Die letzte große Illusion

Als Indien über Nacht die großen 500 und 1000 Rupien Banknoten für ungültig erklärt hat, wurde wieder einmal deutlich, dass auch noch so schönes Papier im Zweifelsfall nur nach dem Kilopreis für Altpapier bewertet werden kann.

Lässt man alle vorgetragenen Begründungen außen vor, von „Förderung“ der Steuerehrlichkeit und Bekämpfung der Kriminalität war die Rede, dann war das der weltweit bisher härteste Schlag gegen das Bargeld, und das in einem Wirtschaftsraum, der noch ganz überwiegend auf Bargeld eingestellt ist.

Mit Gewährung einer Amnestie für alle, die ihre Scheine zur Bank tragen und sich den Betrag dort gutschreiben lassen, wurde zugleich die gewünschte Dominanz des virtuellen Geldes unterstrichen und wohl im Handstreich auch hergestellt.

Über die Tatsache haben die Medien zwar berichtet, doch Hintergründe und Absichten wurden allenfalls gestreift, jedenfalls nicht in einer Debatte über die Bargeldeinschränkungen in der EU thematisiert.

Der scheinbar weltweit unaufhaltsame Vormarsch virtuellen „Fiat Money“ Geldes hat aber nicht nur (geringfügige) Auswirkungen auf Steuergerechtigkeit und Kriminalität, er wird zugleich zum finalen Triumph kreditfinanzierter Heuschrecken, welche mit immer mehr Geld aus dem Nichts, ohne Sorge um einen (unmöglich werdenden) Bankrun, daran arbeiten, alle, deren Regierungen nicht ernsthafte Maßnahmen zur Gegenwehr zu ergreifen, zu willen- und rechtlosen Sklaven zu machen.

 

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