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Axel Honneth im Interview — 15. Februar 2019

Axel Honneth im Interview

Das folgende Interview habe ich einer Pressemeldung der Uni Frankfurt am Main entnommen. Der Interviewer ist Dirk Frank. (kb)
>>Prof. Axel Honneth hat zum Ende des letzten Jahres die Leitung des Instituts für Sozialforschung (IFS) abgegeben; seit 2001 stand er an der Spitze des Instituts, das Max Horkheimer und Theodor W. Adorno berühmt gemacht haben. Der UniReport hatte die Gelegenheit, mit dem Sozialphilosophen, der noch eine Professur an der Columbia University in New York innehat, in der altehrwürdigen Adorno-Bibliothek im Institut zu sprechen.

UniReport: Herr Professor Honneth, ziemlich genau vor 50 Jahren, am 31. Januar 1969, wurde das Institut für Sozialforschung kurzfristig von den Studierenden besetzt, Adorno rief die Polizei, Hans-Jürgen Krahl musste sich anschließend vor Gericht verantworten. Welchen Blick hat man als Vertreter der Kritischen Theorie heute auf die Proteste?

Prof. Axel Honneth: Es vollzogen sich damals gravierende Umbrüche auf vielen Ebenen und über einen Zeitraum von ein, ja anderthalb Jahrzehnten hinweg nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Westeuropa. Diese Wandlungen, deren Wurzeln allerdings bereits in den frühen 60er-Jahren lagen, werden heute symbolisch und daher in verkürzte Weise an den Jahresbegriff von „68“ geknüpft: Das innerfamiliale Zusammenleben und die darin beheimateten Erziehungspraktiken wandelten sich dramatisch, der Erziehungsstil in den Schulen und die Umgangsformen in den Universitäten verloren allmählich ihren autoritären Charakter, das Sexualverhalten in der ganzen Gesellschaft wurde offener, experimentierfreudiger und befreite sich von der Prüderie der Nachkriegszeit. Endlich gab es auch eine offenere Auseinandersetzung über die NS-Vergangenheit, der Krampf und das Schweigen der bedrückenden Fünfzigerjahre löste sich; in allen Bereichen, in der politischen Arena ebenso wie in den Betrieben, wurde zudem eine stärkere Demokratisierung eingeklagt. Man muss sich allerdings klarmachen, dass alle diese umfassenden Wandlungsprozesse nicht in der Sprache artikuliert und verhandelt wurden, die die Avantgarde der Studentenschaft verwendete. Die Aktivisten formulierten ihren Protest und ihr Unbehagen in der revolutionären Sprache des Jahrhundertbeginns, während das, was stattfand, sich im doch eher langsameren Rhythmus einer, oder besser vieler gleichzeitiger Reformen vollzog. In der Rückschau empfinde ich das bis heute als einigermaßen paradox, die ersehnte Revolution verwirklichte sich als ein Bündel tief greifender Reformen.

Der Historiker Philipp Felsch hat in seinem Buch „Der Sommer der Theorie“ versucht darzulegen, dass Theoriebände von Suhrkamp und Merve damals auch als Teil des individuellen Stils und der Abgrenzung verwendet wurden. Können Theorien also auch aus der Mode kommen?

Man muss die damalige Theorieversessenheit aus dem kulturellen und politischen Kontext heraus verstehen: Es gab nach zwei Jahrzehnten des restaurativen Schlummers und der intellektuellen Abwehr innerhalb einer jungen Generation einen unglaublichen Bildungshunger. Man schnappte förmlich nach allem, was sich in der Kultur, auf dem Büchermarkt oder in der Kunstwelt tat. Ich erinnere das noch sehr gut aus meiner eigenen Schulzeit, ich schaute jeden Film an, der den Ruch des Neuen und Experimentellen besaß, las die entsprechenden Filmmagazine, verschlang französische und amerikanische Literatur, ging in jede neue Ausstellung des Folkwang-Museums – über fünf Stunden saß ich damals im Essener Jugendclub, um mir einen enorm langweiligen, nahezu handlungslosen Film von Andy Warhol anzuschauen. Das alles vollzog sich in kleinen, politisch engagierten Gruppen, deren Bildungshunger kaum Grenzen kannte, alles glaubte man um der politischen Veränderung willen zur Kenntnis nehmen und diskursiv verarbeiten zu müssen; überall schossen ja damals auch die vielen Lektürezirkel aus dem Boden, in denen man Marx, Freud und Lukács las, auch in meiner Heimat, dem Ruhrgebiet. Das war eine einzigartige, kollektiv geteilte Erfahrung, die ich auf keinen Fall missen möchte – und die den Verlagen unglaublich große Auflagenzahlen bescherte, wie sie heute mit dieser Art von theoretischer Literatur kaum mehr vorstellbar sind. Zu sagen, dass das damals zum „Lifestyle“ gehörte oder eine „Mode“ darstellte, ist mir fast schon ein wenig zu polemisch, denn die Texte wurden ja wirklich noch gelesen und kollektiv durchgearbeitet, nicht nur aus Gründen des kulturellen Prahlens in die Bücherregale gestellt. Heute spielen bekanntlich Bücher eine wesentlich geringere, das Internet dagegen eine immer größere Rolle. Die Aneignung von Literatur und Theorie vollzieht sich zudem kaum mehr in kleinen, intellektuell besessenen Zirkeln und Lesegruppen, im Zuge einer großen Individualisierung unter den Studierenden ist diese Diskussionspraxis leider weitgehend verschwunden und damit wohl auch der Theoriehunger. Natürlich, es gibt vielleicht aber auch nicht mehr die großen Theoretiker, die man unbedingt zu lesen müssen glaubte, bedeutende Denker wie Georg Lukács, Jean-Paul Sartre, Theodor W. Adorno, Michel Foucault oder Jacques Derrida, alle damals ja noch lebend, findet man heute nur noch selten.

Ihr damaliges Interesse an der neuen Zeit mit ihren vielfältigen Einflüssen in Kultur und Gesellschaft hat dann sicherlich auch zur Wahl Ihrer Studienfächer Philosophie, Soziologie und Germanistik geführt.

Ja, ohne dieses enorme Anregungspotenzial, aber auch ohne diese Reformprozesse wüsste ich gar nicht, was sonst aus mir geworden wäre. Ich hatte damals den Mut, mich gegen ein Lehramtsstudium zu entscheiden. Wie ich haben damals viele studiert, weitgehend unbekümmert um die Zukunft, vom Augenblick der Befriedigung der intellektuellen Neugier lebend, schlicht vom Wissenshunger getrieben – kurz, nicht, um dann mal später einen ordentlichen, finanziell erträglichen Beruf auszuüben. Das war riskant, gewiss, aber das Risiko war uns kaum bekannt oder wurde erfolgreich verdrängt. Wir sprachen eigentlich untereinander nur darüber, was noch zu lesen sei, welcher Film den Besuch lohnt, welche politischen Ereignisse besonders verdammenswert seien. Das alles hat sich inzwischen extrem gewandelt, die geringere Aufwärtsmobilität, die überall lauernde Prekarität, die Abstiegsängste auch der Mittelschichten, das alles sorgt dafür, dass heute schon am Anfang des Studiums die Berufssorgen stehen.

