Inge Höger, MdB für die Linke, war zuletzt im März 2016 in der Türkei. Sie berichtet über die Situation von Geflüchteten und die Menschenrechtslage in dem Land. Seit fast schon einem Jahr führen der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdo_an sowie die türkische Regierung und das Militär Krieg gegen die eigene Bevölkerung in den östlichen Regionen des Landes. Immer wieder werden in kurdischen Städten immer längere Ausgangssperren ausgerufen. In dieser Zeit zerstören militärische und paramilitärische Einheiten kurdische Städte, tausende von Kurdinnen und Kurden werden zur Flucht gedrängt, wer bleibt muss damit rechnen, getötet zu werden. Hunderte Zivilistinnen und Zivilisten kamen bereits um Leben. Inzwischen droht Erdogan damit, „PKK-Anhängern“ die türkische Staatsbürgerschaft zu entziehen und die Gebiete, in denen die militärischen Operationen stattfinden, unbewohnbar zu machen. Während militärische und paramilitärische Einheiten in Städten, wie Silopi, Cizre oder Diyarbakir, eine Schneise der Zerstörung und des Mordes hinterlassen und Ausgangssperren in diesen Gebieten zum Dauerzustand werden, ignorieren Bundeskanzlerin Merkel und die deutsche Bundesregierung diese Menschenrechtsverletzungen einfach und verhandeln mit Ministerpräsident Davutoglu und Staatspräsident Erdogan in der Geflüchtetenfrage. Inge Höger, MdB für DIE LINKE, war im Oktober mit einer Friedensdelegation in der Türkei und hat sich die Situation in den kurdischen Gebieten der Türkei persönlich anschauen können. Im März dieses Jahres war sie mit dem „Ausschuss für Menschenrechte“ erneut in die Türkei und hat sich über die Situation von Geflüchteten und die Menschenrechtslage in der Türkei informiert.