Sledgehammer:

Bevor ich mich nun definitiv in eine zeitlich begrenzte ‚Lesereise‘ schicke, möchte ich all jenen, die unser Wirtschaftssystem und dessen Regeln, Wirkungen und Hintergründe noch nicht durchdrungen haben und dies unterhaltsam, verständlich wie provokant admodum nachholen möchten, das Buch „Der Globale Minotaurus“ von Yanis Varoufakis nahelegen. Danach wird auch deutlich, warum die Kapitalkraken und ihre Handlanger den Mann, der zusammen mit Alexis Tsipras angeblich das Imperium herausfordert, auf degoutante Art und Weise zu diskreditieren suchen. …………………………………………………………………..

Antje Kunstmann Verlag:

Yanis Varoufakis Der globale Minotaurus Globalisierung, Gier und fehlende Bankenregulierung – sie alle wurden für die Krise der Weltwirtschaft verantwortlich gemacht. In Wahrheit sind dies nur Nebenschauplätze eines weit größeren Dramas. Eines Dramas, das in der Weltwirtschaftskrise von 1929 wurzelt und bereits seit den 1970-Jahren auf offener Bühne spielt: als die Welt wider besseres Wissen begann, mit ihrem Geld den “Globalen Minotaurus” Amerika zu nähren – so wie einst die Athener dem mythischen Fabeltier auf Kreta Tribute zollten. Heute erfüllen die USA ihre Rolle als Stabilisator der Weltwirtschaft nicht mehr und die Konsequenzen zeigen sich allerorten. Sie machen vor allem eines klar: Stabilität in der Weltwirtschaft ist nicht umsonst zu haben; sie erfordert historische Entscheidungen – wie nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Hegemonialstellung Amerikas begann. Statt hektischer Rettungsaktionen mit immer kürzerem Verfallsdatum ist eine grundlegende Debatte über Stabilitätspolitik, ist ein Neuanfang unvermeidlich.

9783888977541

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