oder: Die absolut taktlosen Leistungsträger

In einer Email erhielt ich folgenden Text:

Gedenkfeier zum 70. Jahrestag der Befreiung des KZ Ravensbrück erstickte in Peinlichkeiten

Nach der Gedenkfeier warfen ehrenamtliche Helfer und Betreuer der 89 Überlebenden, die als Gäste geladen waren, der Veranstalterin und den Gästen „erster Klasse“ einen unsensiblen bis zynischen Umgang mit den ehemaligen KZ-Insassen vor. Während des gemeinsamen Mittagessen mussten die meisten anwesenden Überlebenden an nicht gedeckten Holztischen sitzen und Suppe aus Plastikgeschirr essen. Die Ehrengäste – darunter die Lebensgefährtin des Bundespräsidenten, Daniela Schadt , sowie die polnische Präsidentengattin Anna Komorowska – nahmen an zwei gedeckten Tafeln Platz. Sie bekamen Porzellangeschirr und wurden von Kellnern bedient. Die meisten Überlebenden hatten Essensmarken erhalten. Weiter erklärten sie, dass es zwischenzeitlich kein koscheres Essen gegeben habe. Ein jüdischer Ehrenamtlicher – er trug eine Kippa – sei abgewiesen worden, als er die Leiterin der Gedenkstätte darauf hinweisen wollte, dass die Essenssituation beschämend sei. Diese teilte auf Anfrage mit, sie sei zu aggressiv angegangen worden.

(Wie kommt der Jude denn auch dazu, nach 1945 wieder Forderungen zu stellen?)

Berichte in taz und auf SPON:

http://www.taz.de/!158806/

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/kz-ravensbrueck-kritik-an-organisatoren-der-gedenkfeier-a-1030583.html

– Ende der Mail –

Gestern hat sich auch DIE ZEIT dieses Vorfalles angenommen:

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-04/ravensbrueck-holocaust-gedenken

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