Notizen aus der Unterwelt.

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Gastbeitrag vom altautonomen — 7. August 2020

Gastbeitrag vom altautonomen

„Chris Tall“ (Olive Nast) – eine Säule des rassistischen Kulturimperialismus

„Alle Rollstuhlfahrer im Saal mal aufstehen!“
„Großer Penis, kann schnell laufen!“ (Gemeint sind Schwarze)
„Ich sehe da hinten nur einen weißen Pullover, ist der aus Baumwolle?“ „Wer sie pflückt, darf sie auch tragen!“ (Schwarze)
„Heute ist Chris-Tall-Nacht!“

https://www.youtube.com/watch?v=nwAL06N3XX4

https://www.youtube.com/watch?v=xAcnDD5mVNs

Die kleine Pisswurst, die mit derartigem Alltagsrassimus Witze über Minderheiten macht, während sich das in seinen Vorurteilen und Ressentiments bestätigte johlende Pegida-Publikum (1-Life XXL = jeweils ca. 14.000 Gäste) vor Begeisterung auf die Schenkel klopft, hat inzwischen seine Omnipräsenz in den öffentl.-rechtl. TV-Anstalten etablieren können.

Hier ein paar Beispiele aus den letzten Jahren:
Quelle: Youtube

SWR 3 Comedy Festival 2018
MDR Spasszone 2018
WDR Das Vivaldi Experiment 2016
hr Comedy Tower 2017
ZDF Markus Lanz 2017
SWR Die Pierre M. Krause Show – Latenight 2018
WDR Nightwash 2017
ZDF Volle Kanne 2018
WDR Kölner Treff 2018
NDR Ultra Dry 2017
3Sat „Hölzerner Besen“ 2015
WDR 1Life 2017
NDR Tietjen und Bommes 2017
ARD Wer weiss denn sowas 2017

Zum Schluss bekam Christopher Nast alias Chris Tall auch noch die Auszeichnung „Bambi“ verliehen.

Sein Motto: Darf der das? Ja, er darf dass, genauso, wie ich es darf, ihn einen Rassisten zu nennen. Satire darf alles, sofern sie die Grenzen der Satire nicht überschreitet, was hier aber der Fall ist.

Herr Buhrow hat anscheinend nichts dagegen, dass dieser Typ wie ein Shootingstar der Comedianszene unkritisch durch die ARD-Sender gereicht wird. Hauptsache „seit 5:45 Uhr wird zurückgelacht“.

Wer wissen möchte, wie sich in Deutschland ein gesellschaftlich rassistischer Konsens etablieren konnte, sehe sich die Videos von Tall an.

Wenn die Sonne der Kultur am Horizont versinkt, werfen auch Zwerge lange Schatten.

Lisa Eckart ausgeladen — 6. August 2020

Lisa Eckart ausgeladen

>Die österreichische Kabarettistin Lisa Eckhart gehört zu den Personen, denen deutsche Medien das Attribut „umstritten“ als vorangestellten Namensbestandteil verliehen haben. Nun wurde Eckhart, wie der SPIEGEL berichtet, vom Veranstalter einer Literaturlesung in Hamburg ausgeladen. Die offizielle Begründung: Eckhart sei so umstritten, dass man im „bekanntlich höchst linken Viertel“, in dem die Veranstaltung stattfinden sollte, die „Sicherheit der Besucher und der Künstlerin“ nicht gewährleisten könne. Zuvor hatten zahlreiche Feuilletonistinnen, angeführt von taz und SPIEGEL, Eckhart Antisemitismus, Rassismus und weitere unschöne Dinge vorgeworfen und damit die Atmosphäre geschaffen, die sich nun nach Ansicht der Veranstalter gewalttätig entladen könnte. Das ist tragisch. Noch tragischer ist jedoch, dass große Teile des sich selbst als linksliberal verstehenden deutschen Feuilletons offenbar die Satire von Lisa Eckhart nicht einmal im Ansatz verstehen, fehlt ihnen doch jeglicher Sinn für kritische Selbstreflektion.<< Von Jens Berger.

Mehr:

Der Fall Lisa Eckhart – Cancel Culture in Deutschland

Blogverantwortlicher in eigener Sache — 3. August 2020
Christian Springer: Demo in Berlin —
Gabriel erhielt 10.000 Euro von Tönnies — 2. Juli 2020

Gabriel erhielt 10.000 Euro von Tönnies

Tönnies zahlte !0.000 Euro Beraterhonorar pro Monat an Sigmar Gabriel. Und als Reisekosten gabs nochmal eine vierstellige Summe für den armen Ex-Minister. So berichten jedenfalls heute, am 2. Juli 2020, diverse Medien.
Ein Herr Montesquieu hatte vor längerer Zeit das Konzept einer Gewaltenteilung im Staat entwickelt, diese gibt es aber nicht zwischen Politik und Wirtschaft. Politiker lassen sich kaufen, verkaufen ihre Einflussmöglichkeiten und arbeiten mit ganzer Kraft daran, möglichst viel Schmiergeld zu kassieren.

armes schwein

Gabriel

(Quelle: Wikipedia … https://de.wikipedia.org/wiki/Sigmar_Gabriel)

 

 

 

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