Waren Adorno und Horkheimer für Sie von Anfang an die wichtig(st)en Denker?

Ich war als Schüler mit dem Denken der Frankfurter Schule noch gar nicht vertraut, da interessierten mich eher Kino, Literatur und Kunst, die Philosophie im engeren Sinne eigentlich kaum. Im Studium war ich anfangs von ganz anderen Richtungen geprägt. Am damaligen Positivismus, an Popper und am Wiener Kreis haben mich ganz zu Beginn die klaren Argumentationsformen und der verständliche Stil der Analyse beeindruckt, wahrscheinlich aber auch die linksliberale Grundhaltung, die die meisten seiner Vertreter teilten; danach kam eine Phase der Begeisterung für Adorno, die aber gar nicht lang währte, weil mir ein bestimmter Jargon bei meinen Kommilitonen, aber auch bei mir selbst schnell auf den Wecker ging – ich habe damals an der Uni Bochum eine Hausarbeit zu Adorno geschrieben, die mir heute, wenn ich sie noch einmal lesen würde, die Scharmröte ins Gesicht treiben würde, ich kann nur hoffen, dass sie inzwischen unauffindbar ist. Den Ausweg aus dem Schwanken zwischen Popper und Adorno bot dann die im Entstehen begriffene Theorie von Jürgen Habermas. Ich war enorm angetan von seinen Schriften, empfand seinen analytischen und doch kritischen Argumentationsstil als befreiend und habe dann bereits meine Magisterarbeit seiner Theorie gewidmet, genauer einem Vergleich der Theoriebildung bei Freud und ihm. Ich stand immer auf Distanz zu revolutionären Theoriebildungen, war eher reformistisch orientiert.

Sie sind ja der ‚neueren‘ Kritischen Theorie verpflichtet, indem Sie das Fortschrittsprojekt vereinfachend gesagt als nicht in der Katastrophe und der Barbarei mündend betrachten. Sie haben sich mit Blick auf die Entwicklung der kapitalistischen Wirtschaftsordnung auch positiv geäußert – in dieser seien durchaus Verbesserungen zu konstatieren. Haben Sie Verständnis dafür, dass bei vielen das Vertrauen in die normativen Grundlagen unserer Wirtschaftsordnung spätestens seit der Finanzkrise erheblich geschwunden ist?

Ich müsste ja blind oder taub sein, um das nicht verstehen zu können. Was meine eigene Person anbelangt, so muss ich sogar sagen, dass die politische Phase, die wir gerade durchleben, den allerersten Zeitraum in meinem bewussten politischen Leben bildet, den ich als massiv rückschrittlich erfahre. Ich hatte natürlich das große Glück, in einer Epoche groß zu werden, in der man immer nach vorne schauen konnte, die einen immer zuversichtlich sein ließ, dass sich zumindest die westliche Welt, wenn auch mit Konflikten und zwischenzeitlichen Krisen, zum Besseren verändern würde. Eine solche Erfahrung des steten Fortschritts und der ständigen Verbesserungen ist heute schlicht nicht mehr zu machen, alle Errungenschaften der zweiten Hälfte der 20. Jahrhunderts scheinen mittlerweile doch gefährdet. Ich weiß nicht genau, wo man den Schnitt ziehen sollte, wann dieser Rückschlag eingesetzt hat, wenn nicht im Jahr 1989, dann vielleicht im Zeitraum der Finanzkrise und den daraufhin einsetzenden populistischen Gegenbewegungen. Es gibt so viele politische Brandherde und Signale eines moralischen Rückschrittes heute, dass man kaum weiß, wo man in der Aufzählung beginnen sollte. Ich war und bin nach wie vor andererseits aber auch der Überzeugung, dass es die praktisch-moralische Pflicht des linken Intellektuellen ist, immer wieder, und seien die Zeiten noch so düster, Möglichkeiten des sozialen Fortschritts und der politischen Verbesserung zu erschließen und nicht in Kategorien purer Negativität zu denken. In einer solchen Situation sehe ich mich heute.

Ihr Anerkennungs-Paradigma ist zentral für Ihr Denken; droht in einer modernen, sich in viele partikulare Interessen und Lebensformen zersplitternden Gesellschaft die auf Gegenseitigkeit basierende Anerkennung unterzugehen?

In dem Paradigma steckt angesichts der jüngsten Vergangenheit sicherlich eine besonders große Herausforderung: Wie können wir heute vor dem Hintergrund von Prozessen der wachsenden Dissoziierung und sozialer Polarisierung das Vertrauen auf stabile Anerkennungsverhältnisse bewahren? Ich würde da nicht sofort die Flinte ins Korn werfen, sondern darauf verweisen, dass wir in den letzten Jahrzehnten auch entgegen unserer eigenen Wahrnehmung enorme Fortschritte im sozialen Miteinander verzeichnen konnten, Freundschaften sind stabiler geworden, der familiale Zusammenhalt ist nach meinem Eindruck wieder stärker geworden, die Vereinskultur vom Gesangsverein bis zum Sportclub gedeiht, sexuelle Minderheiten können nun in aller Öffentlichkeit soziale Gemeinschaften bilden. Zudem sollte vielleicht auch darauf verwiesen werden, dass der gegenwärtige Rechtspopulismus eine durchaus erwartbare Gegenbewegung gegen die zahlreichen Reformen der letzten 50 Jahre darstellt, ein reaktionärer Aufstand gegen die Errungenschaften der Transnationalisierung, der sexuellen Liberalisierung, des Multikulturalismus usw. – was diese Bewegungen also vielleicht antreibt, ist das, was Erich Fromm die „Furcht vor der Freiheit“ genannt hat. Insofern hätten wir mit diesem Gegenprotest auch durchaus rechnen können, er kommt gewissermaßen nicht aus dem Nichts. Hinzu kommt auch die als solche ja gar nicht schlechte Entwicklung, dass die Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger an die Demokratie gewachsen sind, man will heute stärker als früher als mitsprechendes und mitbestimmendes Subjekt anerkannt werden. Sie sehen, ich suche händeringend nach empirischen Indikatoren, die uns überzeugt sein lassen können, dass es um unsere gesellschaftlichen Verhältnisse in Hinblick auf intersubjektive Verbindlichkeiten und unsere Anerkennungskultur doch nicht so schlecht bestellt ist, wie es auf den ersten Blick scheinen mag. Es gibt weiterhin ein starkes Verlangen nach sozialer Anerkennung, wenngleich auch die Tendenzen der gesellschaftlichen Polarisierung unverkennbar sind.

Hat das Vordringen empirischer Methoden die verstehenden Sozialwissenschaften verdrängt?

