Zur Flüchtlingsproblematik. Altautonomer empfiehlt. und ich stimme dem zu: sehr lesenswerter Artikel in der ZEIT:

https://www.zeit.de/politik/2018-07/eu-asylpolitik-fluechtlinge-migration-grenzschutz/komplettansicht

„Wer nur alle paar Wochen über den deutschen und europäischen Tellerrand hinausblickt, weiß, dass die flüchtenden Syrer vom Herbst 2015 ein lächerlich kleiner Vorgeschmack waren auf die kommende Epoche der Wanderungen. Zufluchtsländer wie Uganda, Pakistan oder Jordanien sind das längst gewöhnt. Auch Europa wird sich daran gewöhnen müssen.
Das ist verständlicherweise eine verstörende Einsicht für Politiker, weswegen sich keine einzige Partei in Deutschland bislang traut, Klartext zu reden. Innerhalb Europas wagt derzeit nur Emmanuel Macron auszusprechen, dass sich in Afrika und im Nahen Osten nicht weniger, sondern mehr Menschen auf den Weg machen werden.“

„Wenn wir Wohlstandskonsumenten weiterhin Smartphones mit Rohstoffen aus Konfliktgebieten kaufen, und Länder wie Pakistan und Bangladesch als Sweatshops für unsere Billigkleidung benutzen, entstehen dort auch eben ökonomische Perspektiven für die Menschen. Da können wir hier noch so viel Fair-Trade-Schokolade futtern und Marshallpläne für Afrika verkünden. “

Siehe auch hier:

>>Das ist der Anfang vom Ende der europäischen Idee. Wir können uns nicht auf Menschenrechte, Aufklärung und Humanismus berufen und gleichzeitig die Rettung Ertrinkender kriminalisieren. Der kleine Stolz, den man noch vor Kurzem empfinden konnte, ein Europäer zu sein, er ist zusammen mit Tausenden Männern, Frauen und Kindern im Mittelmeer ertrunken. Während wir alle im Fernsehen, auf Twitter und Facebook nahezu live dabei zusehen können.<<

https://sz-magazin.sueddeutsche.de/abschiedskolumne/der-untergang-85837

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