es bestätigt sich mal wieder die alte weisheit, dass, wer mit mouton rothschild aufwächst, es nicht verträgt, wenn man ihm einen valpolicella serviert.

wir sind durch die kurze periode der demokratie unter brandt derart verwöhnt (spoiled), dass wir die herrschaft des marktes über die demokratie als obszön empfinden.

jemand, der nur mit rotweinplörre aufgewachsen ist, empfindet einen valpolicella schon als das höchste der gefühle. jemand, der aus einem staat flieht, der von einem diktator regiert wird, sieht in merkel die fleischgewordene demokratin.

das mädchen reem, das neulich im beisein von merkel in tränen ausbrach, genauer ihr vater, hat sich jetzt zu wort gemeldet (vermutlich wurde er ums wort gebeten):

>>Jetzt spricht auch der Vater von Reem, Atif Sahwil „Die Reaktion Angela Merkel auf Reems Frage hat mich gefreut“, sagt er der Deutschen Welle. „Frau Merkel hat etwas getan, was kein arabisches Staatsoberhaupt je tun würde. Hier in Deutschland ist es normal, dass Frau Merkel als Kanzlerin der Bevölkerung gegenüber offen ist.“ Zudem sei er glücklich, dass seine Tochter über die Lebensumstände von Flüchtlingen habe sprechen können.<<

der maler albers hat uns gezeigt, dass eine mittelgraue fläche, dass das grau mal heller, mal dunkler erscheint, je nach helligkeit und dunkelheit der farbe, in die das mittelgraue quadrat eingebettet ist.

man muss also in diktatorischen verhältnissen aufgewachsen sein, damit einem merkel als lichtgestalt verblenden kann.

so wie manche leute hungernde kinder zum vergleich heranziehen, um zu behaupten, deutschland geht es gut, so ist ein diktator vonnöten, um uns merkel als demokratin erscheinen zu lassen.

ps.: ich hätte das nicht sagen sollen, diese worte eines lästermauls. merkel ist die …………. kanzlerin, die wir je hatten.

ägypten ist doch keine diktatur, oder?