Heute mit Kommentaren zum angekündigten
Rückzug des türkischen Ministerpräsidenten Davutoglu:

Dieser muss gehen, weil er bei Präsident Erdogan in Ungnade
gefallen ist, schreibt die polnische GAZETA WYBORCZA: „In der
Innenpolitik war der größte Stein des Anstoßes der Konflikt
mit der PKK, die Ankara seit Juli letzten Jahres mit aller Kraft
bekämpft. Als Davutoglu erklärte, eine Rückkehr zu
Friedensgesprächen sei möglich, wenn die PKK ihre Kämpfer von
türkischem Gebiet zurückziehe, wies Erdogan diese Möglichkeit
blitzschnell entschieden zurück. Die Operation gegen die PKK
werde fortgeführt, bis das letzte PKK-Mitglied ausgelöscht
sei. Eine weitere ‚unverzeihliche Verfehlung‘ Davutoglus war,
dass er nicht eifrig genug das wichtigste Ziel und den größten
Traum Erdogans verfolgt hat: die Einführung eines
Präsidialsystems. Außerdem musste Davutoglu sich ‚vorwerfen‘
lassen, die Repressionen gegen kritische Journalisten nicht
ausreichend unterstützt und außenpolitisch mit dem Westen
kollaboriert zu haben, notiert die GAZETA WYBORCZA aus
Warschau.