>>Oskar Lafontaine : Das Manifest „Plan B für Europa“, das ich am Wochenende gemeinsam mit Yanis Varoufakis, Jean-Luc Mélenchon, Stefano Fassina und Zoi Konstantopoulou vorgestellt habe, wird europaweit diskutiert. Der italienische Philosoph Giorgio Agamben hat in der Zeitung DIE ZEIT mit seinen Worten unser Manifest bestärkt<<:
„Ein Europa, wie ich es mir wünsche, kann es erst geben, wenn das real existierende ‚Europa‘ kollabiert ist… Doch würde Griechenland die Europäische Union tatsächlich verlassen, wäre das wahre Europa in Athen, nicht in Brüssel, wo – was die Mehrheit der Europäer nicht zu wissen scheint – jede Entscheidung von Kommissionen getroffen wird, die zur Hälfte aus Vertretern der Großindustrie des betreffenden Wirtschaftszweigs bestehen. Zunächst gilt es, der Lüge entgegenzutreten, dieser Vertrag zwischen Staaten, den man als Verfassung ausgibt, sei das einzig denkbare Europa, diese ideen- und zukunftslose institutionalisierte Lobby, die sich der düstersten aller Religionen, der Religion des Geldes, blind verschrieben hat, sei die rechtmäßige Erbin des europäischen Geistes…“

Zum Artikel : Giorgio Agamben :“Europa muss kollabieren“
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http://www.zeit.de/2015/35/giorgio-agamben-philosoph-europa-oekonomie-kapitalismus-ausstieg