Schon seit Längerem ist nicht nur das Vordringen von quantitativen Methoden, sondern vor allem auch der Professionalisierung und Spezialisierung in vielen sozialwissenschaftlichen Fächern zu beobachten – zumindest in den Fächern, die ich überblicken kann. Die Aussichten einer kritischen Gesellschaftstheorie, die soziologische Forschung und normative, philosophisch begründete Perspektiven mithilfe von qualitativen Methoden verbinden möchte, sind vor diesem Hintergrund eher schlechter geworden. Darunter hat natürlich auch das Institut für Sozialforschung zu leiden, unsere entsprechenden Forschungsanträge sind schlicht einer größeren Skepsis ausgesetzt. Andererseits lässt sich diese Lage für uns auch ins Positive wenden: Was unsere Arbeit gegenüber anderen Forschungsansätzen auszeichnet, ist es eben, unsere Gesellschaft anhand ihrer eigenen normativen Ansprüche und Versprechen auf ihre Mängel und Fehler aufmerksam zu machen – das ist sozusagen der Auftrag, den wir von den ‚ Alten‘, von den Gründern des Instituts, erhalten haben.

Sie haben in einem Interview mit einer Soziologenzeitung die Omnipräsenz der Intellektuellen konstatiert; Sie lassen durchklingen, dass deren Statements heute nichts oder nur noch wenig mit Kritik zu tun haben.

Womit die heute zu beobachtende Normalisierung der Intellektuellenrolle zusammenhängt, ist nicht ganz klar, sicherlich aber mit der Zunahme der akademischen Ausbildung – solche Zusammenhänge hatte schon Joseph Schumpeter beobachtet, allerdings mit deutlich konservativen Absichten. Wir sind heute in einer Situation, in der in allen Medien, von den Zeitungen über den Hörfunk bis natürlich und vor allem zum Internet, intellektuelle Statements zu lesen sind, mal kluge, mal törichte kritische Stellungnahmen zu aktuellen Fragen der Zeit. Ich meine dies gar nicht abwertend, das sind häufig erhellende Kommentare zu Vorgängen und Problemen, die der kritischen Durchleuchtung und Hinterfragung bedürfen. Damit aber hat sich die Intellektuellenrolle gewissermaßen normalisiert – vergleichen Sie das mit der Situation von vor 50 Jahren oder in der Weimarer Republik, in der solche kritischen, hinterfragenden Stellungnahmen viel seltener waren. Der Intellektuelle im klassischen Sinne unterscheidet sich vielleicht vom Medienintellektuellen unserer Zeit dadurch, dass er die kulturellen und politischen Prämissen des gegenwärtigen Diskurses gerade nicht teilen möchte, dass er viel stärker aus einer Außenseiterperspektive attackiert – so ein Typ bin ich im Übrigen nie gewesen. Ein typischer Vertreter des kritischen Intellektuellen war jemand wie Foucault, der die gesamten Bedingungen unseres Denkens und Tuns – politisch, kulturell, ästhetisch – infrage gestellt und nach deren Legitimitätsbedingungen gefragt hat. Das ist eine andere Intellektuellenrolle, als sie beispielsweise ein Heinrich Böll oder ein Jürgen Habermas innehatten, die doch innerhalb des Erfahrungsraumes der westlichen Demokratien argumentierten.

Sie forschen und lehren auch in den USA, wie nehmen Sie das geistige Klima dort aktuell wahr?

Ich lehre seit acht Jahren an der Columbia University. New York ist eine politische Insel in den USA, in den dortigen intellektuellen Milieus hat sich kaum etwas geändert. Man teilt den gemeinsamen Gegner Trump und die Republikaner, ist natürlich entsetzt über die Veränderungen der politischen Kultur, jeder hofft auf ein schnelles Ende des Albtraums. Man bekommt aber nur wenig mit von den Regionen der USA, aus denen sich Trumps Anhängerschaft rekrutiert. Das muss man sich schon über Zeitungsartikel oder Bücher erschließen, so als ob man von Europa darauf schauen würde.

Womit werden Sie sich thematisch nach Ihrer Frankfurter Zeit beschäftigen?

Ich würde gerne künftig über die sich wandelnde Arbeitswelt nachdenken, darüber, welche Gefahren, vielleicht aber auch Chancen die massiven Wandlungen in der gesellschaftlichen Arbeit für unsere demokratische Lebensform mit sich bringen – überhaupt erst einmal wieder die Frage aufwerfen, ob nicht die Qualität einer Demokratie viel stärker, als wir uns das häufig eingestehen, von fairen und transparenten Verhältnissen in der gesellschaftlichen Arbeitsteilung abhängt. Mir scheint, dass sich diese Frage angesichts der wachsenden Prekarisierung großer Teile der Bevölkerung und der schnell voranschreitenden Digitalisierung der Arbeitswelt heute mit großer Dringlichkeit stellt, denken Sie nur an die Gefahr wachsender Arbeitslosigkeit und des Überflüssigwerdens ganzer Schichten und Milieus. Das sind große Herausforderungen für die Gesellschaft, die Kultur und die partizipatorische Demokratie, mit denen ich mich gerne gesellschaftstheoretisch beschäftigen möchte.

Sie sind ja leidenschaftlicher Fan des Literaturnobelpreisträgers Bob Dylan, werden Sie seinen weiteren Werdegang verfolgen?

Der verlässt mich wohl nicht mehr, ich bin im Augenblick ganz begeistert von der gerade erschienenen CD „More Blood, More Tracks“ mit unveröffentlichten Einspielungen aus dem Album „Blood on the Tracks’.

Die Fragen stellte Dirk Frank

Dieser Artikel ist in der Ausgabe 1.19 des UniReport erschienen.<<

Categories: Alltägliches

57 Antworten auf „Axel Honneth im Interview

  1. „Das (normative) Ende des Sozialismus
    Kritische Anmerkungen zu „Die Idee des Sozialismus“ von A. Honneth

    Axel Honneth hat sich die ehrenwerte Aufgabe gestellt, die angestaubte Idee des Sozialismus zu rekonstruieren und mit neuer Attraktivität zu versehen.

    Er will den vom frühen Industrialismus geprägten Sozialismus „modernisieren“ und in einem neuen gesellschaftstheoretischen Rahmen fundieren. Sein derart revidierter Sozialismus bricht grundlegend mit jenen Inhalten, die das „alte Modell“ ausgezeichnet haben. Radikale Veränderung der kapitalistischen Eigentums- und Wirtschaftsordnung, politischer Klassenkampf mit dem Ziel, die bürgerliche Ordnung zu stürzen sowie das Proletariat als Subjekt des Wandels werden als obsolet angesehen. Im Honnethschen Modell werden neu die bürgerlichen Institutionen und Mentalitäten als zeitgemäße Materialisierung der sozialistischen Idee, die als soziale Freiheit firmiert, vorgestellt.

