Kritik und Kunst

Nämlich hierfür.

Dem, nun ja, Informierten ist das natürlich nichts Neues.

Gut auch, dass er an die Pogrome zu Beginn der 90er erinnert. Ich habe sie seit Monaten im Ohr, im Kopf, als sei es gestern gewesen – das Sonnenblumenhaus von Rostock, Mölln, Solingen, Hoyerswerda, die Änderung GG 16, Kohls Scheinheiligkeit und das – wie immer – Einknicken der SPD. Nie werde ich die analphabetische Hetze gegen „die Asylanten“ vergessen (BILD: „Deutschlands schlimmster Asylant“). Im Phil-Caphe der Uni Hamburg hatten wir schon damals unsere Map hängen, allerdings noch aus Papier: Für jede Neonazi-Tat ein Fähnchen. Die Deutschlandkarte war ruckzuck voll, und nicht nur „im Osten“.

Die jüngste Bemerkung von Stanislaw Tillich soll in ihrer Scheinradikalität darüber hinwegtäuschen, dass er selbst durch zahlreiche Aussagen zu Ausbreitung der Pogromstimmung gegen alles Fremde in Sachsen beigetragen hat. „Der Islam gehört nicht zu Sachsen“, ließ er sich Anfang 2015 vernehmen, als Pegida von…

Ursprünglichen Post anzeigen 82 weitere Wörter