Am Sonntag, den 14. Februar, beginnt auf ZDF die III. Staffel der Serie DIE BRÜCKE mit einer großartigen Sofia Helin, welche die Kommissarin Saga Noren verkörpert. Noren leidet am Asperger-Syndrom, das sie einerseits befähigt, mit Scharfsinn komplizierte Mordfälle aufzudröseln, andererseits wirkt sie steif und mechanisch in ihren Bewegungen wie eine Marionette, manchmal wie ein hilfloses Kind, das nicht weiß, wie es sich bewegen soll. Saga hat zu Beginn der Story noch einen väterlichen Chef, der sie ab und zu in den Arm nimmt, um ihre „Verklemmtheit“ zu lösen. Ihr Chef ist ihr freundlich zugewandt, doch diese Fürsorge, die sie von ihm erfährt, endet abrupt, als dieser vom Serienmörder der 3. Staffel brutal überfallen wird. Hans, so heißt Sagas Chef, fällt ins Koma und verlässt das Krankenhaus nicht mehr. Saga bekommt eine neue Chefin, von der sie lieblos behandelt wird. Hinzu kommt, dass noch ein älterer, interner Ermittler auftaucht, der Saga beschuldigt, ihre Mutter ermordet zu haben …

Ich breche hier mal das Nacherzählen ab, entscheidend für mich ist, zu sehen, wie selbst starke Personen, und als Ermittlerin ist Saga stark, wie starke Personen einknicken, wie sie sich schlecht fühlen, ungeliebt, weggestoßen, wenn sie keinen Zuspruch mehr erfahren, wenn sie niemand mehr haben, der sie ermutigt, stärkt und stützt.
Am Ende des 5. Films der 3. Staffel steht sie an einem Bahngleis, auf denen häufig Züge vorüberfahren …
Ihre Chefin und der interne Ermittler haben sie fertiggemacht, obwohl sie zusammen mit einem Kollegen die furchtbar grausame Mordserie auflösen konnte.
Sofia Helins Leistung als Schauspielerin ist für mich oskarreif.

Ich liebe diese Musik zum Film von YOUNG BELIEVERS: HOLLOW TALK.