Die sozialstaatliche Umverteilung funktioniert, behauptet die FAZ – Lügen mit Zahlen

Verantwortlich: Wolfgang Lieb
„Die Umverteilung von höheren zu niedrigeren Einkommen funktioniert erstaunlich gut. Das zeigt eine neue Studie. Sie belegt auch: Der Sozialstaat wächst deutlich schneller als die Wirtschaft“ heißt es in der FAZ vom 3. August.
Ein Musterbeispiel, wie in seriös geltenden Medien mit Zahlen und Grafiken der Leser in die Irre geführt, ja geradezu manipuliert wird. Von Wolfgang Lieb.

Die Sozialversicherungsträger werden „dem Staat“ zugerechnet
Da wird zunächst eine Meldung der Bild-Zeitung von Ende Juli aufgegriffen, wonach „der Sozialstaat“ im vergangenen Jahr 850 Milliarden Euro „an seine Bürger verteilt“ habe.

Wieder einmal soll beim Leser der irreführende Eindruck erweckt werden, als handle es sich dabei um „staatliche“ (aus Steuergeldern finanzierte) Transfers. Die von Arbeitnehmern- und Arbeitgebern beitragsfinanzierten fünf (rechtlich selbständigen) Sozialversicherungsträger werden ohne jede Differenzierung dem Sozial-„Staat“ zugerechnet, gerade so als wären das steuerfinanzierte staatliche Leistungen von Bund, Länder oder Kommunen.

Seit Jahren gleichbleibend werden die Sozialleistungen jedoch zu zwei Dritteln über Sozialbeiträge (vor allem an die Renten- und Krankenversicherungsträger) und nur zu einem guten Drittel aus Zuschüssen des Staates finanziert [PDF – 78,3 KB].

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