Notizen aus der Unterwelt.

Der kritische Blog von Klaus Baum – jetzt mobile-friendly

Jana — 26. November 2020
Kurze Information — 22. November 2020

Kurze Information

Ich habe im Moment nur bedingt Zugriff auf meinen Blog. Deshalb kann die Bearbeitung der Kommentare länger als gewöhnlich dauern. So ist ein langer Beitrag von Kassandra noch nicht gelesen. Ich bitte um Geduld.
Es gab einen Krankheitsfall in der Familie, Verdacht aus Covid. Es war aber der Hanta-Virus, ein ebenso schwerer Verlauf.

Dann ist ein Freund von einem Auto angefahren worden, der jetzt in der Reha liegt. Eine Freundin hat zusammen mit ihrer 13jährigen Tochter Selbstmord begangen. Und dann Ärger mit der Nachbarin, die es massiv stört, wenn sie mich husten hört. Ich bin vorübergehend zu meiner Freundin gezogen.

2 American Writers on Trump — 4. November 2020

2 American Writers on Trump

Vor vier Jahren schrieb die amerikanische Schriftstellerin Sara Paretsky auf facebook:
>>One of the worrying side-effects of the Trump campaign is the hatred it has brought out into the mainstream. Holocaust deniers, the KKK and others feel they now have a legitimate public voice, one who hears their issues and treats them with dignity. We are going to be dealing with this aftermath for a long time.<<
Und ich möchte hinzufügen: Wer Hass sät, wird Hass ernten.

Und der amerikanische Schriftsteller Dennis Palumbo:

>>Watching the sobering returns. Maybe Biden will win by a narrow margin. But there’s no joy in Mudville. The cat’s out of the bag about America. Racist, ignorant, xenophobic, sexist and anti-intellectual. Also rabidly intolerant of empathy and compassion. The country has looked at itself in the mirror and it isn’t pretty.<<

Pars pro toto — 2. November 2020

Pars pro toto

Dieser Tage postete ich hier auf dem Blog eine kurze Ansprache im Rahmen einer Veranstaltung zum Lockdown von Dieter Hallervorden, in der er deutliche Worte zur undifferenzierten Politik (z.B. alle Theater schließen) der Regierung spricht. Hallervorden sagte unter anderem, dass er es unmöglich fände, wenn Künstler unverschuldet jetzt Hartz IV beantragen müssten. Einer meiner Leser, so mein Eindruck, fand die Rede von Hallervorden insgesamt nicht gut, weil er von „unverschuldet“ gesprochen hatte.
Ich möchte nun folgendes thematisieren: Oft wird etwas gänzlich abgelehnt, weil im Ganzen ein Teil missfällt. Mir ist das 1993 passiert. Ich hatte mich nach meiner Tätigkeit als Leiter des Führungsdientes der documenta 92 bei Rolf Tiedemann, dem Chef des Adorno-Archivs in Frankfurt, beworben. Er lehnte mich ab, weil er auf der ersten Seite des ersten Kapitels meiner Doktorarbeit eine fehlende Anmerkungsziffer entdeckt hatte. Der Rest der über 400 Seiten langen Arbeit interessierte ihn nicht mehr, auch nicht, dass in den ersten Benjamin-Bänden „Angelus Novus“ und „Illuminationen“, herausgeben von Adorno, sich eine Reihe Druckfehler befanden.
Nicht erst seit Tiedemanns Abweisung, aber seit dem ganz besonders, mag ich es nicht, wenn jemand eine gute Sache wegen eines nicht ganz gelungenen Details ablehnt. Und ich halte Hallervordens Rede für gut.

Der Paritätische — 31. Oktober 2020

Der Paritätische

Weniger Menschen erhalten Mindestsicherung: Paritätischer kritisiert Erosion der sozialen Sicherungssysteme angesichts wachsender Armut

Pressemeldung vom 30.10.2020

Von: Gwendolyn Stilling

Als “alarmierendes Signal” und “massives sozialpolitisches Problem” wertet der Paritätische Wohlfahrtsverband die heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes, nach denen die Zahl der Empfänger*innen von Mindestsicherungsleistungen zuletzt sank, während gleichzeitig die Armut in Deutschland gestiegen ist. Der Verband fordert eine deutliche Erhöhung der Regelsätze in Hartz IV und der Altersgrundsicherung.

“Es kann nicht sein, dass auf der einen Seite die Armut erheblich zunimmt, auf der anderen Seite aber immer weniger Menschen in ihrer Not vom Staat unterstützt werden. Die heute veröffentlichten Zahlen zur Mindestsicherung sind keinesfalls Ausdruck eines sozialpolitischen Erfolgs und ganz bestimmt kein Anlass zum Feiern. Während die Armut wächst, geht die Zahl derer, die vom Sozialstaat aufgefangen werden, zurück”, so Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands. 

Was sich in diesen Zahlen manifestiere sei ein massives sozialpolitisches Problem, das gelöst werden müsse. “Was es zwingend braucht, um dieser Erosion des letzten sozialen Sicherungsnetzes Einhalt zu gebieten, ist eine deutliche Erhöhung der Regelsätze in Hartz IV und in der Altersgrundsicherung”, so Schneider. Nach Berechnungen der Paritätischen Forschungsstelle müsste ein armutsfester Regelsatz 644 Euro (für alleinlebende Erwachsene) betragen. Die direkten Mehrkosten zur Umsetzung des Vorschlags werden auf 14,5 Milliarden Euro geschätzt.

Zum Hintergrund: Knapp 6,9 Millionen Menschen in Deutschland haben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes zum Jahresende 2019 Leistungen der sozialen Mindestsicherung erhalten, 4,7 Prozent weniger als Ende 2018. Die Armutsquote ist dagegen von 15,5 Prozent (2018) auf 15,9 Prozent (2019) gestiegen.

Sean Connery stirbt mit 90 —