Bei Gift im Essen muss man unwillkürlich an Monsanto denken. Ich denke auch noch an Bayer in Leverkusen. Sicher sollte man noch an mehr Firmen denken, wenn man sich bei Kerzenschein und einer weißen Tischdecke sich das Gift reinzieht.

Glyphosat thematisert die TAZ:

http://taz.de/Zulassung-von-Glyphosat/%215229109/

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Und ein längerer Artikel von foodwatch:

Hallo und guten Tag,

eigentlich ist es nur logisch: Wenn ein Lebensmittel unter Verdacht steht, gesundheitsgefährdend zu sein oder wenn sein Verzehr unabsehbare Risiken birgt, dann gehört dieses Produkt nicht in die Supermarktregale. Diesen Grundsatz hat die EU im Lebensmittelrecht festgeschrieben:

Das europäische Vorsorge-Prinzip verlangt von der Politik, dass

„[i]n besonderen Fällen, in denen ein Risiko für Leben oder Gesundheit gegeben ist, wissenschaftlich aber noch Unsicherheit besteht“ Maßnahmen zum Gesundheitsschutz getroffen werden sollen „um das in der Gemeinschaft gewählte hohe Gesundheitsschutzniveau sicherzustellen“ (Erwägungsgrund 21 der VO 178/2002).

Soweit die Theorie – und die Praxis? Ist Lichtjahre davon entfernt! Auf dem europäischen Markt befinden sich immer noch zahlreiche Lebensmittel, die eine Gefahr für den Verbraucher darstellen und EIGENTLICH verboten werden müssten.

1. Energy Drinks – Gefahr für Kinder und Jugendliche
Energy Drinks gehören für viele Teenager in Deutschland zum Alltag obwohl sie im Verdacht stehen, Herzrhythmusstörungen, Krampfanfälle und Nierenversagen bis hin zu Todesfällen zu verursachen!

Die so genannten Energy Shots sind sogar noch gefährlicher. Denn sie enthalten die vierfache (!) Konzentration an Koffein und Taurin als für Energy-Drinks EIGENTLICH erlaubt ist. Wie das geht? Ganz einfach, die Hersteller bedienen sich eines wahrhaft perfiden Tricks: Sie deklarieren ihre gefährlichen Fläschchen einfach als NAHRUNGSERGÄNZUNGSMITTEL! Andernfalls dürften sie gar nicht verkauft werden!

Aber nicht allein der erhöhte Koffeingehalt dieser Produkte gefährdet die Gesundheit. Besonders vor oder während des Sports erfreuen sich Energy Drinks oder Energy Shots großer Beliebtheit. Auch sind Mischgetränke wie „Vodka Energy“ für viele Jugendliche ein völlig normaler Partydrink, der auch in Bars und Clubs ein Verkaufsschlager ist. Doch genau diese Kombination aus Energy Drinks oder Energy Shots mit Sport oder Alkohol erhöhen das Risiko schwerwiegender gesundheitlicher Folgen bis hin zum Tod.

2. Azofarbstoffe – Warnhinweise ungenügend
Hinter sechs E-Nummern (E 102, E 104, E 110, E 122, E 124, E 129) verbergen sich diese synthetischen Farbstoffe, die Bonbons, Brausen, Gummibärchen oder Speiseeis färben – und im Verdacht stehen, an der Entstehung des Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndroms (ADHS) beteiligt zu sein.

Was als süße Belohnung gedacht ist, birgt das Risiko auf psychische Störungen und langfristige Beeinträchtigung der Konzentrationsfähigkeit! Doch anstatt die gesundheitsgefährdenden Azofarbstoffe in Lebensmitteln zu verbieten, begnügt sich die EU-Politik seit 15 Jahren mit einem WARNHINWEIS! Damit gibt der Gesetzgeber einerseits das Problem zu, andererseits bagatellisiert er durch einen derart dezenten Hinweis das ernsthafte Gesundheitsrisiko – und reicht es an die Verbraucher (häufig eben Kinder) weiter. Das ist eine wissentliche Gefährdung unserer Gesundheit!

Sieht so etwa ein vorsorgender Gesundheitsschutz aus? Ganz eindeutig versagt hier die EU-Politik! Gesundheitlich fragwürdige Zusatzstoffe müssen gesetzlich verboten werden! Unterstützen Sie foodwatch in dieser Forderung und werden Sie Förderer/Förderin.

