Wissenschaft sei, so höre ich gelegentlich, wenn die Ergebnisse eines Experimentes sich wiederholen lassen, so dass sie jedermann unter den gleichen Bedingungen reproduzieren kann. Das obige Video über akrobatische Situationen im Fußball spricht nun von der Unwiederholbarkeit der dort gezeigten Szenen.

Dieses Video und sein Titel brachten mir einige Erfahrungen ins Gedächtnis, die ich in der Fotografie gemacht habe. Im Jahre 79 hütete ich im Oktober ein Haus mit einer breiten Fensterfront, die nach Süden hinausging, ein. Die Sonne schien derart intensiv, so dass ich meine Lektüre des „Anton Reiser“, einem inneren Zwang folgend, unterbrach und meine Kamera nebst Stativ herbeiholte. Entstanden ist das folgende „Self-Portrait“, das im darauf folgenden Jahr einen 3. Preis beim Internatiol-Photo-Contest von Nikon gewann. Jahre später wollte ich zur Sicherheit das Foto wiederholen, was mir nicht gelang, denn es war Sommer, die Sonne stand höher als im Oktober, und der Film war ein anderer, er war zu grobkörnig. Das Selbstporträt war auch ein Produkt des Zufalls. Die Linienführung, der Schatten der Person, all das konnte ich ja selbst nicht wahrnehmen.