Kommt Ihnen das bekannt vor? Deutschland braucht „Reformen“, und für die europäischen Nachbarn gilt das erst recht, denn die haben ihre „Hausaufgaben“ nicht gemacht. Dem „Steuerstaat“ müssen wir endlich mit „Bürokratieabbau“ zu Leibe rücken, um die „Eigeninitiative“ zu stärken, was wiederum ganz sicher der „Wettbewerbsfähigkeit“ dient – genauso wie die Senkung der „Lohnnebenkosten“.

Und so weiter und so fort. So klingt es, wenn die regierenden Politiker, die Lobbyisten und manche Journalisten zu uns sprechen. Sie reden in einer Art Ikea-Sprache: jede Floskel ein vorgefertigter Bausatz. Sie gaukeln uns auf diese Art etwas vor: Wenn Politiker „Reformen“ sagen, geht es meistens um Lohnverzicht und Rentenkürzung. Den „Steuerstaat“ prangern sie an, wenn sie Spitzenverdiener und Vermögende vor einer angemessenen Beteiligung an der Finanzierung des Gemeinwohls schützen wollen.

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