Hans Christian Ströbele:

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Die NATO ist voll in ihrem Element. Jahrzehnte hat das westliche Militärbündnis sich Schritt für Schritt fast unbemerkt bis zur russischen Grenze ausgedehnt und dort Raketen stationiert. Ihr Oberbefehlshaber US-General Breedlove hat jetzt auf der Münchener Sicherheitskonferenz die “militärische Option“ in der Ukraine nicht mehr ausgeschlossen. – Was mischt der Soldat sich überhaupt ein in die politische Diskussion! – Es ist ja nicht so, daß bisher die Regierung und die Streitkräfte der Ukraine vom Westen und auch den USA nicht unterstützt wurden. Dies geschieht im Wert von Hunderten Millionen Euro/Dollar. Und einer der ersten Besucher nach dem Sieg des Maidan in Kiew war der Chef des US-Geheimdienst CIA. Nun teilt der NATO-Oberbefehlshaber mit, es gehe zusätzlich um Lieferungen von Waffen wie etwa von Systemen zur Erkennung und Abwehr von Artilleriefeuer und unbemannte Drohen. Für moderne Waffensysteme und Waffen braucht es aber Ausbilder, die sich auskennen. Den Waffenlieferungen müßten also bald Soldaten folgen zunächst als Ausbilder. So war es in Vietnam, in Libyen und jetzt im Irak. Wenn die ersten US-Soldaten getötet werden, gibt es kein Halten mehr. Nein, jedes Drehen an der Schraube eines Krieges der Großmächte mitten in Europa, das immer noch vollgestopft mit Atomwaffen, ist von Übel.

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