    Mit den ökonomischen und politischen Gegebenheiten, die den Grund für den Sozialismus abgaben, beschäftigt sich diese normative Theorie nicht länger. Eine Revitalisierung der alternativen Gesellschaftsidee ist damit aber nicht zu bewerkstelligen – selbst die behauptete Anschlussfähigkeit ans Honnethsche Hauptwerk „Das Recht der Freiheit“ misslingt. (Ulrich Weigel)“

    Wenn Sie den Text lesen möchten
    https://www.kritiknetz.de/kritischetheorie/1390-das-normative-ende-des-sozialismus

  2. Der gesellschaftliche Niedergang fing nicht 1989 an, sondern mit den des Neoliberalismus Anfang der 80er durch die Politik Ronald Reagens und Thatcher beipielsweise durch die drastische Herabsetzung des Spitzensteuersatzes von damals 70 auf heute 27%
    Während der Reformierer Herr Honneth das anscheinend erst irgendwann während der Finanzkrise 2007/08 wahrnimmt und das ganze völlig unkritisch in die darauffolgenden 90ern verortet, die falschen Schlüsse zieht.
    Da Problem ist ganz einfach, das die meisten Sozialwissenachaftler von Ökonomie anscheinend keinen blassen Schimmer haben.
    Und wie ich schom immer sagte, reichen einfache „Reformen“ eben auch nicht aus um wirklich etwas zu verändern

  3. der gesellschaftliche niedergang, von dem @publicviewer spricht, fand allerdings nicht nur auf seite der profiteure und vordenker des kapitalismus statt, sondern vor allem auch bei adorno & co.

    eine wertkrise war es, die seit damals und bis heute dazu führt, dass man der neoliberalen ideologie von links nicht mehr entgegensetzen kann.

    eine wertkrise in der linken, die so tief ist, dass heute nur noch 20 menschen zusammenkommen, wenn gegen den drohenden militärschlag gegen venezuela demonstriert wird und rechtspopulistischen parteien von der arbeiterschaft mehr lösungsskompetenz für ihre alltagsprobleme zugeschrieben wird als den gewerkschaften.

    eine wertkrise, die sich beiläufig äußert, wenn studierende sich 1998 mit den ausruf „das sind aber nicht meine kollegen!“ dagegen verwahrt haben, opel arbeiter in einer zu schreibenden rede als „liebe kollegen“ anzusprechen, weil die abgrenzung wichtiger ist als die gemeinsamen interessen zu vertreten.

    eine wertkrise, die bedeutet, dass die rückbesinnung auf das individuum – oft getarnt als diskussion um grund- und menschenrechte – mit dem neoliberalismus zu 100% kompatibel ist, ohne dass die vermeintlich linksradikalen aktivisten sich dessen auch nur ansatzweise bewusst wären, wenn sie mal wieder „das richtige bewusstsein“ oder eine „temporäre autonome zone“ schaffen, weil sie ihr privatleben mit der welt verwechseln.

    dort wo die fehlenden werte von linken – egal ob nun liberalen oder sozialisten – ein vakuum hinterlässt, wird das dann von anderen gefüllt. mit dem ergebnis, dass z.b. die politische rechte in den USA heute glaubwürdiger und authentischer daherkommt als die politische linke.

  4. @ 110
    vielleicht hast Du Lust, das noch mal konkreter zu machen, worin diese häufig erwähnte Wertkrise jetzt eigentlich besteht. So ganz verstanden habe ich das nicht!

    Sind dafür einzelne Personen, Personengruppen ( „Die Eliten“, „Die Reichen“, „Die Linken „…)
    verantwortlich ? Oder bilden diese lediglich die veränderten Reproduktionsbedingungen einer Gesellschaft ab und ebenso die veränderten Kräfteverhältnisse in der Gesellschaft. Und auf welchem Erkenntnisniveau werden diese Bedingungen verarbeitet.

    Der Neoliberalismus hat ja zu einer Zeit seinen Durchbruch geschafft, als die staatliche Regulierung der Wirtschaft à la Keynes an ihre Grenzen gestossen ist. Der Neoliberalismus ist in der Tat eine Ideologie, die sich sehr gut verträgt mit reformistischen Ideen der parlamentarischen Linken ( Jede Arbeit ist besser als keine Arbeit). Kein hinterfragen mehr der eigenen Lebensbedinungen, sondern unbedingter Anpassungswille des Individuum an die unabänderlichen ökonomischen Verhältnisse (marktkonforme Demokratie), die Verwandlung des Lohnarbeiters in ein kollektives Substrat.

    Wie sich die Wertekrise mit „Adorno & Co“ in Verbindung bringen lässt, ohne den historischen Hintergrund dabei einzublenden, den relativ schnellen Anschluss der Linken und ihrer gewerkschaflichen Organisationen an den deutschen Faschismus, an die Volksgemeinschaft und das jetzt gegen sie zu wenden, da komme ich ehrlich gesagt nicht mit.

    Noch einmal anders gefragt: Ist das Kollektiv der Wert oder das Individuum?

  5. Noch eine Anmerkung:

    Möglicherweise liege ich ganz daneben: Ich habe nicht den Eindruck, dass linke Intellektuelle in Deutschland eine lange Verfallszeit haben.

    Bevor sie die Chance gehabt haben in das Bewusstsein einer Minderheit vorzudringen , wurden sie bereits bürgerlich und fachgerecht zerlegt.

    Wie sich Bedeutungslosigkeit erheischen lässt, sind die Erinnerungsrituale an Geburtstage . Je mehr davon, desto mehr verblasst. Das ist eben auch die grosse Stärke von bürgerlichen Gesellschaften: In ihren Warenregalen findet alles seinen angemessenen Platz und wird aussortiert, wenn nicht mehr nachgefragt.

  6. Welche Geburtstage?
    Der Zusammenhang ist mir doch Schleyerhaft.

  7. @Publicviewer,

    ganz typisch die vom „ollen Rauschebart“. Da wird zu jedem rundem Geburtsdatum erinnert, seine Bedeutung hervorgehoben um sie dann als unzeitgemäss in Zweifel zu ziehen.

    Von einer marxistischen Linken im bürgerlich wissenschaftlich, universitären Bereich so aufbereitet, dass sie dem Selbstverständnis und deren Anforderungen an bürgerlicher Wissenschaft genügt, also die revolutionäre Intention herausgefiltert und auf gelungene alternative Nationalökonomie runtergebrochen ist.

    Mal ganz ehrlich? Wenn sich da so viele Berufene drüber hermachen, was soll da noch übrigbleiben ausser
    Suppe für das Kochstudio.

  8. @110 – „eine wertkrise war es, die seit damals und bis heute dazu führt, dass man der neoliberalen ideologie von links nicht mehr entgegensetzen kann.“

    Troptard sagte ja, dass im Neoliberalismus sozialstaatliche Regulierung an seine Grenzen stößt. Der permanente Verwertungszwang – die Gefräßigkeit der Profitlogik – führt dazu, dass das Kapital sein Regime über Finanzmärkte ausweitet: den Investmentbanken, Hedge-Fonds usw. Dadurch wird ‚alles‘ zum Spekulationsobjekt: Wohnen, Infrastruktur, Daten, Krieg oder Frieden … das Leben und all seine Ressourcen schlechthin.

    Der Erhalt der Spekulationsobjekte spielt dabei keine Rolle, auch nicht wie es den Menschen damit geht, es zählt nur der Ertrag, zumal die Finanzmärkte global agieren und nach dem ‚Ausweiden‘ einfach weiter ziehen (‚Heuschrecken‘). Der national agierende, bürgerliche Staat ist gegen das globalisierte Kapital halb machtlos, aber er ist vor allem Kollaborateur, weil er als ‚ideeller Gesamtkapitalist‘ nach der selben Ideo-Logik, nämlich dem Recht auf Privateigentum verfasst ist.

