Baums Notizen aus der Unterwelt.

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Offener Brief von Dechant Harald Fischer an Adam Szymczyk und Annette Kulenkampff zum Protest im documenta-Kunstwerk „Parthenon der Bücher“ gegen Kassel als Rüstungsindustrie-Standort — 23. Juni 2017

Offener Brief von Dechant Harald Fischer an Adam Szymczyk und Annette Kulenkampff zum Protest im documenta-Kunstwerk „Parthenon der Bücher“ gegen Kassel als Rüstungsindustrie-Standort

Hans Eitle, ein Bürger aus der nordhessischen Region, hat am vergangenen Samstag in Marta Minujíns documenta-Installation „Parthenon der Bücher“ gegen Kassel als Standort der Rüstungsindustrie protestiert. Er wurde des Platzes verwiesen, weil die documenta-Leitung keine Kunstwerk-Präsentationen in der Nähe von documenta-Kunstwerken akzeptiert.
Dechant Harald Fischer kritisiert den Platzverweis als dem Ort des Parthenons unangemessen und schlägt eine gemeinsame öffentliche Bürger-Veranstaltung im „Parthenon der Bücher“ auf Kassels Friedrichsplatz vor. Thema: „Rüstungskonversion statt Rüstungsproduktion in Kassel“. Er schrieb an Adam Szymscyk, künstlerischer Leiter der documenta 14, und Annette Kulenkampff, Geschäftsführerin der documenta GmbH. „Offener Brief von Dechant Harald Fischer an Adam Szymczyk und Annette Kulenkampff zum Protest im documenta-Kunstwerk „Parthenon der Bücher“ gegen Kassel als Rüstungsindustrie-Standort “ vollständig lesen
Noch einmal: König Jakob von Großbritannien — 22. Juni 2017

Noch einmal: König Jakob von Großbritannien

Gemeint ist der, der um 1595 herum als Hexenverbrenner sich austobte.

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/tod-auf-dem-scheiterhaufen-104.html

Mir ist erst zwei Tage, nachdem ich diese Doku sah, aufgegangen, dass König Jakob dem magischen Denken, dass er vorgab ausrotten zu wollen, viel stärker verhaftet war als seine Opfer. Wobei nicht in jedem einzelnen Fall sicher ist, dass die Frauen, welche er auf dem Scheiterhaufen verbrennen ließ, der Magie frönten.

Jakob, als Kind mit Traumata ausgestattet, glaubte, dass sein Schiff, welches in einem Sturm besonders heftig durchgeschüttelt wurde, Gegenstand eines Angriffs von Teufeln und Hexen geworden war.

Ich will sagen, und damit die „Lehre“ aus der Verquickung von Paranoia und Macht verallgemeinern, dass oft genug in der Geschichte die Despoten aufgrund von Projektionen handeln und im Anderen das bekämpfen, was sie selber sind. Jakob bekämpft die Magie aus tiefstem magischen Denken heraus – ohne es zu merken.

Wenn Paranoiker an die Macht kommen — 19. Juni 2017
Bernie Sanders Buch — 12. Juni 2017

Bernie Sanders Buch

Andruck – Das Magazin für Politische Literatur vom 12. Juni 2017, 19:15 Uhr USA Amerikas Anwalt für die „einfachen Leute“

Trotz seiner Niederlage bei den Vorwahlen für das amerikanische Präsidentschaftsamt will Bernie Sanders weiter Politik für die“einfachen Leute“ Amerikas machen. Seine Sicht auf dieMissstände in den USA und seine Lösungsvorschläge für einegerechtere Gesellschaft hat Sanders in „Unsere Revolution“aufgezeichnet. Lesen Sie mehr unter:
http://www.deutschlandfunk.de/usa-amerikas-anwalt-fuer-die-einfachen-leute.1310.de.html?dram:article_id=388441

Die mehr als nur unter den Rock greifen — 9. Juni 2017

Die mehr als nur unter den Rock greifen

>>Kurz vor Ende der Legislaturperiode will die Große Koalition in einem handstreichartigen Verfahren noch die Online-Durchsuchung und die Quellen-Telekommunikationsüberwachung (Quellen-TKÜ) in die Strafprozessordnung einführen. Beide Maßnahmen stellen schwerste Grundrechtseingriffe dar, die in den vergangenen Jahren nicht nur die öffentliche Debatte, sondern auch das Bundesverfassungsgericht intensiv beschäftigt haben.

Sowohl bei der Online-Durchsuchung als auch bei der Quellen-TKÜ dringen die Ermittlungsbehörden heimlich mittels Trojanern in Computer, Tablets oder Handys des betroffenen Bürgers ein. Im Fall der Online-Durchsuchung können die Beamten auf sämtliche auf dem Rechner gespeicherten Daten zugreifen – und erhalten so eine praktisch umfassende Einsicht in das Leben des Betroffenen bis hinein in dessen Gedanken- und Gefühlswelt. Damit geht die Eingriffsintensität dieser Maßnahme noch deutlich über die des großen Lauschangriffs hinaus – der bislang eingriffsintensivsten Ermittlungsmaßnahme.

Nach Auffassung der Bürgerrechtsorganisationen hat eine Überwachungsmaßnahme mit derart totalitärem Potential, die in der Praxis zudem kaum zu kontrollieren ist, in der Strafprozessordnung nichts zu suchen. Der Zugriff auf gespeicherte Daten ist den Ermittlungsbehörden schon heute im Wege der Beschlagnahme des Datenträgers möglich. Diese erfolgt aber offen und nicht – wie die Online-Durchsuchung – heimlich und ist daher besser zu kontrollieren.<<

Der ganze Text hier:
https://www.heise.de/tp/features/Bundesregierung-will-schwere-Grundrechtseingriffe-im-Eilverfahren-durch-die-Hintertuer-einfuehren-3739576.html

Bodo Ramelow — 5. Juni 2017