>>Für ihre Kinder haben die vielbeschäftigten Eltern (Kafkas -kb) kaum Zeit. Bedienstete wie etwa Kindermädchen werden nach Belieben angestellt und gefeuert, zwei Geschwister von Franz sterben schon nach wenigen Monaten, die Betreuung von Kindern geht nie über eine standardisierte Grundversorgung hinaus. Bereits hier sind viele Merkmale angelegt, die Kafkas berühmte Erzählungen wie “Das Schloss” oder “Der Prozess” prägen: Es gibt keine Behaglichkeit, kein Vertrauen, keinen Ausweg, Freundschaften zwischen Menschen erweisen sich als brüchig und kurzfristig. “Franz Kafka hatte keinen Halt, außer an sich selbst”, so Reiner Stach, “und er glaubte nie an die Stabilität von Beziehungen”.<<

Quelle und mehr Text:

http://www.landeszeitung.de/blog/kultur-lokales/231232-reiner-stach-ueber-kafka-die-fruehen-jahre

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