Notizen aus der Unterwelt.

Der kritische Blog von Klaus Baum – jetzt mobile-friendly

Warum ich erlahme — 21. März 2018

Warum ich erlahme

Leute wie Spahn habe ich seit Bestehen meines Blogs mit analytischen Argumenten bekämpft. Aber sie sind wie jene Drachen aus den Sagen und Legenden: Schlägt man ihnen einen Kopf ab, wächst ein neuer nach. Spahn ist ein solcher Kopf.

Und wie man aus der heutigen BILD in großen Lettern erfahren durfte:

Hartz-IV-Banden plündern Deutschland aus.

Es sind der Köpfe zu viele.

 

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Wählt Spahn — 11. März 2018

Wählt Spahn

Spahn: Auch ohne die Tafel müsste niemand hungern

Die gesetzliche Grundsicherung werde mit großem Aufwand genau bemessen und regelmäßig angepasst, betonte das CDU-Präsidiumsmitglied. Hartz IV bedeute nicht Armut, sondern sei die Antwort der Solidargemeinschaft auf Armut. „Damit hat jeder das, was er zum Leben braucht“, sagte Spahn.
Er spricht wie der Teufel. Und so sieht es Wikipedia:
„Der Teufel (von altgriechisch Διάβολος Diábolos, wörtlich ‚Durcheinanderwerfer‘ im Sinne von ‚Verwirrer, Faktenverdreher, Verleumder‘ aus διά dia ‚auseinander‘ und βάλλειν bállein ‚werfen‘, zusammengesetzt zu διαβάλλειν diabállein Zerwürfnis stiften, verleumden; lateinisch Diabolus) – er spielt im Christentum und im Islam eine besondere Rolle als Personifizierung des Bösen.“
Dedicated to Vincent van Gogh — 4. März 2018
„Wer schützt Hamburg nun vor dem Gesetzesbrecher Dudde?“ — 1. März 2018

„Wer schützt Hamburg nun vor dem Gesetzesbrecher Dudde?“

Dudde ist natürlich kein Gesetzesbrecher, sondern ein ehrenwerter Mann, sonst wäre ja seine Entlassung keine Beförderung.

Martin Nieswandt von Change.org ist allerdings anderer Meinung als ich. Im Sinne der Meinungsfreiheit muss ich sein Statement jedoch kundtun. Wer Kafkas Text „Eine Gemeinschaft von Schurken“ kennt und dazu noch den Aphorismus von Jerzy Lec (‚In der Hölle ist der Teufel eine positive Gestalt.‘), weiß, mit welchen Charakteren man es in HH zu tun hat.
Martin Nieswandt schreibt:

Halstenbek, Deutschland

„1. März 2018 — Hartmut Dudde, dessen Polizeieinsätze mehrfach von Gerichten als unverhältnismäßig und rechtswidrig verurteilt wurden und der als Einsatzleiter bei G20 bekanntlich völlig versagte wird nun dafür – genau – BEFÖRDERT!

Welches Signal sendet die Hamburger Politik damit aus, ausgerechnet den Mann, der Presse und Demonstranten als Gegner der Polizei betrachtet, zum Chef einer mehr als 5000-köpfigen Schutzpolizei zu machen?

Rafael Behr, Professor an der Akademie der Polizei sagte dazu gegenüber der ZEIT:
„Dies deutet für mich darauf hin, dass die bürgernahe Schutzpolizei und die eher bürgerfernen geschlossenen Einheiten verschmelzen.“ Weiter: „Das wird das Verhältnis von Polizei und Gesellschaft verändern.“ Insgesamt sei ein offensives und dominantes Auftreten der Polizei zu erwarten – auch in Alltagssituationen, in denen sonst vielleicht ein bürgernaher Beamter mit Geduld und Gesprächen vor Ort versucht hätte zu deeskalieren. Dudde stehe für eine Law-and-Order-Polizei, die dank hochmoderner technologischer Ausrüstung jeden Ernstfall in den Griff zu bekommen glaubt. „Das ist genau die Strategie, die er im Vorfeld des G20-Gipfels nach außen hin vertreten hat“, sagt Behr. „Im Lichte bisheriger Polizeiforschung betrachtet sind technologische Reformen immer damit verbunden gewesen, dass der Kontakt zur Zivilgesellschaft abnimmt.“

Die Zitate von Herrn Professor Behr stammen aus der heutigen „Elbvertiefung“, dem Hamburg-Newsletter der ZEIT, der link ist angefügt.

Schockiert über diese Personalentscheidung zeigt sich gegenüber der „Welt“ auch Antje Möller, Innenpolitikerin der in Hamburg mitregierenden Grünen:

„Es ist mir unverständlich, dass in einer Zeit, in der wir uns mitten in der Aufklärungsarbeit zum G-20-Gipfel befinden, die Polizei neu strukturiert und Hartmut Dudde zum allerobersten Leiter der Schutzpolizei ernannt werden soll. Dieses Vorgehen sehe ich als Affront gegen unsere parlamentarische Arbeit.“

Wie kann die Hamburgische Bürgerschaft es hinnehmen, dass die Hamburger Polizei durch seitenweise Schwärzungen massiv die parlamentarische Aufarbeitung behindert?
Warum wird zugleich am Parlament vorbei mit Dudde einer der Rädelsführer der Polizeigewalt statt bestraft noch befördert?

Herzliche Grüße
Martin Nieswandt“

Quelle

Asche auf mein Haupt — 25. Februar 2018

Asche auf mein Haupt

Ich sehe gerade meine Emails durch und entdecke dieses persönliche Schreiben vom letzten Jahr, das ich in der Flut der Mails übersehen hatte.

Hier möchte ich es bekannt machen, denn der Autor hat es verdient, dass man ihn liest:

Sehr geehrter Herr Baum,

vielleicht können Sie sich daran erinnern: vor ein paar Jahren hat Konstantin Wecker meinen ersten langen Essay veröffentlicht („Schlagt sie!“), und Sie haben damals gemeint, er würde Ihnen aus der Seele sprechen, einmal abgesehen vom sprachlich rabiaten Titel.
Inzwischen ist ein Essay-Band von mir namens „Mücken und Elefanten“ im Drava-Verlag erschienen. Dem folgt in weniger als einem Monat etwa der nächste: „Feuer am Dach“, diesmal ein bisschen politischer als bislang. Siehe Link: https://www.drava.at/buch/feuer-am-dach/
Meine Frage also: Würde es Sie interessieren, davon zu berichten? Eine Rezension zu schreiben? Oder eine Notiz?
Mittlerweile bin ich Mitglied im österreichischen PEN-Club geworden, veröffentliche in „Literatur und Kritik“, aber auch das macht mich nicht bekannter, und in Deutschland, glaube ich, hat man von mir überhaupt noch nie und nirgends gehört. Aber das kann sich ja ändern… Wie dem auch sei, ich hoffe, dass ich Sie damit nicht belästigt habe und wünsche Ihnen noch alles Gute. Melden Sie sich doch bei mir. Es wird mich freuen.
Herzliche Grüße aus Wien
Mladen Savic
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siehe auch hier:
SPD II — 18. Februar 2018