Kaum jemand seziert den Kapitalismus so hellsichtig wie die US-amerikanische Wirtschaftssoziologin Saskia Sassen. Dabei schlägt die 66-Jährige in ihren Schriften meist den ganz großen Bogen: Lange bevor der Begriff der „Globalisierung“ zu einer Standardvokabel in der Ökonomie und den Nachrichten wurde, dachte Sassen schon in weltweitem Maßstab. Im Jahr 2000 prägte sie den Begriff der „global city, der heute aus den Gentrifzierungsdebatten, sei es in New York, London, Berlin, Stockholm oder Schanghai, nicht mehr wegzudenken ist. Auch in ihrem neuen Buch Ausgrenzungen. Brutalität und Komplexität in der globalen Wirtschaft geht Sassen der Frage nach, wie der neoliberal gespielte Kapitalismus die Lebensräume der Menschen verändert. Ihre Kernthese: Es wird noch viel enger werden. Überall. Und für alle.

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