Immer seltener melde ich mich zu Wort. Das hat gesundheitliche Gründe. Doch mein Herz läuft über vor Zorn. Ausgerechnet am 8. Mai , am Tag der Befreiung, beschliesst das griechische Parlament, weitere Kürzungen der Renten sowie weitere Sparmassnahmen. Das griechische Volk verelendet vor den Haustüren Europas. Dabei ist bekannt, dass nur 5 % der neuen Kredite in den griechischen Haushalt fliessen und 95 % der neuen Kredite dafür verwendet werden, dass die internationalen Banken die Zinsen für ihre Kredite erhalten. Der IWF ist dagegen und der französische Finanzminister ist dagegen. Der deutsche Bundesfinanzminister stellt sich stur und vertritt die harte Linie der Banken. Es ist klar warum. Weil nämlich bei einem Schuldenschnitt die ohnehin maroden deutschen Banken in existenzielle Gefahren geraten und vom deutschen Steuerzahler erneut geretten werden müssten. Wir leben im Verhältnis zu den Griechen in Saus und Braus. Wir haben vergessen, dass die Griechen nach dem Ende des 2. Weltkrieges für den Schuldenschnitt bei der Londoner Schuldnerkonferenz des Deutschen Reiches gestimmt haben. An der Grenze zu Mazedonien verelenden tausende von Flüchtlingen, weil wir Mazedonien gezwungen haben, die Grenzen dicht zu machen. Ist das unser Dank an die Griechen, nachdem unsere Väter und Grossväter das Land der Hellenen im Dritten Reich mit Krieg und Terror überzogen haben?

 

Griechenland im Würgegriff von Schäuble

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