In der Bildung gibt es Entwicklungsstufen und viele Perspektiven. Eine ist die Perspektive von unten, die andere von oben.

Im Sport hat der 100-Meter-Läufer vermutlich eine andere Einschätzung einer 3000-Meter-Strecke als der Marathon-Läufer.

Der Marathon-Läufer aber sitzt im Sport-Ministerium und befiehlt kraft seiner Macht dem 100-Meter-Läufer, die 3000 Meter nicht als zu lang zu empfinden.

So ähnlich verhält es sich wohl mit den Abiturienten in Baden-Württemberg, denen die Englisch-Prüfung zu schwer war. Das Kultusministerium entschied, dass die Aufgabe nicht zu schwer war, und schon war sie nicht zu schwer. Basta! Wen interessiert schon das Empfinden von Schülern? Top-Down hat immer recht.

Die Kleinen haben nichts zu sagen, weil sie eben die Kleinen sind.

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