Baums Notizen aus der Unterwelt.

Der kritische Blog von Klaus Baum – jetzt mobile-friendly

Butterwegge an Major Martin — 29. April 2017
There was never a french revolution — 28. April 2017

There was never a french revolution

Ach ja, die moderne Kunst erweitert unser Bewußtsein und schärft unsere Wahrnehmung. Mit anderen Worten: Kunst dient dem Humanismus. Das beweist der folgende Artiekl im GUARDIAN:

>>The Tate has come under fire after it asked members of staff, many of whom are not paid the London living wage, to contribute towards a boat for the departing director, Nicholas Serota, just one week after their canteen discount was taken away.

A notice which went up in the staff rooms of both Tate Modern and Tate Britain on Wednesday asked employees – including security, cleaners, and those maintain the galleries and work in the cafe and gift shop – to “put money towards a sailing boat” as a “surprise gift” for Serota.

The notice said management had thought “long and hard” about an appropriate gift for the director, who is leaving in May after 28 years at the Tate. “Nick loves sailing and this would be a lasting and very special reminder of the high regard which I know so many of us have for Nick and his contribution to Tate,” the plea for donations added.<<

Zum vollständign Artikel:

https://www.theguardian.com/artanddesign/2017/apr/27/tate-asks-staff-to-pitch-in-to-buy-boat-for-departing-chief-nicholas-serota?CMP=fb_gu

Und dann war da noch BDI-Chef Grillo:

BDI-Chef Grillo hält Rente mit 85 für denkbar

Eine Begegnung … — 24. April 2017

Eine Begegnung …

… die keine war oder Grußloses aneinander Vorübergehen.

Ich kenne Herrn X und seine Frau nur beiläufig. Begegnet sind wir uns vor fünf Jahren im Ständehaus zu Kassel anläßlich einer Vortragsreihe zur documenta 13. Herr X und seine Frau traf ich dann wieder bei einer Vorstandssitzung der Beckett-Gesellschaft. Er wollte, dass diese Gesellschaft ihm eine Ausstellung seiner Sammlung von Erstausgaben Becketts organisiere, wobei er die Arbeit, derer es bedurft hätte, den Beckett-Leuten überlassen wollte. Ein Ausstellungsort war bald gefunden, aber damit war X noch nicht zufrieden:  er wollte, dass die Gesellschaft ihm einen Katalog zu seiner Sammlung finanzierte. Da die Beckett-Gesellschaft aber nicht über dafür ausreichende Mittel verfügte, wollte er auch nicht seine Erstausgaben ausstellen.

Herr X kündigte dann erbost seine Mitgliedschaft im eingetragenen Beckett-Verein. Der monatliche Mitgliedsbeitrag von einem Euro war ihm dann doch zu viel. Später erhielt ich dann von ihm noch eine Mail – ich war damals Schatzmeister der Gesellschaft -, in der er mir mitteilte, er habe noch einige Bücher des verstorbenen Geschäftsführers der Beckett-Gesellschaft und wie er diese zurückgeben könne. Ich antwortete ihm, da ich mittlerweile behindert sei, könne er sie mir gern vorbeibringen.

Ich habe von ihm nie eine Antwort erhalten. Heute aber trafen wir fast aufeinander. Ich ging auf ihn zu, doch er erstarrte, sein Gesicht versteinerte, und er blickte angestrengt an mir vorbei. Seine Frau, die einen Schritt hinter und neben ihm ging, schaute mich fragend an, doch da Lots Frau schon im Spiele war, dachte ich mir alttestamentarisch „Auge um Auge“, grußloses AneinanderVorübergehen um grußloses AneinanderVorübergehen. Dabei war Beckett doch ein Menschenfreund.

March for Science – Dead Men Walking — 23. April 2017

March for Science – Dead Men Walking

Nach dem dem Pulse of Europe Spektakel eine weitere Choreographie politischer Verlogenheit: der March for Science!

Erdogan hat mich überzeugt — 21. April 2017
Erdogan beansprucht Kanzlerschaft in Deutschland — 17. April 2017