    Freiheit im bürgerlichen Staat ist die Freiheit der Anhäufung von Privateigentum im wettbewerblichen Ringen Aller. Es ist die Freiheit der Kapitalisten (deshalb heißt das Ding Kapitalismus)

    Die Anrufung des Staates um konsequente Abhilfe ist daher gegen seine eigene Logik, also auch gegen seine Existenzberechtigung, und verpufft krisenbedingt entweder in immer milderen Almosen, leeren Versprechungen oder in Aufbietung seines psychischen und physischen Repressions- und Gewaltpotentials.

    Wenn es da einen revolutionären Ausweg geben soll, dann also nicht in Anrufung des Staates sondern in der Wiederaneignung des Privateigentums zum Zwecke der kooperativen Selbstverwaltung. Oder ganz simpel: um die Oberhand über’s Leben zu gewinnen. Diese Wiederaneignung geschieht freilich nicht ohne Gewalt, die zu diesem Zweck als Notwehr auch alle historische Legitimität besäße.

    @110: Das ist es in etwa, was Revolution zu erledigen hätte …

    Ihr Zustandekommen ist aber Sache der Praxis und damit auch eine der Möglichkeiten.

  9. Sehr schön zusammengefast…thumbs up

  10. 5-fache Mutter arbeitet 30 Stunden die Woche
    „Ich arbeite, um meinen Kindern ein Vorbild zu sein“

    „Nicole Bongé (35) steht jeden Morgen um 5 Uhr auf. Dann schmiert die alleinerziehende Mutter Pausenbrote. Das dauert, denn sie hat fünf Kinder: Elektriker-Azubi Oliver (19), Gymnasiastin Chantal (15), Chanelle (11), Charleen (9) und Evangelie (7). Gemeinsam leben sie in einer Fünf-Zimmer-Wohnung in Berlin-Marzahn (860 Euro warm für 103 Quadratmeter).

    Wenn sie jeden Morgen einfach weiterschlafen und Hartz IV beziehen würde, hätte sie gerade mal 150 Euro weniger.“

    Diese Erzählung zur Diskreditierung von Arbeitslosen und Hartz IV -Empfängern hätte man durchaus glaubwürdiger aufbereiten können. Wo haben sie denn diese aufopfernde Mutter mit dem französischen Namen und den fünf Kindern aufgegriffen? Und den Kindern, die eigentlich fähig sein müssten, ihre „Pausenbrote“ inzwischen selbst zu schmieren und für die jüngeren Geschwister ebenso.

    Nun gut! Bis gestern waren es unsere Jugendlichen , die eine Sonderbehandlung durch das Springerblatt benötigt haben. “ Uns gehen die Klempner aus“ . Unsere Jugend will kein Handwerk mehr erlernen: „Das ist mir zu anstrengend.“ „Ich will mich doch nicht kaputt machen usw…. “

    Und sowas verfängt immer noch? Ich werde mich aus Gründen der Selbstzensur und im Interesse des Blogbetreibers mit einer deutlichen Stellungnahme dazu zurückhalten.

  11. Ehrlich gesagt verstehe ich jetz den Sinn des Geschreibsel nicht so ganz?

  12. @Publicviewer,
    „Ehrlich gesagt verstehe ich jetz den Sinn des Geschreibsel nicht so ganz?“

    Das habe ich vom Publicviewer auch nicht erwartet, Nicht jeder Kommentator hier mag so schnell über das revolutionäre Stöckchen springen, wenn das bürgerliche Bewusstsein dem so gar nicht folgen will, weil es
    sich gerne die alten Erzählungen immer wieder gerne anhört.

  13. Da der Herr Professor den Gezeitenwechsel nicht mitbekommen hat, darf ihm geholfen werden.
    Ein gewisser General und Präsident namens Eisenhower warnte Ende der 1950er Jahre vor der seiner Meinung größten Gefahr, dem militärisch-industriellen Komplex. Damals war also der Tsunami bereits ausgelöst, und auch wenn es kein Frühwarnsystem gab, zumindest ein Mensch ahnte, was geschehen könnte.
    https://off-guardian.org/2018/12/17/bipartisan-panel-us-must-prepare-for-horrendous-devastating-war-with-russia-and-china/
    Wohin es noch führen kann, eventuell recht schnell.
    Auf dem Weg dahin wird selbstverständlich, und der Reinplatzer formuliert es sehr klar, alles überrollt, denn Frieden oder eben auch Krieg ist ja nur Mittel zum Zweck der Geldvermehrung.

  14. Ich weiß nicht warum man gleich 3 Mal auf solch einen Scheiss verlinken muss.
    Das ist so ein „Neusprech Teil“, wo man kein Eimer mehr findet der auch wirklich groß genug ist.

    Noch Fragen?

    P.S. Lest es bitte nicht, das bereitet nur Kopfschmerzen

  15. @ Viewer

    Dies ist vergleichsweise wenig gegen Deine unzähligen Versuche, Dich als multiples Arschloch zu gerieren.

  16. Gesellschaftlich gesehen war ich schon immer „Das (kleine) Arschloch“ (falls ihr das kennt), schlechthin, auch im richtigen Leben. 😉

  17. Ich bin das zu Fleisch gewordenen schlechte Gewissen der Gesellschaft adligen Ursprungs.
    Das kleine Arschloch hat mir schon immer gefallen, falls ihr das kennt. 😉

  18. @ Publicviewer,

    hast Du in letzter Zeit Probleme mit der Verdauung? Oder hast Du vermehrten Stress mit Deinen ‚vielen‘ Frauen? Hör mal auf, hier den griesgrämigen, launischen Kommentator adliger Herkunft zu mimen.

    „Ich bin das zu Fleisch gewordenen schlechte Gewissen der Gesellschaft adligen Ursprungs.“
    Und was warst Du vor Deiner Berufung? „Aguirre la colère de Dieu.“

  19. Ich bin adlig, das habe ich seit kurzem erst herausgefunden, bzw. hat mich einer tatsächlich mit einer Mail darauf hingewiesen und ich Ignorant hatte nicht einmal was davon geahnt.
    Aber vergesst das Traktat derARD ist eh alles nur Verarsche und dazu nicht einmal von frößerem Unterhaltungswert, weil es schlichtweg nicht lesbar ist, aber das hier ist wirlich lustig: https://de.nachrichten.yahoo.com/bericht-japan-schlug-trump-bitten-washingtons-f%C3%BCr-friedensnobelpreis-112212712.html
    Und Nein, Verdauungsprobleme oder Probleme mit der Damenwelt sind bisher noch nicht aufgetreten. 😉

  20. Dies ist vergleichsweise wenig gegen Deine unzähligen Versuche, Dich als multiples Arschloch zu gerieren.<<
    recht unerwartet in lesbarer Sprache abgefasst, fehlt nur noch die Erklärung, was ein m. A. ist.

