Baums Notizen aus der Unterwelt.

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Reise ins Ungewisse: Brauchen wir eine neue Aufklärung? — 21. Juli 2016

Reise ins Ungewisse: Brauchen wir eine neue Aufklärung?

Essay

Konrad Paul Liessmann

Der Kurs europäischer Gesellschaften gleicht den früheren Entdeckungsreisen der Seefahrer. Landkarten, die Orientierung geben sollen, scheinen ihren Wert verloren zu haben.

Das Europäische Forum Alpbach widmet sich in diesem Jahr dem Thema „Neue Aufklärung“. Im Ankündigungstext konnte man dazu Folgendes lesen: „Die Denkwerkzeuge der Aufklärung, allen voran die Vernunft, reichen nicht mehr aus, um die Herausforderungen der Gegenwart zu meistern. Der Kurs europäischer Gesellschaften gleicht den Entdeckungsreisen der Seefahrer längst vergangener Tage. Landkarten, die Orientierung und Sicherheit geben sollen, scheinen ihren Wert verloren zu haben. Wir reisen ins Ungewisse und müssen in vielen Bereichen neue Wege und Routen erst erkunden.“ Was an diesem Befund verblüfft ist: weniger das Eingeständnis der Orientierungslosigkeit, sondern die These, dass die Denkwerkzeuge der Aufklärung, vor allem die Vernunft, nicht mehr ausreichen, um Auswege aus dieser Ungewissheit zu weisen. Man fragt sich unwillkürlich, welche sonstigen Werkzeuge zum Einsatz gebracht werden sollen – voraufklärerische oder postaufgeklärte? Und was hat man sich darunter vorzustellen? Emotionen, Affekte, Offenbarungen, Algorithmen? Wer über die Grenzen der Aufklärung nachdenkt, kommt nicht umhin, sich ihres Begriffes überhaupt einmal erst zu versichern.

Aufklärung – dieses schöne Wort entstammt, man glaubt es kaum, doch tatsächlich der Meteorologie. Wenn dunkle Wolken sich verziehen, der Himmel wieder klar wird, das Licht der Sonne die Gegenstände dieser Welt deutlich erkennen lässt, dann klärt sich etwas auf.

Mehr hier:

http://derstandard.at/2000034984382/Reise-ins-Ungewisse-Brauchen-wir-eine-neue-Aufklaerung?dst=www.facebook.com

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Zum Fall Petra Hinz …. —

Zum Fall Petra Hinz ….

… die als Bundestagsabgeordenete der SPD nun wegen ihres gefälschten Lebenslaufes berüchtigt wurde.

Dazu schreibt Susan Bonath auf facebook (gefunden habe ich den Text bei Hartmut Bock):

 

>>Ich verstehe die ganze Aufregung um die gefälschte Biographie von Petra Hinz nicht! Die nunmehr Ex-Bundestagsabgeordnete der SPD spiegelt doch nur wider, wie verkommen dieses System ist und was es aus seinen Individuen zu machen gedenkt: Empathielose, narzisstische Selbstvermarkter. Leere Hüllen, die ihren eigenen und den Wert anderer nur an Zeugnissen, Urkunden, Noten, häufig auch Hautfarbe und Herkunft messen. Seelenlose kleine Roboter, die das Spiel brutaler Vermarktung so verinnerlicht haben, dass sie sich selbst und andere nur noch als Teil dieser Maschine, nicht aber als Mensch wahrnehmen. Großfressen, die andere niedertreten, um überhaupt zu fühlen, dass sie existieren. Armselige Geschöpfe, die so wenig Eigenliebe haben, dass sie versuchen, sich aufzuwerten, indem sie andere unterdrücken. Erbärmliche Marionetten vom Typ Aufseher in Flüchtlingslagern und bei Ein-Euro-Jobber-Kolonnen, vom Typ sanktionierender Jobcentermitarbeiter und Feldwebel in zivil, die „nur Gesetze befolgen“, aber jegliche Humanität dem „heiligen Markt“ geopfert haben. Natürlich liegt es in einem System der Lüge nahe, dass seine psychopathischen Protagonisten ihre Biographien marktkonform aufhübschen. Sonst würde doch, wer den Markt als Lebenselexier betrachtet, im gefühlten Nichts der Depression eigener seelischer Armseligkeit versinken.<<

Bommi Baumann ist tot —

Bommi Baumann ist tot

Näheres über ihn findet sich bei wikipedia. Ich bin ihm nur einmal begegenet, und zwar im Februar 2010 im Cafe Einstein Unter den Linden anlässlich einer Fotoausstellung über die Zwillinge Gisela Getty und Jutta Winkelmann, die ich aus meiner Jugend in Kassel her kenne.

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Wenn die Ausnahme zur Regel wird, hört sie auf, eine Ausnahme zu sein. — 20. Juli 2016
Hochschullehrer und Wissenschaftler in der Türkei —

Hochschullehrer und Wissenschaftler in der Türkei

Zu der Verfolgung von Hochschullehrern und Wissenschaftlern heute ein Statement der deutschen Rektorenkonferenz: „Rektorenkonferenzen: Kritik am Umgang mit regierungskritischen Wissenschaftlern in der Türkei“:

21. Januar 2016 Rektorenkonferenzen: Kritik am Umgang mit regierungskritischen Wissenschaftlern in der Türkei Mit großer Sorge beobachten die Rektorenkonferenzen Deutschlands (HRK), Österreichs (uniko) und der Schweiz (swissuniversities) den Umgang des türkischen Staates mit regierungskritischen Wis…
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