Zwei meiner Freunde fanden heute einen Artikel von Sascha Lobo lesenswert:

„Ich dachte, wir wären weiter“

Zur gleichen Zeit wird auf den einschlägigen Facebook-Seiten wie Pegida oder anderen rechten Gruppierungen der Brandanschlag in Tröglitz kommentiert. Ein nicht enden wollendes Endsatz-Festival. „Scheiß Asylbetrüger“ und „Dreckspack“ sind bloß die Beleidigungen, die ungelöscht stehen bleiben. Bedauern, dass zum Zeitpunkt des Feuers noch keine Flüchtlinge im Heim waren, 120 Likes. Dieser Hass, dieser unfassbare Hass. In Dimensionen, die frühere Hasswellen klein erscheinen lassen. Wir Internet-People haben jahrelang gefordert, dass endlich alle ins Netz kommen sollen. Aber jetzt sind sie da.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/sascha-lobo-ueber-troeglitz-internetforen-hass-im-netz-a-1027514.html

Ernst-August schrieb:

>>Sascha Lobo spricht über „Endsätze“, ein Wort, das ich mir merken will.<<

>>Es ist ziemlich lange her. Ich verteile an einem Samstag Flugblätter in einer Fußgängerzone – Thema: Bleiberecht für Flüchtlinge. Da kommt ein gut gekleideter älterer Herr auf mich zu und sagt plötzlich einen Endsatz (sh. Sascha Lobo). Er lautet: „Die Ausländer könnte ich alle verbrennen“. Ich reagiere zufällig mal geistesgegenwärtig und sage zu ihm: „Sie haben gerade etwas Schlimmes über sich selbst gesagt, aber nichts über ‚Ausländer‘.“<<

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