γ>>Die Religiosität führt sich biologisch auf die langanhaltende Hilflosigkeit und Hilfsbedürftigkeit des kleinen Menschenkindes zurück, welches, wenn es später seine wirkliche Verlassenheit und Schwäche gegen die großen Mächte des Lebens erkannt hat, seine Lage ähnlich wie in der Kindheit empfindet und deren Trostlosigkeit durch die regressive Erneuerung der infantilen Schutzmächte.<<
Sigmund Freud (1856 – 1939)

 

Aber dann dies hier:

>>Armstrongs Grundthese ist: Die Welt wäre kein besserer Ort ohne Religion – wenn das denn überhaupt denkbar ist. Fast immer war die Gewalt in der Geschichte nicht religiös motiviert, sondern wurde bloß religiös überpinselt. Es ging immer um Macht und Anerkennung. Im Prozess der Zivilisation, des Fortschritts und der Bildung einer Kultur gab es in den Jahrtausende lang dominierenden Agrargesellschaften immer eine strukturelle Gewalt. Der Grund: Nur durch die Bildung einer ausbeutenden Elite waren für diese Gruppe Zeit und Ressourcen zur Entstehung von Kultur etc. da. Allerdings haben sich die Weltreligionen immer bemüht, diese Gewalt zu bändigen.<<

Siehe eine Rezension auf Deutschlandradio Kultur:

NEUES BUCH VON KAREN ARMSTRONG
Ohne Religion wäre die Welt nicht friedlicher
Von Philipp Gessler

Wer die christliche Religion ausschließlich negativ bewertet, hat keine Ahnung von ihren emanzipatorischen Momenten; wer das Christentum ausschließlich positiv bewertet, hat keine Ahnung vom Menschen.

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