Heute in der Früh hörte ich die Presseschau auf Deutschlandfunk. Über Tsipras und Varoufakis wird mit großer Mehr- und Überlegenheit so geredet, als seien das unreife, pubertäre Knaben. Es wird auch argumentiert. Unter anderem im Hinblick auf eventuelle Reparationsforderungen seitens Griechenlands.

Meine Meinung ist: Man darf auf Argumente seitens der neoliberalen Phalanx gar nicht eingehen. Das Grundmotiv ist, die linke Regierung fertigzumachen, sie zu schwächen, sie niederzudrücken, bis sie aufgibt oder zu Kreuze kriegt. Den Linken keine Chance. Darum geht es, um nichts anderes.

In der Presseschau war die Saarbrücker Zeitung die einzige, die vermittelnde bzw. kritische Töne anschlug, kritisch gegenüber der Bundesrepublik.

http://www.saarbruecker-zeitung.de/nachrichten/themen/Athen-Drohung-und-Bedrohung-Eurozone-Finanzierungen-Friedensvertraege-Jahr-1942-Kredite-Milliarden-Euro-Nationalsozialisten-Schulden;art2825,5662021

Jetzt, zirka 8 Stunden später, entdecke ich auf facebook einige Statements, die das meine bestätigen:

 – Schäuble & Co werden alles daran setzen, dass Syriza scheitert. Einer Nachfolgeregierung, die politisch genehm ist, werden sie dann tausend Spielräume und Erleichterungen einräumen. Es ging von Anfang an darum, Syriza K.O. zu schlagen. Eine Warnung für alle, die es vielleicht auch noch versuchen wollen.

–  „‚Wir sprechen immer sehr zivilisiert & konstruktiv‘, sagte der Athener Politiker. Zugleich betonte er: ‚Bei einem Treffen, das ich mit Herrn Schäuble hatte, sagte er mir, ich hätte das Vertrauen der deutschen Regierung verloren. Und ich sagte ihm: Ich hatte es nie, ich bin Mitglied einer Regierung der radikalen Linken.‘ Er halte es für offensichtlich, dass er nicht das Vertrauen der Bundesregierung besitze. ‚Aber ich habe das Vertrauen des griechischen Volkes.‘ Er bemühe sich aber auch, in Deutschland Vertrauen zu gewinnen.“ http://www.tagesschau.de/ausland/griechenland-425.html

–  Das europäische Establishment ist sich einig: Griechenlands linke Tsipras-Regierung muss scheitern. Wäre sie erfolgreich, würde das den Linksparteien in den Südstaaten Europas so großen Auftrieb geben, dass die Vormachtsstellung der etablierten Parteien beendet wäre, zumindest sehr ernsthaft gefährdet. Dies zu verhindern ist dieübergeordnete Strategie der Eurogruppe in den Verhandlungen mit der griechischen Regierung.

 

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