.

Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen.

„Sorry, entschuldigen Sie, man lässt sie nicht nur laufen, man wirft ihnen auch noch Millionen hinterher.“

Doch zunächst zum obigen Film: Hartmut meint, in diesen Auslagerungen der Dienstleistungen der Deutschen Post gedeiht das Prinzip Lug und Trug am Prächtigsten. Man lockt die künftigen Mitarbeiter mit Versprechungen, die dann nicht eingehalten werden, man beutet sie aus, und wenn sie vor Überlastung nicht mehr können, erzählt man ihnen, bald werden dem Arbeitssklaven 70 Jungfrauen zuteil.

Werter Leser, siehe selbst, wie im obigen Fall – die Erfahrungen eines Postzustellers – getrickst, getäuscht, gelogen wird. Subunternehmen könnte man gleichsetzen mit Sklavenhaltern.

Hier nun ein Fall, der das Ethos der Post aufs Allerfeinste, demonstriert (Ich unterscheide mal nicht zwischen Deutscher Post und DHL, denn ohne die Auslagerung von Arbeitsbereichen durch die Post gäbe es die Subunternehmer nicht.)

Am Freitag, den 19. Juni 2015, ist auf Seite 2 vom Harz Kurier folgendes zu lesen:

Einer von den Kleinen, ein Postbetriebsassistent, hatte Nachnahme-Einnahmen in Höhe von 115.– € unterschlagen. Das Verwaltungsgericht wird vom Harz Kurier zitiert. Es verkündete: >>Die Post ist auf absolute Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit ihrer Bediensteten mit dienstlich anvertrautem Geld angewiesen.<< Gänzlich anders ist es im Falle Klaus Zumwinkels gelaufen. Der intelligent aussehende Ec-Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post AG wurde für sein Ausscheiden bei der Post mit 20 Millionen belohnt. Warum ich das erwähne? Na ja, dem Postbetriebsassistenten wurde die Pension aberkannt. Das Verwaltungsgericht lässt jetzt das Sozialamt dem PostBetriebsAssistenten die Grundsicherung bezahlen. Zitat aus wikipedia: >>Anfang März 2009 wurde bekannt, dass sich Klaus Zumwinkel seine Pensionsansprüche über 20 Millionen Euro von der Deutschen Post als Kapitalwahlrecht hatte auszahlen lassen.[30] Außerdem erhielt er – laut Geschäftsbericht der Deutschen Post – für zwei Monate seiner Tätigkeit als Vorstandschef im Jahre 2008 Gesamtbezüge in Höhe von insgesamt 714.045 Euro.

In diesem Betrag enthalten war eine Bonuszahlung von 480.184 Euro. Zudem erhielt er Aktienoptionen mit einem sogenannten Zeitwert von mehr als 1 Million Euro.[30][31]

Damit ist Zumwinkel das einzige Vorstandsmitglied, das einen Bonus für 2008 erhalten hat. Sämtliche anderen Vorstände hatten angesichts eines Milliarden-Jahresverlustes keine Boni erhalten.[32] Mehrere Politiker sowie die Vizepräsidentin des Sozialverbandes VdK, Carin Hinsinger, äußerten sich empört, während Zumwinkel selber die Auszahlung seiner Pensionsansprüche mit den Worten „Ich bin doch nicht der einzige, der sich seine Rente frühzeitig ausbezahlen lässt“ verteidigte.[33] Nach Ansicht von Rentenexperten ist der Betrag von 20 Millionen Euro nur dadurch zu erklären, dass es Zusatzvereinbarungen gegeben haben muss, da die Abgeltung der jährlichen Altersbezüge günstigstenfalls einen Barwert von 14,5 Millionen Euro ergeben würde.<<

Advertisements