Ich habe überlegt, ob ich vom Fall Nawalny sprechen sollte, bin aber zu dem Schluss gekommen, wir haben es mit einem Fall namens Bundesregierung zu tun. Warum das so ist, will ich kurz erläutern.
In der Regierung sitzen einige Leute mit fragwürdigem Charakter, die, sobald sich die Gelegenheit bietet, behaupten, Russland sei ein kommunistischer Staat, der auf dem Planeten Erde keine Existenzberechtigung hat. Weniger polemisch formuliert: An Maas, unserem Außenminister, ist mir aufgefallen, dass da einer den Moralapostel spielt, dass da einer alle Register schwarzer Pädagogik ziehen möchte, um Putin auszupeitschen, um ihn zu bestrafen beziehungsweise zu sanktionieren. Diese Regierung hält offenbar alle, die ihr nicht passen, für bösartige Arbeitslose, denen man am besten die Existenzgrundlage entziehen sollte.
Was in mir den Zorn aufsteigen lässt, ist die Tatsache, dass einerseits behauptet wird, ohne Beweise zu haben, die Schergen Putins hätten Nawalny vergiftet, und dass sich keiner darüber aufregt, wieviele Menschen durch kapitalistisches Profitstreben, also hier im Westen, vergiftet werden. Im Gegenteil: Das Wissen darüber wird unterdrückt, es wird kleingehalten*.
Ich habe mir im Jahre 2001 bei Max Bahr Wollauslegeware für meine Wohnung in Kassel gekauft. Die Jahre über wurde ich immer schwächer, kraftloser. Ein Arzt, der noch etwas von Umweltmedizin verstand, und der nach der Ausstattung meiner Wohnung fragte, brachte den Verdacht auf, dass es an Permethrin liegen könnte. Eine Analyse meines Staubsaugerbeutels bestätigte den Verdacht: Der Gehalt an Permethrin überstiegt um das 40-fache den Grenzwert. Wenn nun ein Typ wie Maas sich wie ein Pharisäer aufführt, kommt mir die Wut hoch, denn was im Falle von Vergiftungen in Deutschland passiert, brachte Antje Bultmann schon 1996 mit dem Titel ihres Buches „Vergiftet und allein gelassen“ auf den Punkt.
Nawalny wird benutzt, um Stimmung gegen Putin zu machen, darüber hinaus gehen Leuten wie Maas die Opfer der chemischen Industrie (und den Anwendern und Verbreitern der Gifte) am Arsch vorbei.
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*Ich hatte 2006 ein Telefongespräch mit einem Herrn aus der Teppichbranche, der mir von zwei Babys erzählte, die durch Permethrin in Teppichen zu Tode gekommen waren. Und dass es deswegen zu Prozessen gekommen war. Kein Wort darüber in der Presse.
Bei einer Tauffeier lernte ich jemand kennen, der einen Film über das Wohngift Permethrin für das Fernsehen gedreht hatte. Er selbst und der Sender wurden bedroht, um die Sendung dieser Dokumentation zu verhindern.

Mir scheint (scheint, wegen meiner Sehbehinderung), der folgende Link führt zum kompletten Buch von Antje Bultmann:

http://gabnet.com/bultmann/bultmann-antje-vergiftet-und-alleingelassen.htm

Grüne zum Fall Nawalny (nur noch peinlich):

https://www.freitag.de/autoren/lutz-herden/wie-im-affekt?fbclid=IwAR0ejcwU3btJre9mtS6ni_WrMvs12F7x1-qw_dTfqEaHj6wSgStqZ0_Iov4