  21. Die ‚honette‘ art, die hier an den tag gelegt wird, gefällt mir doch deutlich besser als Honneths moralische/moralisierende ‚art‘. :-p

  22. BIFI mußte mit, also Wehlings berliner „Berkeley International Framing Institute“, damit die ARD sich mit ihrem jetzt zugänglichen Framing Manual endlich ganz offen als staats- und propagandafunk outen konnte. Selten so einen stuss gelesen. Da hat tingeltangel elli ganz schön daneben gelangt – rohrkrepierer quasi.

    „Kontrollierte Demokratie statt jeder wie er will. – Demokratie statt ideologischer Monopolisierung.“ (aus dem anhang) Sehr schön auch auf S. 63: „Die Sachlage ist eine andere: Bürger, die sich nicht gemäß der demokratischen Vereinbarung am gemeinsamen Rundfunk ARD beteiligen, sind wortbrüchig oder auch illoyal. Sie liegen nicht nur den anderen auf der Tasche, täuschen und betrügen und genießen weiterhin uneingeschränkten Zugang zur gemeinsamen medialen Infrastruktur ARD – sondern sie halten sich nicht an unsere demokratisch getroffenen und damit für alle verbindlichen Vereinbarungen und missachten den allgemeinen Willen des Volkes. Sie sind Beitragshinterzieher, sie begehen Wortbruch, machen sich des Loyalitätsbruchs schuldig.“

    Darauf dann einen guten venezolanischen Botucal – andererseits: gegen die galoppierende verblödung hilft nicht mal mehr alkohol, was einen, immerhin, davor bewahrt alkoholiker zu werden; genießen, um doch zugleich die schmerzen zu dämpfen, wenigstens das, reicht ja auch.

    Junge, wie diese ‚demokratisch verfasste bürgerliche gesellschaft‘ – ich mochte es gar nicht hinschreiben – immer schneller ihre ganze verschissen- und verlogenheit charme- und schamlos offenlegt (und das ist ja nur ein weiteres beispiel*) – frohlocket, auch wenn nichts besser wird.

    Die spd will hartz iv ja auch dadurch abschaffen, indem man es anders nennt. Wenn sozialdemokraten heute von change reden, dann heißt das übersetzt ebendas: change the fram-e (-ing). Vielleicht sollte man ganz in alter tradition auch wieder seife verteilen:

    Wir haben unsre Brüder
    mit Wahlkampfseife bedacht.
    Das tun wir das nächste Mal wieder;
    es hat sich bezahlt gemacht.

    Wir schlagen Schaum.
    Wir seifen ein.
    Wir waschen unsre Hände
    Wieder rein.

    Wir haben ihn gebilligt
    den großen heiligen Krieg.
    Wir haben Kredite bewilligt,
    weil unser Gewissen schwieg.

    Wir schlagen Schaum …

    Dann fiel’n wir auf die Beine
    und wurden schwarz-rot-gold.
    Die Revolution kam alleine;
    wir haben sie nicht gewollt.

    Wir schlagen Schaum …

    Wir haben die Revolte zertreten
    und Ruhe war wieder im Land.
    Das Blut von den roten Proleten,
    das klebt noch an unsrer Hand.

    Wir schlagen Schaum …

    Wir haben unsre Brüder
    mit Wahlkampfseife bedacht.
    Das tun wir das nächste Mal wieder;
    es hat sich bezahlt gemacht.

    Wir schlagen Schaum …

    Text: Julian Arendt, Musik: Otto Stransky – 1928

    Und immer noch sollen darauf leute reinfallen?! Da hatte Franz Pfemfert dann wohl recht (?), als er 1925 schrieb: >>Vergeßlichkeit im Klassenkampf ist konterrevolutionärer als alle Weißgardisten, alle Noskes zusammen! Denn diese Noskes, diese Lakaien des Klassenfeindes, wären von der Bourgeoisie niemals engagiert worden, hätten sie nicht darauf verweisen können: “Wir können die Arbeiterschaft in eurem Auftrage ins Gesicht speien, niedermetzeln, diese Proleten bleiben uns in hündischer Treue ergeben. …“ … <<

    Europaweit haben sozialdemokratische parteien das neoliberale projekt ohne widerstand vorangetrieben, quasi vollendet, was schon den schreibtischmörder Friedman wunderte.

    Beim Gärtner findet man mehr zu „Eberts Erben“. Ich hör auf.

  23. @ Oblomow
    WTF!!!!!???
    Bis Seite 63 bin ich gar nicht erst gekommen… 😉

  24. Um den Verblödungs- ud Manipulationsauftrag des ÖR TV zu beweisen, brauche ich weder ein Gutachten, noch ein hochkarätig besetztes Seminar. Ich sehe mir einfach des Wochenprogramm an. Auf allen Kanälen ein inflationäres Angebot an Kochshows und Tatorten. Dazwischen lächerliche Arztserien, die mit der Realität nicht das geringste zu tun haben (ganz übel „Der Bergdoktor“ der sich stets auch um die Probleme der Familien seiner Patienten kümmert, kann alles, weiss alles, macht alles) . Und in den Talkshows ständig die AfD-Fratzen, weil: „Man muss doch mit den besorgten Bürgeren und Rechten reden.“ So zum Beispiel:

    Der Bildungsauftrag des ÖR Tv ist ebenfalls eine originelle Lachnummer. Immer dann, wenn irgendein wichtiges Länderspiel, Bundesligaspiel oder eine Begegnung in der Tschämpjensleak stattfindet, fällt die Talkshow Hart aber fair aus. Scheint nicht den Stellenwert eines Menschenrechtes auf Fussballspielübertragung zu haben. Am letzten Montag hatte Plasberg ebenfalls Pause, weil über 2 Std. lang die Verleihung des Ordens wider den tierischen Ernst an Julia Klöckner übertragen wurde. Nee war dat spannend.

  25. Eine Blödheit, die alle verstehen, ist offenbar hundert mal mehr wert als ein kluger Gedanke, der nicht alle »mitnimmt«. (Georg Seeßlen)

  26. „Ich war und bin nach wie vor andererseits aber auch der Überzeugung, dass es die praktisch-moralische Pflicht des linken Intellektuellen ist, immer wieder, und seien die Zeiten noch so düster, Möglichkeiten des sozialen Fortschritts und der politischen Verbesserung zu erschließen und nicht in Kategorien purer Negativität zu denken. In einer solchen Situation sehe ich mich heute.“

    „Kategorien purer Negativität “ ……. – von Dialektik hält Honneth offensichtlich nix.
    Vorher verortete er sich irgendwo zwischen Adorno und Popper. Er steht Popper und Konsorten sowie dem Positivismus offensichtlich viel näher, als er glaubt.

  27. @ Ex-Vermieter
    19.Februar 2019 – 20:22

    Nach meinem Empfinden formuliere ich stets fasslich.

    Multiples Arschloch – meine Benennung für einen Allround-Dilettanten mit Anflügen von Größen-, Abstammungs- und Sendungswahn.