3. Dioxine – ein Scheitern der EU-Politik
Dioxine entstehen als unerwünschtes Nebenprodukt von industriellen Verbrennungsprozessen. Schon kleinste Mengen können gefährlich für die menschliche Gesundheit sein. Die Folgen reichen von Gebärmutterschädigungen über Verhaltensstörungen und die Schwächung des Immunsystems bis hin zu Krebs.

Seit langem weiß die EU-Kommission, dass die Lebensmittel zu hoch mit Dioxinen belastet sind und dass die Grenzwerte strenger sein müssten. Denn sie sagt selbst, dass dann „ein großer Teil des Futter- und Lebensmittelangebotes als ungeeignet für die Verfütterung an Tiere bzw. für den menschlichen Verzehr zu gelten hätte.“

Doch was geschieht? Nach dem Dioxin-Futtermittel-Skandal 2010/11 haben die Politiker vollmundig versprochen, das Problem in den Griff zu bekommen. In Wahrheit hat sich aber nichts verbessert – im Gegenteil: Futtermittel sind weiterhin das Haupttor, durch das Dioxine in unser Essen kommen.

Und auch die Festsetzung der europäischen Grenzwerte für Dioxine gleicht einer Verhöhnung der Verbraucher: Die Grenzwerte variieren nämlich je nach Produkt! Ja, Sie haben richtig gelesen: Verschiedene Lebensmittel dürfen unterschiedlich stark mit den giftigen Substanzen belastet sein. Sie orientieren sich NICHT an der menschlichen Gesundheit, sondern an der tatsächlichen Belastung der Lebensmittel. Das heißt: Je höher zum Beispiel Fisch belastet IST, desto höher DARF er es auch sein! Hier werden Grenzwerte ad absurdum geführt: Denn zum Schutz der Verbraucher müssten die Grenzwerte doch so streng sein, dass alle Verbraucher geschützt sind!

Wenn Sie das genauso unerhört finden wie wir, dann schließen Sie sich uns an und werden Sie jetzt Förderin/Förderer von foodwatch!

foodwatch fordert: Schluss mit den Gesundheitsgefahren! Vorsorgeprinzip umsetzen!
Egal ob Energy Drinks oder Energy Shots, Azofarbstoffe oder Dioxine – dies sind nur einige Beispiele für politisches Unvermögen im Gesundheitsschutz! Obwohl die gesundheitlichen Risiken längst bekannt sind, ist den politisch Verantwortlichen unsere Gesundheit anscheinend egal!

Anstatt das EU-Vorsorgeprinzip konsequent umzusetzen, speist man uns mit unverbindlichen Regelungen zugunsten der Industrie ab. Vorsorgender Gesundheitsschutz sieht anders aus! Dabei sollte die Gewährleistung unserer Gesundheit eine Selbstverständlichkeit sein!

Für die Gesundheit der Verbraucher nimmt foodwatch das EU-Prinzip beim Wort und fordert: Der vorsorgende Gesundheitsschutz muss umgesetzt werden! Die Unversehrtheit der Verbraucher darf nicht wissentlich durch Gefahrenstoffe auf’s Spiel gesetzt werden! Deshalb bitten wir Sie herzlich: Stellen Sie sich hinter uns und verleihen Sie uns mit Ihrer Stimme als Förderer/Förderin von foodwatch den nötigen Rückenwind!

Als unabhängiger Verein vertritt foodwatch die Rechte und Interessen der Verbraucher im Bereich Lebensmittel. Doch um in den politischen Waagschalen das Gegengewicht zur einflussreichen Lobby der Lebensmittelindustrie zu erhöhen, müssen wir noch mehr werden. Nur wenn wir uns als Verbraucher zusammenschließen und gemeinsam für unsere Rechte kämpfen, können wir die Lebensmittelindustrie in ihre Schranken verweisen. Unterstützen Sie unsere Arbeit und werden Sie noch heute Förderin/Förderer von foodwatch!

P.S.: Geld ist das eine. Die Anzahl unserer Förderer spielt aber auch eine große Rolle, um uns als Organisation Gehör zu verschaffen. Je mehr Unterstützer wir haben, desto leichter können wir Druck ausüben. Deshalb: Werden Sie bitte Förderin/Förderer und kämpfen Sie gemeinsam mit uns für Ihr Recht!

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