ja ein schönes Zeichen für Solidarität sein, aber mutig ist es noch nicht. Interessant wäre es zu wissen, was jetzt in manchen Redaktionen los ist, wie viele Veranstalter sich winden, um einen Houellebecq oder Rushdie wieder auszuladen, Lesungen oder Kabarettabende abzusagen. In England hat sich keine einzige Tageszeitung getraut, eine Charlie Hebdo Zeichnung auf der Titelseite zu bringen, nur nicht unnötig provozieren, sich nur nicht selbst in den Focus stellen … aber genau damit haben die Terroristen schon etwas zu viel erreicht. Sie haben uns die Bewegungsfreiheit genommen, dank der Terroristen werden wir überwacht und müssen wir uns ständig durchsuchen lassen und ausweisen, jetzt aber geht es um die Freiheit der Kunst, um Bürgerrechte und die Ideale der Aufklärung. Wenn wir auch diesen Kampf verlieren, droht ein Absolutismus der Geisteslosigkeit, eine Regentschaft der Dummheit.<<

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