Ich las eben auf der Programmseite der ARD, dass nach dem Tatort wieder getalkt wird. Die Themenformulierung bezieht sich auf die Flüchtlinge und lautet:

„Kippt die Stimmung?“

Also bei mir nicht. Ich lebe ja nun ziemlich nahe dem Zentrum der Stadt, aber vom Dasein der Flüchtlinge kriege ich nichts mit. Ich meine, ich fühle mich von ihnen in keiner Weise irgendwie bedrängt, belästigt, eingeengt; ich gehe auch nicht auf Menschen zu, die fremdländisch aussehen und frage sie, ob sie Flüchtlinge sind. Sie sind da, und das genügt mir.
Für mich kippt die Stimmung einzig und allein durch Formulierungen wie „Kippt die Stimmung?“

PS.: Troptard macht mich auf einen vermeintlichen Widerspruch in meinem Text aufmerksam: ich korrigiere: ich bekomme im negativen Sinne nichts von den Flüchtlingen mit. Wir haben in der Stadt schon immer „fremdländische“ Menschen gehabt, die ich wahrnehme, allerdings nicht als Flüchtlinge wahrnehme. Und das könnte heißen: „Flüchtlinge“ sind mal wieder ein Etikett.