  28. Jajajjaaa..das erzähle ich ja auch nur euch, weil ich als Anarchist erledigt wäre. wenn mein reales Umfeld wüßte, das ich vom uralten Adel abstamme.
    Schon der Umstand, das ich Tennis spiele lies mich jahrelang als unglaubwürdig erscheinen.
    Ihr wisst ja, die Sache mit den Schnittmengen zwischen linken und rechten Interessen die sich überschneiden verkraften die Rechten mit links während die Linken dabei dann leicht vom rechten Weg abkommen.

  29. Fasslich, nun gut, das geht grad noch, ein Abgleich von eigenem Empfinden und der Realität der Außen-, in diesem Fall der Adressaten-Welt könnte erhellen.
    Arschloch ist wohl ziemlich sicher beleidigend, während ein näher beschriebener Dilettant der Versuch einer Einordnung ist, die sachlich richtig oder falsch sein mag.

  30. Ja! Und ganz toll! Da presst man sich den Gehirnschmalz aus den verbliebenen Zellen raus und was passiert?
    ‚Rien ne va plus‘

  31. @troptard, was ist passiert?

  32. Text wohl im Orbit des unendlichen Datenmülls beerdigt.
    LG

  33. troptard, ich habe hier auch derlei Probleme, vorhin half >zurück< im Browser und der zu sendende Text war noch da: 2. Anlauf, funzt!

  34. Unbequeme Exemplifikation

    Ein ums andere Mal wurde ich in diesem Forum mit dem Vorwurf konfrontiert, kryptisch oder ausweichend zu formulieren.
    Vorab: Ich habe mir niemals erhofft von allen verstanden zu werden.
    Auch besteht mitnichten die Erwartung, dass sich ein Rezipient der Mühe unterzieht, meine Texte zu decodieren.
    Ich schreibe aus Tristesse, weil temporär eine adäquate Kontaktperson fehlt oder mir eine Einlassung bedeutsam erscheint.
    Die Euch bekannte und unliebsame Ausdrucksweise ist dem Bedürfnis geschuldet, das zu Sagende möglichst präzise und bündig auf den Begriff zu bringen.
    Was manchem als Marotte, Gehabe oder Sonderung erscheinen mag, entspringt einer eigentümlichen Edukation.
    Eine gezielte Diskriminierung in neuzeitlicher Bedeutung weise ich zurück.

  35. @ Sledgehammer,

    also hat der Publicviewer durch die Bezeichnung „multiples Arschloch“ keine Diskriminierung/Benachteiligung erlitten. Ist das jetzt die geschickte Relativierung einer beabsichtigten Beleidigung, die darin zum Ausdruck kommen sollte.

    Ich kenne ja selbst solche Momente, wo ich an mich halten muss. Glücklicherweise bekomme ich dann noch rechtzeitig die Kurve, meistens jedenfalls. Was die eigentümliche Edukation betrifft, so hatte ich da eher die Vermutung, dass dies einer Liebhaberei entspringen würde, einer sog. Schwäche für die Benutzung kaum noch verwendeter Worte in der deutschen Sprache.

    Übrigens was die französische Sprache betrifft, so ist die wirklich voll von knackigen Ausdrücken zur Beleidigung seiner Mitmenschen ( z.B. sale salaud).

    Mein Lieblingsbeleidigung in französisch ( vom Hören) ist diese: „face de rat “ (Rattengesicht, Rattenkopf, Du Ratte).

  36. „Frankreichs herrschende Elite attackiert „Gelbwesten“ mit Antisemitismusvorwürfen

    Nachdem es letzten Samstag zu einer Auseinandersetzung zwischen dem rechten Ex-Maoisten Alain Finkielkraut und einem Demonstranten kam, der eine gelbe Weste trug, organisierte die prokapitalistische Parti Socialiste (PS) in mehreren Städten Proteste.

    Der Demonstrant, der dem französischen Geheimdienst wegen Beziehungen zu Islamisten bekannt sei, nannte Finkielkraut einen „dreckigen Zionisten“. Seither betreiben die Medien eine wütende Kampagne gegen die „antisemitische Linke“ und fordern die Gelbwesten auf, die Demonstration der PS zu unterstützen.“ ( wsws)

    „Macron will den Hass im Netz schärfer bekämpfen

    Ein neues Gesetz im Namen des Kampfes gegen Antisemitismus und Rassismus soll das Löschen von beleidigenden Äußerungen systematisch erleichtern und beschleunigen

    Der französische Staatspräsident Macron will schärfer gegen den Hass im Netz vorgehen. Ab Mai soll ein entsprechender Gesetzesentwurf in der Nationalversammlung diskutiert werden, nach den Sommerferien soll er verabschiedet werden. Zügig soll es auch beim Löschen von Inhalten zugehen, die Hass verbreiten. Das ist eins der zentralen Anliegen.“ (Telepolis)

  37. @Sledgehammer
    Genau, „Konditionierung“ ist der passende Begriff, den nebenbei bemerkt auch (fast) jedem geläufig ist.
    Trotz aller Schwermut wovor wirklich niemand der wirklich kritisch denkt und das, wie hier in diesem Forum auch schrifftlich bekundet zukünftig gefeit sein wird, wäre es doch sehr schön sich Begrifflichkeiten zu bedienen, deren Bedeutung ohne ein Duden oder Fremdwörterlexikon auf dem Schoss zu haben eingängig ist.
    Wir haben schon genug mit den Medien zu kämpfen, die ganz gewollt die Begriffe wie durch Framing zu verzerren und uns dabei verwirren.
    Auf das multiple Arschloch bin ich sogar fast stolz .
    Es ist sozusagen fast eine Ehre da mir seit meiner Einschulung rein gesellschaftlich gesehen nur sellten ein anderes Urteil bestimmt ist.
    Nur aus deiner Feder das zu lesen verwundert mich schon, entbehrt es doch deiner sonst so vorzüglichen Finesse bezüglich deiner Wortwahl und grenzt nahezu schon an einer Profanität die für deine Verhältnisse seines gleichen sucht.

  38. mein schreibwerkzeug, ein aimac von 2008-09 ist kaputt, ein altes notebook macht mir die sonst gewohnten seiten ganz fremd, deshalb nur ganz kurz: wie texte von troptard verschwinden können, weiß ich nicht, würde dem aber trotzdem gern abhelfen.

    was die texte von sledgehammer betrifft, so habe keine probleme, sie zu verstehen.

  39. @ Klaus Baum,

    ich werde Dir da leider nicht weiter helfen können.

    Was das Verschwinden meiner Texte betrifft, sporadisch, so musst Dir darum keinen Kopf machen.
    Ich habe da auch keine Idee, weil es ja auch kein neues Phänomen ist, sondern seit Jahren immer wieder mal aufgetreten ist..
    Was die Texte vom Sledgehammer betrifft, so ist bleibt mein nicht zu unterschätzender Einwand dass es für Dich kein Problem sein mag sie zu verstehen, aber man sollte nicht unbedingt von sich auf andere schliessen.
    Um nicht elitär, abgehoben zu erscheinen, bemühe ich mich persönlich um ein Sprachniveau, was allgemein zugänglich ist und wenn ich den Eindruck habe, das es das nicht ist, dann füge ich gerne eine Übersetzung bei.
    Ich mag nicht diesen sprachlichen Dünkel, wie er sich z.B in der Medizin breitgemacht hat, wo der Patient die Diagnose des Arztes erst aus den Nachforschungen im Internet versteht.

