Seht euch diese Seite an. Ist das Kai Diekmann? Ist er zu den Taliban übergelaufen?

http://meedia.de/2014/06/10/studien-trilogie-otto-brenner-stiftung-erkennt-bild-zeitung-den-journalismus-ab/

Gestern war übrigens ANTI-BILD-TAG

Rede von

Dr. Sabine Schiffer
vor dem Axel-Springer Haus Berlin

„BILD? Nein Danke!
Wir sind bescheidener geworden: In den 1960er Jahren lautete die Forderung noch: „Enteignet Springer!“
Heute geben wir uns mit „Boykottiert BILD!“ zufrieden.
Das soll den Springer-Meinungskonzern aber nicht beruhigen.
Denn Signal- und Symbolfunktion dieses BILDboykotts sind nicht zu unterschätzen. Es ist nicht der erste und es wird auch nicht der letzte sein.
Und das Signal trifft den Gesamtkonzern, der sich mit einer angeblichen Qualitätszeitung „Die Welt“ den Anstrich seriöser Berichterstattung zu geben sucht. Derlei Medienprodukte des Axel-Springer-Konzerns wurden lange von BILD mitfinanziert.
Die mündigen Bürger wehren sich. Um sich zu wehren, sind auch wir hier zusammen gekommen.
Es sind die Verkäufer, die die von den Springer-Medien immer wieder verteidigte Marktmacht ins Blickfeld rücken.
Und in unserer Demokratie wird die Mitbestimmung zunehmend auf Einkaufsentscheidungen reduziert.
Der Kunde ist König, also machen wir Gebrauch davon!
Die BILD ist kein Aboblatt und somit ist der Kioskverkauf relevant. Wenn auch der Meinungskonzern schon lange auf den Online-Bereich setzt, das starke Signal ist angekommen. > So wird anscheinend Druck auf den Vertrieb ausgeübt, bei BILDboykotteuren auch keine anderen Zeitungen mehr an die Kioske zu liefern.
Wenn sich die anderen Medien das gefallen lassen, sind sie Teil des Problems.
Wir brauchen eine Demokratisierung der Medien und Medien in Bürgerhand!
Paul Sethe stellte richtig fest: „Pressefreiheit ist die Freiheit von 200 reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.“
Und Springers BILD ist eines der Flaggschiffe, die für die Verbreitung von Rassismus und Menschenverachtung sorgen – in Wort und Bild.
Anders als „menschenverachtend“ kann man den Umgang mit dem Absturz der Germanwings-Maschine nicht nennen.
Das wollen wir nicht und wir fordern Meinungs- und Pressefreiheit auch für uns Kritiker dieser Zuspitzungen!
Vom „Türken-Terror“ der 1970er Jahre über die „Flüchtlingsströme“ Anfang der 1990er Jahre bis hin zu den „Pleite-Griechen“ von heute ist sich das Boulevard-Blatt treu geblieben.
Von der Hetze auch gegen Muslime und HartzIV-Empfänger sind es nur noch ein paar weitere Schlagzeilen bis zu brennenden Wohnhäusern und Flüchtlingsunterkünften.
Menschenverachtende und zu Hass und Gewalt aufstachelnde Formulierungen – wie zuletzt gegen Griechenland – fallen aber nicht unter Meinungsfreiheit, sondern entsprechen eher der Volksverhetzung.
Wir brauchen echte Meinungs- und Pressefreiheit!
Und dazu gehört mindestens, auch den Kritikern dieser Hetze und vielen anderen, die nicht zu Wort kommen im elitären Mediendiskurs, eine Stimme zu geben.
„Eure Hetze kotzt uns an!“
… hieß eine Kampagne gegen antimuslimischen Rassismus – ich glaube, es ist Zeit, diese auf jede Form von Hetze auszudehnen.
Wir brauchen Medien, die die Gesellschaft voran bringen – und zwar die ganze Gesellschaft.
Wir brauchen keine Prolophobie, die im Sinne der Herrschenden die Gesellschaft spaltet und das Teile und Herrsche festschreibt.
Darum sind wir heute hier und darum machen wir von unserer Freiheit Gebrauch, eine menschenfreundliche Meinung zu haben und für diese einzutreten.
Und darum beginnen wir hier mit: BILD? Nein Danke!“

BILD hofgeismar a

Advertisements