Baums Notizen aus der Unterwelt.

Der kritische Blog von Klaus Baum – jetzt mobile-friendly

Sie kriegen’s nicht gebacken — 17. November 2017

Sie kriegen’s nicht gebacken

Wie vielleicht einige wissen, komme ich aus Hamburg. Das ist zwar schon eine Weile her, aber immerhin weiß ich noch, wie köstlich dort die Franzbrötchen  schmecken, vor allem die vom Stadtbäcker am Gänsemarkt. Kürzlich war ich im hessischen Frankfurt. Franzbrötchen können sie dort nicht. Blätterteig ist ihnen zu zart.

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katalonien — 28. Oktober 2017
Insektensterben — 21. Oktober 2017

Insektensterben

Ein Beitrag von Troptard

Den Qualitätsmedien ist das immerhin eine Nachricht neben vielen anderen wert: Das dramatische Insektensterben! Unsere Naturwissenschaftler nehmen es inzwischen auch zur Kenntnis und machen sich so ihre eigenen Gedanken und kommen dabei, so wie ihre Kommentatoren, zu teilweise verblüffenden Erkenntnissen: „Jeder kann selbst etwas gegen das Insektensterben tun! Kleingärtner und Hausbesitzer haben am Insektensterben einen erheblichen Anteil.“ Bei den üblichen Verdächtigen ist allerdings die Beweislage noch ungeklärt (mehr zum Thema auf Scienceblogs.de).

Kay Sokolowsky wird da in seiner Serie „Die Spezies hats verkackt“ wesentlich deutlicher.
Hier nur ein kleiner Auszug aus seinem umfangreichen Text:

„In den leistungsstärksten Hirnen, welche die terrestrische Evolution hervorbrachte, ist etwas gräßlich Primitives eingebaut, eine Gangster- und Killermentalität, ein maßloser Egoismus, und deshalb, vermute ich, nehmen wir Menschen Nachrichten vom Untergang unserer Welt so gelassen hin wie die Mitteilung, daß im Klo der Nachbarn was verstopft ist. “

http://www.kaysokolowsky.de/die-spezies-hats-verkackt-6/#more-13114

Apanage als soziales Verhältnis — 2. Oktober 2017

Apanage als soziales Verhältnis

 

ODER SIE DA OBEN – WIR DA UNTEN …

Glosse von Richard Albrecht

Das deutschsprachige Netzlexikon wikipedia definiert “Apanage (französisch aus mittellateinisch appanare = mit Brot versorgen)“ als “die Abfindung der nichtregierenden Mitglieder eines Adelsgeschlechts mit Landbesitz, Einkünften aus Liegenschaften oder Geldzahlungen zur Ermöglichung eines standesgemäßen Lebenswandels.“[1]

In neuzeitlichen Deutschlanden gab´s Apanagen wie im bis 1945 realexisterenden Preußen als Belohnung für tapfere Krieger wie soldatische Spieße. Diese Friedrichwillem-Günstlinge durften dann als Lehrer ihr Restleben lang das Jungvolk jeweils vier Jahre lang mit Grundrechnen, bissl Lesen und reichlich Drill und Prügel versorgen.

Die Ehrensold genannte Apanage für ExBundeskanzler Sch.[2] beträgt dem SPIEGEL zufolge[3] in diesem Jahr, 2017, für´s Berliner Büro 561.000 €uro als Teil seines ´standesgemäßen Lebenswandels´. Und soweit ich weiß sind nach´m Einkommenssteurgesetz die 561.000 € im laufenden Jahr steuerfrei.

Es geht um 1.537 € täglich für den heuer 73jährigen Herrn Sch. Für 1.500 € am Tag könnte sich dieser Ex-Spitzensozi eine Edelnutte als Fickmaus im Büro etwa 374 Tage im Jahr leisten. Also und weil er seit Herbst 2005 kein Spitzenpolli mehr ist, keine hauptstädtische Spitzennutte für 3.500 € täglich … aber immerhin für 1.500 € jeden Tag, den Gott im Jahr 2017 werden läßt, eine. Und dazu noch eine an neun Tagen im Jahr.

Mannomann, das wär was für Multi-Ex. Sch. .. und das ganze wär´ im Vergleich zu den weiland Nuttenflügen der Peter-Hartz-IV-Clique[4] nach Brasilien Anfang der Nullerjahre erstens preisgünstig; zweitens würde der innere (Sex)Markt gestärkt; und drittens bliebe das Geld im Land.

Nur – wohin mit den restlichen 37 € am Tag? Diese 1.110 € monatlich sind für die Vielen da unten nicht zu verachten. Diese 37 € täglich oder 1.110 € monatlich wären als gesetzliche Standardrente etwas mehr als das rechnerisch ermittelbare monatliche Rentennetto (etwa 1.097 € des typischerweise männlich-fiktiven “Eckrentners” der gesetzlichen Rentenversicherung: 1.231 € abzüglich 10.9 Prozent, etwa 134 €).

Bleibt die Doppelfrage: Wieviel Millionen Rentner(innen) da unten – mich eingeschlossen – haben nicht mal diese monatliche Nettorente? Und warum ist die auf Grundlage der Sch.-Apanage ermittelte Nettorente in Höhe von 1.110 € monatlich nicht die gesetzliche Mindestrente in Ganzdeutschland?

[1]

https://de.wikipedia.org/wiki/Apanage

[2]

https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Schr%C3%B6der

[3] http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gerhard-schroeder-altkanzler-erhaelt-561-000-euro-fuer-buero-aus-staatskasse-a-1170471.html

[4]

Zum “Nuttenkanzler Schröder” (Martin Blumentritt) s. anstatt weiterer Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ 300905; 121105; 070506; 131106; 050107; 180107)

http://www.scharf-links.de/45.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=62420&tx_ttnews[backPid]=16&cHash=f573261732

Leseempfehlung — 29. September 2017
Lektürebesprechung: Byung-Chul Han: „Was ist Macht?“ (2005) — 31. August 2017

Lektürebesprechung: Byung-Chul Han: „Was ist Macht?“ (2005)

Truth doesn't make a noise

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Han bei Reclam – Gute Gedanken auf 140 Seiten für 5 Euro. Lohnt sich.

In seiner 2005 erschienenen Schrift Was ist Macht? versucht Byung-Chul Han nach eigenen Angaben die „totale Unklarheit“ (7) des Begriffs der Macht aufzulösen. Seine für Hansche Verhältnisse durchaus ausführliche Untersuchung (143 Seiten) teilt er dabei kapitelweise ein in verschiedene Aspekte des Machtbegriffs, nämlich in Logik, Semantik, Metaphysik, Politik und Ethik der Macht. Im Laufe der Untersuchung wird er eine Hauptthese zum Charakter der Macht anhand dieser verschiedenen Blickpunkte entwickeln und sich dabei immer wieder auf namhafte Vertreter verwandter und entfernter Machttheorien beziehen, so begegnet man z.B. Agamben, Arendt, Foucault, Habermas, Hegel, (Heidegger natürlich auch), Hobbes, Honneth, Luhmann, Nietzsche, Carl Schmitt und Paul Tillich.

Hans Hauptgedanke ist: Die Macht als Kontinuum des Selbst – eine Struktur, in der Freiheit notwendig mitgedacht wird. Was ist damit gemeint? Han konzentriert sich vor allem darauf, das Zwangsmodell der Macht, das…

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