  40. @ Klaus Baum
    Meine beiden Frauen, beides Akademikerinnen, belesen, politisch interessiert und mit vergleichbar hohem Bildungsniveau, wenn auch aus völlig unterschiedlichen Fakultäten verdrehen die Augen bei den meisten Ergüssen von Sledgehammer.
    Manchmal auch aus den Meinen, aber steht auf einem völlig anderen Blatt… 😉

  41. Pseudointellektuelle Herrschaftssprache, von der sich das revolutionäre Subjekt nicht angesprochen fühlt.

  42. @ Viewer @ Troptard

    Steigt man gegen alle Gepflogenheit in die Niederungen deutscher Sprachpflege und Anatomie hinab, findet dieses Gebaren allem Anschein nach lediglich verhaltenen Anklang.

    Dass mein veredeldes Geseich bei Deinen Buhlen ein ungehaltenes Augenrollen bedingt, traumatisiert mich.
    Mögen Deine Entladungen aka Ergüsse anderes bewirken.

  43. @Sledgehammer,

    ist ein durchaus ehrenwertes Bemühen, was ich durchaus nicht negativ bewerten möchte.
    Meiner Ansicht lassen sich Sprache und auch die Formen der Kommunikation nicht unbedingt in Stein meisseln. Die folgen sehr wahrscheinlich ökonomischen und gesellschaftlichen Veränderungen.
    Dafür bin ich wieder mal nicht Experte und lasse es damit bewenden.

    Der Altautonome wagt sich wieder einmal beim Flatter auf „vermintes Terrain“ vor. Mutig ist er, dass muss ich ihm lassen. Mal sehen, wie das da für ihn ausgeht. Ich lese da immer noch mit, aber kommentieren ist ja fast wie Selbstmord.
    I

  44. Troptard: Nichts ist vermint. Nur eine öde Reaktionswüste. Funkstille. Nicht einmal den Vorwurf der antideutschen Propaganda muss ich mir anhören. Auch keine Beschimpfungen, Diskriminierungen oder Beleidigungen. Dafür in der Blogroll Plattformen, die kein Problem haben, mit AfD-Leuten aka besorgte Bürger zu diskutieren. Das Verlinkungsmonopol hat doch dort ein anderer, wie wir wissen. Isso.

  45. Was, der Herr lässt also verlinken?
    Echt jetzt???

  46. @ Altautonomer,

    Stimmt! Der Erregungspegel ist inzwischen stark zurückgefahren.

    Erinnere mich noch einigermassen daran, wie das richtig ordentlich abging, wenn Namen wie Thomas Ebermann , Trampert und Ditfurth und ganz schlimm, wenn auf diese im Zusammenhang mit linken Antisemitismus bzw.linker Querfront verlinkt wurde. Und weil es sowas in der Linken ja angeblich nicht gibt oder geben darf, da hat dann emotional so richtig die Hütte gebrannt.

    Aus meiner Rückschau waren das sogar noch die guten “ alten Zeiten “ in der auch die Kritik an der bürgerlichen Wissenschaft noch zu erregten Diskussionen geführt hat.

    Wenn der linke Flügel der bürgerlichen Gesellschaft sich der rechten Dominanz unterordnen muss, so hat das auch zwangsläufig Auswirkungen auf die Restlinken, die verstärkt repressiven Massnahmen
    des bürgerlichen Staates ausgesetzt sind (sh. die Urteile gegen zwei Hambi -Aktivistinnen zu 9 Monaten Jugendstrafe ohne Bewährung.

  47. Unterschiedliche Sichtweisen , wie kapitalistische Krisen des Kapitalismus gesellschaftlich verarbeitet werden sind durchaus normal. Wenn meine Grossmutter sich das so erklärt hat, dass jede Krise bisher durch einen Krieg bereinigt, danach mit neuem Elan wieder aufgebaut wurde, so hat sie das vor dem Hintergrund von zwei Weltkriegen gemacht und durchaus als normal empfunden, dass dieser Wiederaufbau auf Millionen von Leichenbergen stattgefunden hat.

    Oder wie flatter geschrieben hat:“ Ja, es ist noch immer irgendwie gutgegangen.“ Das von einer einfachen Frau, die für ihren Führer sechs Kinder geboren hat intellektuell nicht mehr zu erwarten war, da bin ich ziemlich nachsichtig.

    Anders verhält es sich für mich mit heutigen sog. Linken, welche den Begriff des „Weltuntergangs/ den der Apokalypse“ bewusst auf ökonomische Kategorien reduzieren. Da gehen sie genau so konsequent vor, wie das anlagesuchende Kapital und dechiffrieren die zukünftigen grossen Player, benennen die Aufsteiger und die Absteiger in diesem Szenario.

    In jedem Fall geht es auch bei denen irgendwie immer weiter, dem Kapital geht nie die Puste aus. Kein Ende absehbar, als wenn man es ihm schuldig wäre, dem Kapitalismus eine Lebensbescheinigung auszustellen und seine Destruktivkräfte eben als das, was normal, hinnehmbar zu sein hat.

  48. Es gibt faktisch keine echte oder gar organisierte, sei es auf parlamentarischer Ebene sowie auch sonst irgendwie linke Bewegung mehr.
    Also in unserem Sinne in Europa, die sich grundsätzlich gegen das herrschende System stellt und das nicht erst seit ein paar Jahren-

  49. Publikviewer: Wenn es keine linke Bewegung, genauer gesagt, keine Linken mehr gibt, sind wir dann alle Rechte?

  50. Das ist jetzt genau die Argumentation der Rechten.
    Die meinen, das alles was nicht so rechts ist wie sie links ist. 😉

  51. @ Publicviewer,

    „Es gibt faktisch keine echte oder gar organisierte… auch sonst irgendwie linke Bewegung mehr.“

    Wenn es keine Linke mehr gibt, die ernsthaft daran interessiert ist, den Kapitalismus zu überwinden, weil ihr die Gründe dafür nicht mehr einsichtig sind, und ihr der heutige Kapitalismus im Rückspiegel und im Vergleich zum untergegangenen “ real existierenden Sozialismus “ weitaus attraktiver ist, so erscheint es lohnender, sich weiterhin an den unerfüllten Versprechungen der bürgerlichen Gesellschaft abzuarbeiten.

    Deshalb bin ich persönlich bereits dazu übergegangen, nur noch von einem linken und rechten Flügel innerhalb der bürgerlich kapitalistischen Gesellschaft zu reden,von einer systemstabilisierenden „Opposition“ wenn Du so willst, die notwendigen Korrektive dieser Gesellschaft, um sie noch einigermassen zu stabilisieren.

    Und was da immer noch als Linke firmiert, so schafft die es ja immer noch ganz kooperativ der ausserparlamentarischen Opposition die Spitze abzubrechen und sie wieder in den Schoss der bürgerlichen Gesellschaft einzuhegen.

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