Baums Notizen aus der Unterwelt.

Der kritische Blog von Klaus Baum – jetzt mobile-friendly

Unsere Freunde aus den USA — 8. Dezember 2016

Unsere Freunde aus den USA

US-amerikanische Einflussnahme geht aus ohne TTIP:
https://vimeo.com/194586186

Sledehammer hat es mittlerweile angemerkt, dass im 3. Teil des Films, in dem es um die Commerzbank geht, der Vorstand der Bank sich wie ein windelweicher Untertan und Kriecher, wie ein Schleimer ohne Rückgrat verhält. Die „hohen“ Herren verhalten sich in der Regel gegenüber ihren Angestellten autoritär – und kaum kommt eine größere Macht, sind sie feige wie Bohnenstroh.

Die Szene mit den drei Vorständen der Commerzbank ist eine Schlüsselszene. Bezogen auf unsere Regierung und ihrem Verhältnis zu den USA, könnte man vermuten, uns, dem Volk gegenüber verhält sich Merkel und Co. unnachgiebig, den Regierenden und den Machthabern der USA gegenüber ist man windelweich.

Stefan Sell: McKinsey als Abschiebeexperten — 6. Dezember 2016

Stefan Sell: McKinsey als Abschiebeexperten

Eine bodenlose Frechheit: Die Bundesregierung verramscht hoheitliche Kernaufgaben an eine Unternehmensberatertruppe. Und die kassiert ein fettes Honorar – für Schaumschlägerei

 

Nein, das geht gar nicht. Das ist eine echte Schweinerei. Erst am 28. Oktober 2016 habe ich diesen Beitrag gepostet: Ran an die mit Steuermitteln gefüllten Futtertröge oder: Wir machen auch Flüchtlinge … Die Unternehmensberaterrepublik und ein sich verselbständigendes Staatsversagen. Darin wurde die gleichsam krakenhafte Durchdringung des Staates durch Unternehmensberater wie die von McKinsey beschrieben und ihr fortwährendes Eindringen in zentrale, hoheitliche Staatsaufgaben kritisiert. Und dann wird man mit so einer flapsig daherkommenden Überschrift konfrontiert: McKinsey gibt Merkel Abschiebetipps. Als ob es hier um irgendwelche Kochtipps geht oder Ratschläge, die kommende Grillsaison betreffend. Es geht hier zum einen um einen im wahrsten Sinne des Wortes existenzielle Angelegenheit, zum anderen um eine Sache, die den Kernbereich des hoheitlichen Handelns unseres Staates berührt. Selbst wenn eine Abschiebung gerechtfertigt und notwendig ist – sie bleibt immer etwas, das alle daran Beteiligten beschädigt. Das ist nicht wie der Rauswurf aus einer Eckkneipe oder der Ausschluss auf irgendeinem Verein. Und wenn das passieren muss, dann ist der Staat dazu verpflichtet, seine hoheitlichen Rechte als Staat mit seinen Beamten durchzusetzen unter der kritischen Begleitung der anderen Akteuere unseres Rechtssystems. Kann man darüber ernsthaft diskutieren?
Und dann erfahren wir, dass man offensichtlich die Dreistigkeit besitzen kann in den oberen Etagen dieses Landes, eine Truppe gut dotierter Unternehmensberater anzuheuern, um im Auftrag der Bundesregierung für viel Geld Probleme bei Abschiebungen zu analysieren. Nun ist der 14-Punkte-Plan für „konsequentere Rückführung“ vorab bekannt geworden. Und nein, das hier habe ich mir nicht ausgedacht: »Die Studie im Auftrag des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) kostete gut 1,8 Millionen Euro.« Ja, richtig gelesen, 1,8 Millionen Euro, aber man muss jetzt ganz tapfer sein, wenn man erfährt, was die Beratungssöldner dafür abgeliefert haben sollen, folgt man der aktuellen Berichterstattung.

Quelle und mehr:
http://aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de/2016/12/263.html
Ich fühle mich minutiös analysiert — 4. Dezember 2016
Robert Menasse über die Rechten —

Robert Menasse über die Rechten

„Ich als Jude will nirgendwo mehr abgeholt werden.“

http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-12/robert-menasse-bundespraesidentenwahl-oesterreich-rechte-eu/komplettansicht

Rechten darf man nicht entgegenkommen, sagt Robert Menasse. Für den österreichischen Schriftsteller wäre ein Präsident Hofer eine Katastrophe. Nicht nur für sein Land.

„Den Leuten ist Faschismus egal, wenn ihnen der Faschismus eine Verbesserung verspricht.“

 

Anregend, hörenswert: Lesch und Precht —
Das Zitat der Woche — 3. Dezember 2016